DocMorris, Aktie

DocMorris Aktie: Abrechnung mit Oberhänsli

27.03.2026 - 06:38:43 | boerse-global.de

Der Großaktionär CEPD stellt sich gegen die Führung von DocMorris und fordert für die Hauptversammlung im Mai einen personellen Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats.

DocMorris Aktie: Abrechnung mit Oberhänsli - Foto: über boerse-global.de
DocMorris Aktie: Abrechnung mit Oberhänsli - Foto: über boerse-global.de

Der Großaktionär CEPD verliert die Geduld und fordert den Rückzug des Verwaltungsratspräsidenten Walter Oberhänsli. Nach Jahren der schwachen Kursentwicklung und verfehlten Prognosen soll ein Branchenveteran das Ruder bei der Versandapotheke übernehmen.

Frontalangriff auf die Führungsspitze

CEPD hält rund 14 Prozent der Anteile und drängt für die Hauptversammlung am 12. Mai auf einen radikalen personellen Schnitt. Fritz Oesterle, der ehemalige Chef des Pharmahändlers Celesio, soll Oberhänsli an der Spitze des Gremiums ablösen. Der Großaktionär macht damit deutlich, dass er dem aktuellen Management die operative Wende nicht mehr zutraut.

Neben der Neubesetzung des Präsidiums strebt der Anteilseigner eine stärkere Präsenz im Verwaltungsrat an, um die strategische Kontrolle zu erhöhen. Folgende Personalien stehen zur Abstimmung:
- Fritz Oesterle (Designierter Verwaltungsratspräsident)
- Mariola Belina-Prazmowska (Vertreterin für die Muttergesellschaft Pelion)
- Jacek Janusz Poswiata (Unabhängiger Kandidat)
- Thomas U. Reutter (Vorschlag zur Neuwahl)

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Vertrauensverlust durch Prognosefehler

Die Kritik des Großaktionärs ist fundamental. CEPD moniert eine jahrelange Unterperformance und wirft der Führung vor, strukturelle Probleme kleinzureden. Besonders schwer wiegen die Vorwürfe zu den Wachstumsprognosen im Bereich der E-Rezepte, die sich wiederholt als zu optimistisch herausstellten. Der deutliche Kursverlust der vergangenen fünf Jahre wird nun direkt dem Verwaltungsrat angelastet.

Diese Skepsis teilen auch externe Marktbeobachter. Mehrere Analystenhäuser kürzten zuletzt ihre Umsatzschätzungen für den Zeitraum von 2026 bis 2028 deutlich. Vor allem die reduzierten Erwartungen im Segment der digitalen Rezepte belasten den Titel zusätzlich. Die Aktie reagierte auf den offenen Machtkampf mit erhöhter Volatilität und gab anfängliche Gewinne nach Bekanntwerden der Forderungen schnell wieder ab.

Die Entscheidung über die künftige Marschrichtung fällt am 12. Mai. Sollte CEPD den Umbau erzwingen, steht DocMorris vor einer umfassenden strategischen Neuausrichtung unter neuer Führung. Bis zur Abstimmung dürfte die Ungewissheit über die Machtverhältnisse den Kursverlauf maßgeblich bestimmen.

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