DOBOT ATOM: Humanoider Roboter geht in Serienproduktion
04.02.2026 - 16:43:12Der chinesische Robotik-Pionier DOBOT hat einen entscheidenden Schritt in der Automatisierung vollzogen: Sein menschenähnlicher Industrieroboter ATOM läuft jetzt in Serie. Die ersten Einheiten sind bereits an Kunden weltweit ausgeliefert. Damit verlässt die Technologie endgültig das Labor und erobert die Fabrikhallen.
Vom Prototyp zum Serienprodukt
DOBOT positioniert sich mit der Serienfertigung in einer exklusiven Liga. Nur wenige Firmen weltweit haben menschenähnliche Roboter jenseits der Forschungsphase in die reale Anwendung gebracht. Das Unternehmen hat die dritte und erste großvolumige Auslieferungswelle gestartet, die auf einen flächendeckenden Einsatz im Jahr 2026 abzielt.
Der Weg dorthin war lang. Zwei vorherige, kleinere Lieferungen dienten der tiefgehenden Erprobung in realen Szenarien mit Partnerunternehmen. Diese iterative Entwicklung aus der Praxis heraus soll die Reife und Zuverlässigkeit des Systems garantieren.
Seit August 2024 gelten neue EU‑Regeln für KI – viele Unternehmen riskieren unwissentlich Bußgelder. Gerade Hersteller, die lernende Modelle wie das DOBOT‑VLA in Industrierobotern einsetzen, sind betroffen: Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und umfangreiche Dokumentationspflichten sind nun Pflicht. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt Schritt für Schritt, welche Pflichten auf Entwickler und Betreiber zukommen, wie Sie Ihr System korrekt klassifizieren und welche Nachweise erforderlich sind. KI-Verordnung: Umsetzungsleitfaden jetzt herunterladen
Das Gehirn: KI-gesteuert für komplexe Aufgaben
Der ATOM ist für anspruchsvolle Industrieumgebungen konzipiert. Sein Kern ist das hauseigene KI-Modell DOBOT-VLA, das als „Gehirn“ fungiert. Dieses System vereint Sehen, Sprache und Handeln. Der Roboter kann allgemeine Befehle verstehen, in komplexen Umgebungen navigieren und eigenständig Arbeitsabläufe planen und ausführen.
Veröffentlichte Videos zeigen die Fähigkeiten: stabiler, zweibeiniger Gang, ausgefeilte dynamische Balance und präzise Montagearbeiten. Eine Echtzeit-Balancealgorithmus ermöglicht es dem Roboter, Stöße abzufangen und schnell wieder stabil zu stehen – eine kritische Fähigkeit, um Stillstandzeiten in der Produktion zu minimieren.
Robust, präzise und energieeffizient
Das Design entspricht strengen Industrienormen. Verstärkte Strukturen, Hitzeschutz und ausgiebig getestete Gelenkmodule sollen die nötige Robustheit für den Dauereinsatz bieten. Technisch glänzt der ATOM mit einer Präzision von bis zu ±0,05 mm und 28 Freiheitsgraden im Oberkörper. Ein innovativer Gerade-Knie-Gang-Mechanismus soll zudem die Energieeffizienz steigern.
DOBOT baut auf umfangreicher Erfahrung auf. Das Unternehmen hat bereits über 90.000 Roboter weltweit ausgeliefert, darunter an mehr als 80 Fortune-500-Konzerne. Diese Basis erleichtert die Integration der neuen, komplexeren Lösung.
Ein Markt im Explosionsmodus
Die Ankündigung kommt zur rechten Zeit. Der Markt für humanoide Roboter steht vor einem gewaltigen Wachstumssprung. Analysten prognostizieren für den chinesischen Markt im Jahr 2026 einen Absatz von 28.000 Einheiten – ein Plus von satten 133 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Treiber sind fallende Kosten in der Lieferkette und der nun einsetzende Massenausstoß. Besonders die Entwicklung von geschickten Roboterhänden, die KI-Befehle in feinmotorische Aktionen umsetzen, macht die Systeme immer wirtschaftlicher. Wer diese Schlüsselkomponenten in Serie fertigen kann, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Die nächste Welle der Automatisierung
Die Serienreife des ATOM markiert den Beginn einer neuen Phase: der skalierbaren, anwendungsspezifischen Industrieautomatisierung. Die Roboter sollen zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen und Seite an Seite mit menschlichen Mitarbeitern für mehr Effizienz und Sicherheit sorgen.
Die Bewährungsprobe steht nun in den Fabriken der Welt an. Kann sich der ATOM in unübersichtlichen, dynamischen Umgebungen bewähren? Wie zuverlässig ist er im Dauerbetrieb? Die Antworten auf diese Fragen werden darüber entscheiden, wie schnell sich die „verkörperte Intelligenz“ in der Industrie durchsetzt. Der globale Wettlauf um die Robotervorherrschaft ist damit in eine neue, heißere Runde gegangen.
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