Douglas, Aktie

Douglas Aktie: 99 Millionen Goodwill-Abschreibungen

15.05.2026 - 19:18:46 | boerse-global.de

Douglas-Aktie fällt auf Allzeittief nach Quartalsverlust und Herabstufung durch die Deutsche Bank.

Douglas Aktie: 99 Millionen Goodwill-Abschreibungen - Foto: über boerse-global.de
Douglas Aktie: 99 Millionen Goodwill-Abschreibungen - Foto: über boerse-global.de

Es ist ein schwarzer Tag für die Parfümeriekette Douglas. Die Aktie fällt am Freitag um 1,7 Prozent auf 8,62 Euro – ein neues Allzeittief. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort: In den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier 8,5 Prozent, seit Jahresbeginn sogar 29 Prozent.

Auslöser der jüngsten Talfahrt ist ein doppelter Schlag. Douglas legte detaillierte Quartalszahlen vor, die tiefe rote Zahlen offenbaren. Parallel dazu strich die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung – ein Signal, das Anleger nervös macht.

Goodwill-Abschreibungen drücken Bilanz

Der Bericht für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 liest sich ernüchternd. Der Umsatz stieg zwar leicht um 1,1 Prozent auf 949,7 Millionen Euro. Doch unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 124,6 Millionen Euro.

Grund sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 99 Millionen Euro auf Firmenwerte. Betroffen sind vor allem die französische Marke NOCIBÉ und der Online-Händler Parfumdreams. Hinzu kommen weitere 14,5 Millionen Euro auf Vermögenswerte.

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Das operative Geschäft zeigt eine klaffende Schere. Während die Filialen nahezu stagnieren, wächst der E-Commerce um 2,4 Prozent. Dennoch sinkt die bereinigte EBITDA-Marge von 13,0 auf 12,2 Prozent. Der Online-Wettbewerb frisst die Margen.

Analysten verlieren den Glauben

Die Deutsche Bank reagierte prompt. Analyst Adam Cochrane stufte die Aktie von "Buy" auf "Hold" zurück. Seine Begründung: Die Investmentstory bekommt Risse. Im Premiumbeauty-Segment fehle Douglas die Differenzierung gegenüber der Konkurrenz. Das schwache Konsumumfeld im Euroraum verstärke den Preisdruck und zwinge zu höheren Werbeausgaben.

Für Douglas wird es ein harter Ritt. Das Management rechnet nun beim Umsatz nur noch mit dem unteren Ende der Spanne von 4,65 bis 4,80 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 16,0 Prozent liegen – zuvor waren 16,5 Prozent in Aussicht gestellt.

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Der Verschuldungsgrad wird am oberen Ende der Zielspanne von 2,5x bis 3,0x erwartet. Marktbeobachter sehen eine Aktie, die vor allem strukturelle Probleme im E-Commerce und bilanzielle Altlasten einpreist. Das nächste Kursziel der Deutschen Bank von 9,00 Euro dient nun als erster Test.

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