DocMorris, CEPD

DocMorris: CEPD mit 15 Prozent gegen Oberhänsli

03.05.2026 - 04:27:28 | boerse-global.de

DocMorris verzeichnet steigende Umsätze mit digitalen Rezepten, während Großaktionär CEPD personelle Veränderungen im Verwaltungsrat fordert.

DocMorris: CEPD mit 15 Prozent gegen Oberhänsli - Foto: über boerse-global.de
DocMorris: CEPD mit 15 Prozent gegen Oberhänsli - Foto: über boerse-global.de

DocMorris erlebt derzeit zwei Realitäten. Während das Geschäft mit digitalen Rezepten anzieht, droht auf der Generalversammlung eine Kraftprobe. Der Großaktionär CEPD fordert einen personellen Neuanfang an der Spitze.

Operative Trendwende

Die jüngsten Zahlen belegen einen deutlichen Aufschwung. Im ersten Quartal 2026 kletterten die Umsätze mit verschreibungspflichtigen Medikamenten um über 30 Prozent. Mittlerweile nutzen rund 12,6 Millionen Kunden die Plattform der Schweizer Online-Apotheke.

Ein wesentlicher Treiber ist die CardLink-Technik. Sie erlaubt Patienten, E-Rezepte einfach per Smartphone einzulösen. Die Gematik hat die Zulassung bis Januar 2027 verlängert. Das schafft Planungssicherheit.

Das Management hält am Kurs fest. CEO Walter Hess will noch 2026 die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA erreichen. Zum Jahresauftakt verbesserte sich dieser Wert bereits auf minus 6 Millionen CHF. Das Ziel: Profitabilität.

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Konflikt im Verwaltungsrat

Indes wächst der Druck durch die Investoren. Der Großaktionär CEPD hält über 15 Prozent der Anteile. Er kritisiert die Kursentwicklung der vergangenen Jahre scharf. Deshalb lehnt CEPD die Wiederwahl des Verwaltungsratspräsidenten Walter Oberhänsli ab.

Die Führung schlägt nun drei neue Experten für Finanzen, Recht und Digitalisierung vor. Thomas Bucher, Dr. Thomas U. Reutter und Nicole Formica-Schiller sollen das Gremium verstärken. Diese Neubesetzungen zielen auf eine strategische Modernisierung ab.

Marktbewertung und Ausblick

An der Börse wird die Lage skeptisch beäugt. Die Aktie notiert mit 7,11 CHF derzeit über dem durchschnittlichen Analystenziel von 6,21 CHF. In der kommenden Woche dürfte die Volatilität steigen. Institutionelle Anleger bereiten sich auf die Abstimmung vor.

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Wichtige Marken liegen bei 6,80 CHF auf der Unterseite. Nach oben bildet die Marke von 7,50 CHF einen Widerstand. Ein Ausbruch könnte den Weg zum Jahreshoch ebnen.

Die Generalversammlung im Mai in Zürich entscheidet über die künftige Strategie. Anleger blicken nun auf die Empfehlungen der Stimmrechtsberater sowie auf weitere Stellungnahmen des Managements.

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