DKB-Kunden im Visier neuer Phishing-Welle
09.02.2026 - 04:24:11Eine neue, raffinierte Phishing-Kampagne zielt derzeit auf Kunden der Deutschen Kreditbank (DKB) ab. Cyberkriminelle versenden E-Mails, die unter dem Vorwand neuer „deutscher Verifizierungsrichtlinien“ zu einer sofortigen Aktualisierung des Kontos auffordern. Verbraucherschützer warnen eindringlich davor, auf die in den Nachrichten enthaltenen Links zu klicken oder persönliche Daten preiszugeben. Die Betrüger setzen auf eine professionell wirkende Aufmachung und psychologischen Druck, um an sensible Banking-Informationen zu gelangen.
Die Masche mit den angeblichen Richtlinien
Die aktuelle Betrugswelle bedient sich E-Mails mit Betreffzeilen wie „Wichtige Sicherheitsaktualisierung für Ihr DKB-Konto“. Darin wird behauptet, eine Aktualisierung der Kontoinformationen sei aufgrund neuer deutscher Verifizierungsrichtlinien unumgänglich, um die volle Funktionsfähigkeit des Kontos zu gewährleisten. Um den Druck auf die Empfänger zu erhöhen, drohen die Täter mit einer vorübergehenden Kontosperrung und möglichen Problemen bei Auszahlungen, sollte die angebliche Verifizierung nicht umgehend durchgeführt werden.
Diese Vorgehensweise zielt darauf ab, bei den Bankkunden ein Gefühl der Dringlichkeit und Verunsicherung zu erzeugen. Die E-Mails enthalten oft einen prominent platzierten Button oder Link mit Aufschriften wie „HIER KLICKEN“, der die Nutzer auf eine gefälschte Webseite im Design der DKB leitet. Dort werden sie aufgefordert, ihre Anmeldedaten, persönliche Informationen und möglicherweise auch TANs einzugeben, die den Betrügern direkt in die Hände fallen.
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So erkennen Sie die Phishing-Versuche
Obwohl die Phishing-Mails immer professioneller gestaltet sind, gibt es klare Erkennungsmerkmale, auf die Kunden achten sollten. Ein zentrales Warnsignal ist die unpersönliche Anrede. Betrügerische Nachrichten verwenden oft allgemeine Floskeln anstelle des vollen Namens des Kunden. Ein weiteres Indiz ist die Absenderadresse, die bei genauerer Betrachtung oft leicht von der offiziellen Domain der Bank abweicht.
Die DKB selbst weist darauf hin, dass sie Kunden niemals per E-Mail oder SMS zur Eingabe von sensiblen Daten wie PIN, TAN oder Zugangsdaten auffordern wird. Zudem fehlen in den betrügerischen E-Mails oft spezifische technische Begründungen für die angebliche Notwendigkeit der Maßnahmen. Die Drohung mit unmittelbaren Konsequenzen wie einer Kontosperrung ist eine typische Taktik von Kriminellen, um eine unüberlegte und schnelle Reaktion zu provozieren.
Schutzmaßnahmen und richtiges Verhalten im Verdachtsfall
Experten und die DKB raten zu erhöhter Wachsamkeit. Kunden sollten grundsätzlich keine Links in unerwarteten E-Mails oder SMS-Nachrichten anklicken, die sie zur Eingabe von Bankdaten auffordern. Stattdessen empfiehlt es sich, die offizielle Webseite der DKB manuell im Browser einzugeben oder die Banking-App zu nutzen, um zu überprüfen, ob Handlungsbedarf besteht.
Sollte eine verdächtige Nachricht empfangen werden, rät die DKB dazu, diese unbeantwortet zu lassen und direkt in den Spam-Ordner zu verschieben. Zudem können Kunden solche Betrugsversuche an die Bank melden, indem sie die verdächtige E-Mail als Anhang an die Adresse phishingverdacht@dkb.de weiterleiten. Wer bereits auf einen Link geklickt und Daten eingegeben hat, sollte umgehend den Kundenservice der Bank kontaktieren, um den Zugang sperren zu lassen und weitere Schritte zu besprechen. Es ist zudem ratsam, alle Passwörter zu ändern und Anzeige bei der Polizei zu erstatten.
Einordnung in die aktuelle Bedrohungslage
Die aktuelle Kampagne ist Teil einer anhaltenden Welle von Phishing-Angriffen, die auf Kunden deutscher Banken abzielen. Kriminelle nutzen dabei nicht nur E-Mails, sondern auch SMS (Smishing) und gefälschte QR-Codes (Quishing), um an Daten zu gelangen. Die Vorwände werden dabei ständig angepasst und beziehen sich oft auf angebliche Sicherheitsupdates, neue gesetzliche Vorschriften oder die Reaktivierung von Kreditkarten, um glaubwürdig zu erscheinen.
Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit für Verbraucher, kontinuierlich aufmerksam zu bleiben und sich mit den grundlegenden Sicherheitsprinzipien im Online-Banking vertraut zu machen. Dazu gehört, die Software auf Computern und Mobilgeräten aktuell zu halten und für verschiedene Online-Dienste unterschiedliche, starke Passwörter zu verwenden. Die Banken selbst investieren fortlaufend in Sicherheitstechnologien, doch das wachsame Verhalten der Nutzer bleibt ein entscheidender Faktor bei der Abwehr von Betrugsversuchen.
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