Dogecoin, Technische

Dogecoin: Technische Chance, dünne Luft

13.01.2026 - 04:27:33

Dogecoin zeigt charttechnische Aufwärtssignale, doch sinkende Handelsvolumina und nachlassende institutionelle Nachfrage bremsen die Dynamik. Der Kurs bleibt von Bitcoin und der allgemeinen Marktstimmung abhängig.

Dogecoin startet verhalten in die zweite Handelswoche des neuen Jahres. Charttechnisch gibt es zwar ein erstes positives Signal, doch der Rückenwind aus Marktbreite, Volumen und institutioneller Nachfrage lässt klar nach. Entscheidend wird nun, ob der Coin ausgerechnet in diesem schwächeren Umfeld seine jüngste Ausbruchsbewegung bestätigen kann.

Technisches Bild: Ausbruch mit Fragezeichen

Laut aktueller Chartanalyse hat Dogecoin einen mehrwöchigen „Falling Wedge“ nach oben verlassen – ein Muster, das klassisch als bullisches Umkehrsignal gilt. Unterstützt wird dieses Bild von Momentum-Indikatoren: Der 14-Tage-RSI lag im Ausgangsartikel im neutralen Bereich leicht über seiner Signallinie, was auf nachlassenden Verkaufsdruck und eine mögliche Stabilisierung hindeutet.

Gleichzeitig bleibt der Kurs jedoch klar gedeckelt. Die Zone um 0,142–0,145 US‑Dollar gilt als unmittelbarer Widerstand, darüber verläuft der 50-Tage-Durchschnitt im Bereich von derzeit rund 0,14 bis 0,16 US‑Dollar als dynamische Hürde. Mit einem aktuellen Niveau von etwa 0,14 US‑Dollar und einem Abstand von rund 49 % zum 52‑Wochen-Hoch ist Dogecoin zwar weit von seinen jüngsten Spitzen entfernt, liegt aber spürbar über dem Jahrestief bei 0,12 US‑Dollar.

Wichtige Marken im Überblick:

  • Kurzfristige Unterstützung: 0,12–0,13 US‑Dollar (20-Tage-EMA-Zone im Original)
  • Zentrale Widerstandszone: 0,142–0,145 US‑Dollar
  • Genannte Aufwärtsziele der Analysten: 0,153, 0,182 und 0,20 US‑Dollar

Problematisch ist dabei die Qualität des Ausbruchs: Das Handelsvolumen ist laut Originaldaten zuletzt um rund 43–50 % auf etwa 1,30 Mrd. US‑Dollar zurückgegangen. Ein Ausbruch bei sinkendem Volumen gilt häufig als wackelige Basis – das Risiko eines Fehlausbruchs oder einer Seitwärtsphase im Bereich von etwa 0,136–0,14 US‑Dollar steigt.

Derivatemarkt: Risiko wird zurückgefahren

Auch der Blick auf den Derivatemarkt untermauert die vorsichtige Stimmung. Das offene Interesse (Open Interest) an Dogecoin-Futures und -Optionen liegt derzeit bei etwa 1,80 Mrd. US‑Dollar und damit leicht unter dem Niveau der Vorwoche von knapp 1,96 Mrd. US‑Dollar. Marktteilnehmer bauen also tendenziell Positionen ab und reduzieren ihr Risiko.

Die Liquidationsdaten zeigen zudem, wo der Druck herkommt: In den letzten 24 Stunden wurden rund 6 Mio. US‑Dollar an Positionen zwangsliquidiert, davon etwa 4 Mio. US‑Dollar auf der Long-Seite. Immer wenn der Kurs versucht, höhere Niveaus zu erobern, geraten also vor allem gehebelte Käufer unter Druck. Das deutet darauf hin, dass der Markt kurzfristige Aufwärtsversuche bislang nicht mitträgt.

Institutionelle Nachfrage: ETF-Dynamik flacht ab

Mit der Einführung von US-Spot-ETFs auf Dogecoin (etwa DOJE und GDOG) Ende 2025 hat sich der Markt strukturell verändert. Institutionelle und regulierte Anleger haben seither einen einfacheren Zugang. Zu Jahresbeginn 2026 lässt die anfängliche Dynamik jedoch spürbar nach.

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Für die Woche bis zum 12. Januar 2026 melden die Daten nur noch geringe Zuflüsse. Die Dogecoin-Spot-ETFs verzeichneten am vergangenen Freitag Zuflüsse von lediglich 404.000 US‑Dollar – deutlich weniger als zu den Spitzen Anfang Januar. Parallel dazu flossen aus digitalen Anlageprodukten insgesamt rund 454 Mio. US‑Dollar ab. Haupttreiber ist die abnehmende Hoffnung auf eine Zinssenkung der US-Notenbank bereits im März, was Risikoanlagen allgemein belastet.

Dogecoin leidet damit doppelt: Zum einen fehlen frische ETF-Mittel, zum anderen zieht sich Kapital aus dem gesamten Krypto-Segment zurück. Das schwächt die Chance, dass ein technischer Ausbruch unmittelbar in einen kräftigeren Trend übergeht.

Makro und Marktumfeld: Abhängigkeit von Bitcoin

Dogecoin bleibt eng mit dem Gesamtmarkt verzahnt, allen voran mit Bitcoin. Dieser pendelt aktuell in einer engen Spanne um 91.400 bis 92.000 US‑Dollar und hat Mühe, den Widerstand bei 95.000 US‑Dollar zu überwinden. Die Korrelation zwischen den großen Krypto-Assets liegt laut Ausgangsartikel über 0,8 – eigenständige Rallyes einzelner Coins sind in einem solchen Umfeld selten nachhaltig.

Hinzu kommt eine eingetrübte Stimmung: Der Crypto Fear & Greed Index befindet sich im Bereich „Fear“, während makroökonomischer Druck auf Risikoanlagen lastet. Trotz einzelner technischer Verbesserungen bei Dogecoin begrenzen diese externen Faktoren das kurzfristige Aufwärtspotenzial spürbar.

Fazit: Was Dogecoin jetzt braucht

Unterm Strich zeigt Dogecoin ein gemischtes Bild. Der Ausbruch aus dem Falling Wedge und positive Signale in den Indikatoren liefern zwar eine bullische Argumentationslinie. Dem stehen jedoch deutlich gesunkene Handelsvolumina, rückläufiges Open Interest, Long-Liquidationen und nachlassende ETF-Zuflüsse gegenüber.

Für einen belastbaren Anlauf in Richtung der genannten Zielmarke von 0,20 US‑Dollar müssten die Bullen mehrere Bedingungen erfüllen: Die Zone um 0,13 US‑Dollar sollte als Unterstützung verteidigt werden, das Volumen müsste bei einem erneuten Angriff die 0,145‑US‑Dollar-Barriere klar anziehen und idealerweise würde Bitcoin gleichzeitig seine eigene Widerstandsmarke nach oben durchbrechen. Ohne diesen Gleichlauf bleibt der jüngste technische Ausbruch bei Dogecoin vorerst ein Signal mit begrenzter Aussagekraft.

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