Drax-Aktie im Fokus: Chance im britischen Energie-Titel – oder Value Trap?
13.02.2026 - 01:34:28Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Was Sie jetzt wissen müssen: Die Aktie von Drax Group plc, einem der wichtigsten Betreiber von Biomasse- und Gaskraftwerken in Großbritannien, bleibt nach einer politisch turbulenten Phase unter Beobachtung. Für deutsche Anleger ist vor allem relevant, ob sich die jüngste Kursschwäche als Einstiegsgelegenheit erweist – oder ob die politischen Risiken den Investment-Case dauerhaft belasten.
Drax stand in den vergangenen Monaten im Mittelpunkt einer heftigen Debatte um staatliche Förderung für Biomasse, Regulierungspläne in Großbritannien und die Zukunft der Strompreise. Der Markt preist derzeit Unsicherheit ein, während mehrere Analysten das Papier trotz aller Risiken weiterhin auf der Kaufseite sehen. Wer aus Deutschland via London Stock Exchange oder über entsprechende Auslands-Broker investiert ist, sollte die Lage nüchtern durchrechnen.
Offizielle Infos und Kennzahlen direkt bei Drax
Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs
Die Drax-Aktie (ISIN GB00B1VNSX38) notiert in London in Britischen Pfund (GBP). Realtime-Daten aus den letzten Handelsstunden zeigen, dass der Markt weiter sensibel auf politische Statements aus Westminster reagiert. Exakte Realtime-Kurse dürfen hier nicht wiedergegeben werden; maßgeblich ist der zuletzt verfügbare Börsenschlusskurs (Last Close), der als Referenz für Ihre eigene Analyse dient.
Wesentliche Treiber für die Kursentwicklung in den vergangenen Wochen waren:
- Diskussionen über eine mögliche Neuordnung der Fördermechanismen für Biomassekraftwerke in Großbritannien.
- Volatile Großhandelspreise für Strom und CO?-Zertifikate in Europa.
- Anhaltende Debatten um die Klimabilanz der Holz-Biomasse und die Zukunft von Subventionen.
- Unternehmensinterne Investitionspläne in CO?-Abscheidung (BECCS – Bioenergy with Carbon Capture and Storage).
Finanzportale wie Bloomberg, Reuters und finanzen.net zeigen übereinstimmend, dass die Aktie seit Monaten stark von regulatorischen Schlagzeilen abhängt. Positiv wirkt, dass Drax mit langfristigen Stromlieferverträgen und Kapazitätszahlungen eine gewisse Planungssicherheit hat. Negativ ist die Abhängigkeit von politischen Zusagen für künftige BECCS-Subventionen.
Für die Einordnung der aktuellen Lage hilft ein Blick auf zentrale Kennzahlen (Angaben gerundet, zur Illustration; verbindlich sind stets die Originalquellen der Börsen und des Unternehmens):
| Kennzahl | Einordnung |
|---|---|
| Aktueller Kurs (London) | auf Basis des letzten Schlusskurses (GBP; bitte im Broker/Finanzportal prüfen) |
| Marktkapitalisierung | mehrere Milliarden GBP, damit Mid Cap im britischen Markt |
| KGV (forward) | deutlich unter klassischen Wachstumswerten, eher Value-orientiert |
| Dividendenrendite | attraktiv im Vergleich zum FTSE-Durchschnitt, aber abhängig von Cashflow und Politik |
| Netto-Verschuldung | relevant, da kapitalintensives Geschäftsmodell (Kraftwerke, Infrastruktur) |
| Segment | Stromerzeugung aus Biomasse, Gas, ergänzend Handel und Flexibilitätsleistungen |
Warum ist das für deutsche Anleger wichtig? Viele deutsche Privatanleger suchen nach Alternativen zu überteuerten Wachstumswerten aus den USA oder hochregulierten Versorgern im DAX. Ein britischer Mid Cap wie Drax kann als Beimischung interessant sein – allerdings mit spezifischen Risiken:
- Währungsrisiko: Die Aktie notiert in GBP. Euro-Anleger tragen zusätzlich Kursschwankungen des Pfunds mit.
- Politik-Risiko UK: Änderungen bei Subventionen oder CO?-Regeln wirken sich direkt auf Margen und Bewertung aus.
- Regulatorische Divergenz: Die britische Energiepolitik entwickelt sich teilweise anders als die EU-Linie – das kann Chance und Risiko zugleich sein.
- Zugang für deutsche Anleger: Über gängige Neobroker und klassische Banken kann man die London-Notiz in der Regel problemlos handeln; teilweise existieren auch außerbörsliche Handelsplätze in der EU.
Für institutionelle Investoren in Deutschland – etwa Versorger, Infrastruktur- und ESG-Fonds – ist Drax zudem als Potenzialbaustein für Dekarbonisierungsstrategien interessant. Ein erfolgreicher Ausbau von BECCS könnte Drax in die Lage versetzen, negative Emissionen zu liefern und so eine Prämie bei der Bewertung zu rechtfertigen. Scheitern jedoch die politischen Rahmenbedingungen, droht eine Neubewertung nach unten.
Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?
Für die grobe Einordnung der Performance ist ein Blick auf den Vergleich über ein Jahr hilfreich. Für das folgende Rechenbeispiel wird ausschließlich auf öffentlich zugängliche historische Daten aus großen Finanzportalen zurückgegriffen; der Last Close dient als Referenz, ohne exakte Realtime-Angaben zu machen.
Angenommen, ein Anleger hätte vor rund zwölf Monaten Drax-Aktien im Gegenwert von 5.000 € gekauft. Der Gegenwert wurde damals in Britische Pfund (GBP) umgerechnet und zu dem jeweils aktuellen Kurs an der London Stock Exchange investiert. Auf Basis der historischen Kursverläufe und der heutigen Referenz (Last Close) ergibt sich – inklusive typischer Schwankungsbreite – folgendes Bild:
- Je nach Einstiegszeitpunkt hätte ein Investor im 12-Monats-Zeitraum zweistellige Prozent-Schwankungen erlebt – sowohl nach oben als auch nach unten.
- Zwischenzeitliche politische Schocks (Förderdebatten, Energiepreisentwicklungen) führten zu teils kräftigen Ausschlägen im Kurs.
- Berücksichtigt man zusätzlich Dividenden, konnte die Gesamtrendite für geduldige Anleger besser ausfallen als die reine Kursperformance.
- Umgekehrt konnten Anleger, die in Phasen politischer Übertreibung eingestiegen sind, kurzfristig klar im Minus sein, trotz intaktem langfristigem Investment-Case.
Die konkrete Ein-Jahres-Rendite in Euro hängt somit stark vom individuellen Einstiegszeitpunkt und der GBP/EUR-Entwicklung ab. Wer ernsthaft investiert, sollte mit einem Renditerechner oder direkt im Broker-Tool nachrechnen, wie sich ein Einstieg vor zwölf Monaten im Verhältnis zu heute exakt dargestellt hätte – und das inklusive aller Gebühren, Steuern und Dividenden.
Das sagen die Profis (Kursziele)
Auf Analystenseite ist Drax weiterhin ein polarisierender Titel. Während ESG-orientierte Häuser die Nachhaltigkeit von Holz-Biomasse grundsätzlich kritisch sehen, fokussieren klassisch orientierte Versorger-Analysten eher auf Cashflows, Dividenden und mögliche Upside-Potenziale durch BECCS.
Quellen wie Reuters, Bloomberg und finanzen.net zeigen zuletzt überwiegend positive bis neutrale Einschätzungen:
- Mehrere große Investmentbanken und Research-Häuser führen Drax mit Einstufungen im Spektrum von „Kaufen“ bis „Halten“.
- Die veröffentlichten Kursziele liegen in vielen Fällen über dem aktuellen Kursniveau (auf Basis des jeweiligen Last-Close), was statistisch ein moderates Aufwärtspotenzial signalisiert.
- Einige Analysten betonen, dass der Markt das politische Risiko in UK möglicherweise überzeichnet und die Cashflow-Stärke des bestehenden Geschäfts unterschätzt.
- Andere warnen dagegen, dass ein Scheitern der BECCS-Förderung zu einer Dauerabschlag-Bewertung führen könnte.
Für deutsche Privatanleger ist entscheidend, die Analystenkommentare nicht isoliert als Kauf- oder Verkaufssignal zu lesen, sondern im eigenen Kontext: Risikobereitschaft, Anlagehorizont, ESG-Präferenzen und die Frage, welcher Anteil des Depots überhaupt in politischen Spezialwerten gebunden sein soll.
Wer Drax als mögliche Depotbeimischung betrachtet, sollte systematisch vorgehen:
- Originalberichte der Analysten (sofern zugänglich) lesen und Unterschiede in den Annahmen (Strompreis, CO?-Preis, CAPEX) vergleichen.
- Szenarien durchspielen: Was passiert mit Ihrer Investment-These, wenn die britische Regierung Förderprogramme kürzt oder verschiebt?
- Das Währungsrisiko aktiv managen: Ein Teil des Risikos ist politischer Natur in Großbritannien, ein weiterer Teil ergibt sich aus möglichen Bewegungen im GBP/EUR-Kurs.
- Diversifikation beachten: Ein Einzeltitel wie Drax sollte im Gesamtportfolio nur eine begrenzte Rolle spielen.
Unterm Strich lässt sich festhalten: Drax ist kein „sicherer Dividendentitel“ im klassischen Sinne, sondern ein politisch geprägtes Infrastruktur-Investment mit Chancen auf überdurchschnittliche Rendite – aber eben auch mit entsprechend hoher Unsicherheit.
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@ ad-hoc-news.de
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