DRK-Warnung, Betrüger

DRK-Warnung: Betrüger nutzen Smartphones für Identitätsdiebstahl

05.02.2026 - 14:25:12

Cyberkriminelle nutzen gefälschte DRK-Nachrichten für Identitätsdiebstahl. Das BSI warnt vor der neuen Phishing-Methode und gibt Verhaltenstipps zum Schutz.

Cyberkriminelle greifen verstärkt Smartphone-Nutzer an – und geben sich dabei als Deutsches Rotes Kreuz aus. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer neuen Welle des sogenannten „Authority Phishing“. Die Masche zielt nicht auf schnelles Geld, sondern auf den kompletten Diebstahl Ihrer digitalen Identität.

So funktioniert der dreiste Betrug

Die Angreifer setzen auf emotionalen Druck und technische Täuschung. Statt schlechter E-Mails kommen jetzt gefälschte SMS oder Anrufe direkt aufs Handy.

  • Der „Hausnotruf“-Trick: Nutzer erhalten Nachrichten, die angeblich vom DRK stammen. Der Inhalt ist alarmierend: Eine Mitgliedschaft läuft ab, Notfalldaten müssen aktualisiert werden, oder es wird dringend für eine Katastrophe gespendet.
  • Perfektion durch KI: Die Texte sind oft fehlerfrei und wirken täuschend echt, weil Betrüger KI-gestützte Generatoren nutzen. Ein Klick führt auf gefälschte Webseiten, die das DRK-Design perfekt imitieren.

Auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm fällt der Betrug schwerer auf als am PC. Die Erfolgsquote der Kriminellen steigt.

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Warum Ihre Identität das Ziel ist

Hier geht es nicht um den schnellen Griff ins Bankkonto. Die aktuelle Masche heißt „Identity Harvesting“ – das Ernten von Identitätsdaten. Auf den gefakten DRK-Seiten werden nicht nur Kreditkartendaten, sondern ein komplettes Profil abgefragt: Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer.

Mit diesen Daten können Kriminelle im Namen des Opfers Mobilfunkverträge abschließen, Waren auf Rechnung bestellen oder sich bei anderen Diensten anmelden. Das Tückische: Während ein unerlaubter Bankeinzug sofort auffällt, kann der Identitätsmissbrauch monatelang unentdeckt bleiben.

DRK und Behörden schlagen Alarm

Das Deutsche Rote Kreuz stellt klar: Das DRK fordert niemals sensible Daten oder Bargeld per unaufgefordert er SMS oder E-Mail an. Seriöse Kampagnen unterliegen strengen Transparenzregeln. Bei Unsicherheit rät das DRK, direkt den lokalen Kreisverband zu kontaktieren – und keine Links in verdächtigen Nachrichten zu öffnen.

Auch das BSI warnt in seinem aktuellen Newsletter vor der Gefahr. Technische Schutzmaßnahmen wie Virenscanner reichen nicht aus, wenn Nutzer durch psychologische Tricks zur freiwilligen Datenpreisgabe manipuliert werden.

So schützen Sie sich auf dem Smartphone

IT-Experten empfehlen vier einfache, aber entscheidende Verhaltensregeln:

  1. Immer manuell prüfen: Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen Nachrichten. Geben Sie die Webadresse (z.B. drk.de) stattdessen selbst im Browser ein.
  2. Druck ist ein Alarmzeichen: Seriöse Organisationen setzen keine Ultimaten. Formulierungen wie „Innerhalb von 24 Stunden…“ sind ein fast sicheres Betrugsmerkmal.
  3. Absender genau checken: Misstrauen Sie Kurzwahlnummern oder ausländischen Vorwahlen bei angeblichen DRK-Kontakten.
  4. So wenig Daten wie möglich: Für eine Spende sind weder Ihr Geburtsdatum noch eine Ausweiskopie nötig. Geben Sie am Telefon oder online nie mehr preis als absolut notwendig.

Die Angriffe auf das Vertrauen in Hilfsorganisationen zeigen: Cyberkriminelle manipulieren zunehmend soziale Gefühle. Ihr Smartphone als ständiger Begleiter wird zum Hauptziel. Ein gesundes Misstrauen ist zur wichtigsten digitalen Kompetenz geworden.

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