DocMorris, Aktie

DocMorris Aktie: Oberhänsli siegt über Kretinsky

25.05.2026 - 20:58:55 | boerse-global.de

DocMorris-Aktie zeigt Erholungstendenzen nach Klärung des Führungsstreits und sinkenden Short-Positionen.

DocMorris Aktie: Oberhänsli siegt über Kretinsky - Foto: über boerse-global.de
DocMorris Aktie: Oberhänsli siegt über Kretinsky - Foto: über boerse-global.de

Der RSI der DocMorris-Aktie liegt bei 18,9 – ein klares Zeichen für Überverkauftheit. Am Montag steigt das Papier um 2,21 Prozent auf 7,42 Euro. Auf Jahressicht hat die Versandapotheke allerdings 27 Prozent verloren, der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 4,41 Euro beträgt immer noch 68 Prozent. Anleger fragen sich: Ist der Boden nun erreicht?

Führungsfrage geklärt

Nach einem monatelangen Machtkampf mit dem tschechischen Investor Daniel Kretinsky und dessen Fonds Vesa Equity Investment steht der Verwaltungsrat unter Walter Oberhänsli gestärkt da. Die Aktionäre sprachen sich klar für die Fortsetzung der bestehenden Strategie aus und lehnten Kretinskys Personalwünsche ab. Damit ist ein zentraler Unsicherheitsfaktor für das Unternehmen vom Tisch. Das Management kann sich jetzt voll auf die operative Wende konzentrieren: Die EBITDA-Gewinnschwelle soll bis Ende 2026 erreicht werden, ein positiver Cashflow ist für 2027 anvisiert.

Historisch günstige Bewertung

DocMorris ist gemessen am Umsatz extrem billig. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz liegt bei 0,4. Etablierte Pharmakonzerne notieren bei Werten zwischen 3,0 und 5,0. Bei einem Außenumsatz von über 1,1 Milliarden Schweizer Franken gehört DocMorris damit zu den günstigsten Titeln am Schweizer Aktienmarkt. Diese Diskrepanz lockt spekulative Käufer, die auf eine Neubewertung des digitalen Gesundheitsökosystems setzen.

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Shortseller decken sich ein

Der Kursanstieg wird technisch gestützt. Das Short-Interest hat sich in den letzten Wochen nahezu halbiert – von über 870.000 leerverkauften Aktien auf rund 460.000. Die Abdeckung dieser Positionen erzeugt zusätzlichen Aufwärtsdruck. Die Wette auf fallende Kurse verliert an Attraktivität, je näher das Unternehmen der Gewinnschwelle kommt. Der operative Fortschritt ist messbar: Im ersten Quartal 2026 konnte DocMorris den EBITDA-Verlust deutlich reduzieren und das Rx-Geschäft steigern. Nun wartet der Markt auf die Halbjahreszahlen, die voraussichtlich im August 2026 vorgelegt werden. Sie müssen zeigen, ob der Sparkurs wirklich trägt.

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