DRAM-Mangel, PC-Preise

DRAM-Mangel treibt PC-Preise in die Höhe

20.01.2026 - 07:34:12

Die immense Nachfrage nach KI-Chips führt zu einer Verknappung bei PC-Speichermodulen. Experten prognostizieren Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent für neue Computer.

Verbraucher müssen sich auf deutlich teurere Computer einstellen. Grund ist ein historischer Preisanstieg bei Speicherchips, der durch den künstlichen Intelligenz-Boom ausgelöst wird. Die Preise für neue PCs und Laptops könnten 2026 um bis zu 20 Prozent steigen.

KI-Revolution verdrängt Konsumenten-Hardware

Der Kern des Problems liegt in einer fundamentalen Neuausrichtung der Halbleiterindustrie. Die riesige Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz (AI) lässt Hersteller wie Samsung ihre Produktionskapazitäten umschichten. Statt preissensibler DRAM-Chips für Consumer-PCs fließen die Ressourcen nun in hochprofitables High-Bandwidth Memory (HBM) für AI-Datenzentren.

Diese strategische Entscheidung führt zu einer künstlichen Verknappung bei den Standard-Speichermodulen für Alltagsgeräte. Marktforscher prognostizieren allein für das erste Quartal 2026 Preissteigerungen von bis zu 55-60 Prozent bei Vertragspreisen für konventionellen DRAM. Ein Ende ist nicht in Sicht: Experten warnen, dass die Knappheit bis 2027 anhalten könnte.

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Sechsfacher Preissprung bei Komponenten

Die Auswirkungen sind bereits jetzt dramatisch. In Südkorea hat sich der Preis für ein bestimmtes Samsung DDR5-16-GB-Modul innerhalb von nur vier Monaten versechsfacht. Was im September 2025 umgerechnet etwa 45 Euro kostete, liegt nun bei über 280 Euro.

Der Dominoeffekt trifft auch andere PC-Komponenten:
* SSD-Festplatten: Ein 2-TB-Modell von Samsung ist von etwa 155 Euro auf über 400 Euro gestiegen.
* Grafikkarten: Beliebte Mittelklasse-Modelle werden deutlich über UVP gehandelt.
* Komplettsysteme: Ein Einsteiger-Gaming-PC verteuerte sich allein durch die Speicherkosten um 70 Prozent.

Laptops werden zum Luxusgut

Die Folgen erreichen den Einzelhandel. Große Hersteller wie Dell, Lenovo und HP kündigen für die zweite Jahreshälfte 2026 Preiserhöhungen von 15-20 Prozent an. Neuerscheinungen sind bereits jetzt deutlich teurer.

Samsungs Galaxy Book6 Pro startet mit fast doppelt so hohen Preisen wie sein Vorgänger. Auch LGs neues Gram Pro AI Notebook liegt deutlich über dem Niveau vergleichbarer Vorjahresmodelle. Der Effekt: Die Nachfrage bricht ein. Händler für individuell zusammengestellte PCs berichten von einem kompletten Verkaufsstopp in der sonst umsatzstarken Weihnachtszeit.

Markt konsolidiert sich – kleine Anbieter in Gefahr

Die Machtverhältnisse haben sich eindeutig zu Gunsten der Speicherhersteller verschoben. PC-Produzenten müssen um knappe Komponenten kämpfen und schließen langfristige Lieferverträge zu hohen Preisen ab.

Große Marken mit entsprechender Verhandlungsmacht können diese Krise eher überstehen. Für kleinere und regionale PC-Hersteller hingegen wird die Lage existenzbedrohend. Sie könnten vom Markt gedrängt werden, was langfristig zu weniger Auswahl für Verbraucher führt. Auch Smartphone-Hersteller müssen mit Preisaufschlägen und Verzögerungen bei Speicher-Upgrades rechnen.

Keine Entspannung in Sicht

Experten sehen für das gesamte Jahr 2026 keine Entlastung. Die Preise für Speicherkomponenten werden voraussichtlich weiter steigen. Die Ära stetig günstigerer und leistungsfähigerer Hardware ist vorerst pausiert.

Der Rat an Verbraucher ist eindeutig: Wer bald einen neuen PC oder Laptop benötigt, sollte von Anfang an auf ausreichend Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität achten. Ein späteres Nachrüsten könnte noch teurer werden. Während die Tech-Welt weiter in die KI-Revolution investiert, zahlen am Ende die Verbraucher die Rechnung – für nahezu jedes elektronische Gerät.

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