Dreiländertagung, Betriebliche

Dreiländertagung: Betriebliche Gesundheit wird zur Überlebensfrage

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Experten aus D-A-CH sehen betriebliche Gesundheitsförderung angesichts multipler Krisen nicht mehr als freiwilliges Add-on, sondern als strategische Notwendigkeit für Unternehmensresilienz.

Dreiländertagung: Betriebliche Gesundheit wird zur Überlebensfrage - Foto: über boerse-global.de
Dreiländertagung: Betriebliche Gesundheit wird zur Überlebensfrage - Foto: über boerse-global.de

Die 5. Dreiländertagung für Betriebliche Gesundheitsförderung endete gestern in Innsbruck. Über 200 Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten zwei Tage lang, wie Unternehmen ihre Belegschaften durch multiple Krisen bringen können. Das Motto: Für einen Walzer braucht es drei – und für eine krisenfeste Gesundheitsstrategie grenzüberschreitenden Austausch.

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Polykrisen zwingen zum Umdenken

Ein dominierendes Thema war der Umgang mit sogenannten Polykrisen. Wirtschaftsturbulenzen, Pandemie-Folgen und Umweltkatastrophen setzen Arbeitnehmer unter Dauerstress. Traditionelle Präventionskonzepte stoßen hier an ihre Grenzen. Die zentrale Frage der Tagung: Wie macht man betriebliche Gesundheitsförderung krisenfest?

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Ulrike Königsberger-Ludwig, Staatssekretärin im Sozialministerium, und Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ). Dieser fungierte als Gastgeber, gemeinsam mit der deutschen Initiative „iga“ und dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit. In Plenarvorträgen betonten Fachleute wie Gudrun Faller von der Hochschule für Gesundheit Bochum die Gestaltungschancen trotz aller Widrigkeiten.

Vom Klima bis zum KMU: Praxis im Fokus

Neben Strategiediskussionen boten Fachforen konkrete Lösungen für den Arbeitsalltag. Ein Schwerpunkt lag auf der betrieblichen Gesundheit in der Klimakrise – von der Theorie bis zur Umsetzung. Weitere Themen: Suchtprävention, alternde Belegschaften und die Anpassung an die Arbeitswelt 4.0.

Besonders im Blick: kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wie können sie mit begrenzten Ressourcen wirksame Gesundheitsmaßnahmen umsetzen? Die Tagung würdigte zudem das 40-jährige Jubiläum der Ottawa-Charta der WHO. Diese etablierte den Ansatz, dass Gesundheit vor allem dort entsteht, wo Menschen leben und arbeiten.

Kreativität als „Wirkstoff“ gegen die Krise

Welche Faktoren helfen bei der Bewältigung von Transformationen? Willi Haas sprach über „Co-Benefits“ in Krisenzeiten. Frank Dopheide rückte die Kraft der Kreativität in den Mittelpunkt. Ein kreatives Arbeitsumfeld kann festgefahrene Strukturen aufbrechen und die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen steigern.

Begleitend erschien das Magazin „Voneinander lernen“ als Sonderausgabe. Es porträtiert Praxisbeispiele aus dem D-A-CH-Raum. Das Motto des Lernens spiegelte sich auch im Tagungsformat wider: Neben Diskussionsrunden gab es optionale Sozialaktivitäten wie Yoga oder einen Walzertanzkurs – eine praktische Umsetzung des Tagungsmottos.

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Vom „Nice-to-have“ zur strategischen Notwendigkeit

Die Diskussionen zeigen einen Paradigmenwechsel. Betriebliche Gesundheitsförderung ist kein freiwilliges Add-on mehr, sondern eine strategische Überlebensfrage. Isolierte Einzelmaßnahmen reichen nicht aus. Gefragt sind systemische Resilienzstrategien, die ökologische, ökonomische und soziale Faktoren verbinden.

Der trilaterale Austausch erweist sich dabei als großer Vorteil. Durch die Bündelung von Ressourcen und Best-Practice-Beispielen entstehen Synergien, die nationale Strategien beschleunigen. Die starke Beteiligung von Politik, Wirtschaft und Verwaltung sendet ein klares Signal: Die Relevanz präventiver Maßnahmen ist auf höchster Ebene angekommen.

Was kommt jetzt auf die Unternehmen zu?

Die Erkenntnisse aus Innsbruck werden die Gesundheitsprogramme im D-A-CH-Raum prägen. Der Fonds Gesundes Österreich kündigte für sein Arbeitsprogramm 2026 Schwerpunkte auf psychosoziale Gesundheit und nachhaltige Ansätze an. Geplante Fördercalls sollen gezielt kleine Betriebe unterstützen.

Für Unternehmen geht es nun darum, die diskutierten Konzepte in messbare Strategien zu übersetzen. Zentrale Handlungsfelder sind die Integration von Klimaschutz in das Gesundheitsmanagement und die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter. Der trilaterale Austausch bleibt entscheidend, um auf künftige Krisen proaktiv reagieren zu können.

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