Discord, Altersprüfung

Discord führt weltweit verpflichtende Altersprüfung ein

13.02.2026 - 06:12:11

Ab März schaltet Discord für alle Konten standardmäßig den Jugendmodus frei. Erst eine erfolgreiche Altersverifizierung ermöglicht den vollen Zugang zu Inhalten und Funktionen.

Discord schaltet ab März für alle Nutzer den Jugendmodus als Standard. Die Kommunikationsplattform kündigte eine globale, verpflichtende Altersverifizierung an. Ziel ist ein „jugendgerechtes Erlebnis“ und besserer Schutz für Minderjährige.

Bisherige und neue Konten werden ab März automatisch als minderjährig eingestuft – ein Ansatz, den Discord „Teen-by-Default“ nennt. Erst ein erfolgreicher Altersnachweis schaltet den vollen Funktionsumfang frei. Die Maßnahme baut auf Tests in Australien und Großbritannien auf.

Was ändert sich für nicht verifizierte Nutzer?

Die Einschränkungen für nicht verifizierte Konten sind umfassend. Sie betreffen den Zugang zu Inhalten und die Kommunikation.

  • Eingeschränkter Content: Filter für sensible Inhalte lassen sich nicht mehr umgehen. Der Zugriff auf altersbeschränkte Server, Kanäle oder App-Befehle – etwa für Spiele ab 18 – wird blockiert.
  • Eingeschränkte Kommunikation: Direktnachrichten von Fremden landen in einem separaten Postfach. Bei Freundschaftsanfragen von Unbekannten erscheinen Warnhinweise.
  • Keine Stage-Teilnahme: Live-Diskussionen in „Stages“ sind nur noch für verifizierte Erwachsene zugänglich.

Wie funktioniert die Verifizierung?

Discord setzt auf ein gestaffeltes System. Zuerst kommt ein internes „Age Inference Model“ zum Einsatz. Es schätzt das Alter anhand von Kontoalter, Gerätedaten und anonymisierten Aktivitätsmustern – nicht anhand privater Nachrichten.

Reicht das nicht aus, muss der Nutzer aktiv werden. Zwei Wege stehen zur Wahl:

  1. Video-Selfie zur Gesichtsanalyse: Die Analyse soll ausschließlich auf dem eigenen Gerät erfolgen, die Daten werden nicht hochgeladen.
  2. Hochladen eines Ausweisdokuments bei einem Partnerunternehmen. Discord verspricht die Löschung nach erfolgreicher Prüfung.

Der Verifizierungsstatus bleibt für andere Nutzer unsichtbar.

Warum jetzt? Reaktionen sind gespalten

Der Schritt kommt nicht überraschend. Der Druck von Regulierern weltweit, Minderjährige online besser zu schützen, wächst. Discord will mit der Maßnahme wohl auch gesetzlichen Vorgaben zuvorkommen.

In der Community stößt die Ankündigung auf gemischte Gefühle. Der verbesserte Jugendschutz wird grundsätzlich begrüßt. Doch die Datenschutzbedenken sind laut.

Viele Nutzer fragen: Muss ich wirklich mein Gesicht oder meinen Ausweis preisgeben? Die Sorge vor Datenlecks wird durch einen Vorfall von 2025 geschürt, bei dem bei einem Drittanbieter Ausweisdokumente gestohlen wurden. In Foren wird bereits über eine Abwanderung zu anonymen Alternativen diskutiert.

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Ein Börsengang in Sicht?

Beobachter deuten den Schritt auch als strategische Weichenstellung. Eine robustere Sicherheitsarchitektur könnte das Vertrauen potenzieller Investoren stärken – wichtig für einen möglichen künftigen Börsengang.

Discord balanciert nun zwischen Anonymität und Sicherheit. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Plattform das Vertrauen in ihre Datenverarbeitung hält und den Verifizierungsprozess reibungslos gestaltet. Die Reaktion von über 200 Millionen Nutzern wird die kommenden Wochen zeigen.

@ boerse-global.de

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