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Digitaler Nachlass: So schützen Sie Ihr Smartphone vor Identitätsdiebstahl

05.02.2026 - 07:09:12

Ungesicherte Smartphones Verstorbener sind ein Einfallstor für Identitätsbetrug. Experten raten zu konkreten Vorsorgemaßnahmen wie Passwortlisten und digitalen Vollmachten.

Ein ungesichertes Smartphone wird nach dem Tod zur Gefahr für Hinterbliebene. Cyberkriminelle nutzen die Daten Verstorbener gezielt für Identitätsbetrug. Das Thema digitaler Nachlass gewinnt deshalb an Dringlichkeit.

Die unsichtbare Gefahr: Identitätsdiebstahl nach dem Tod

Kriminelle durchsuchen das Internet nach Informationen über Verstorbene. Ein offenes Smartphone ist für sie eine Goldgrube. Es enthält oft Passwörter, Bankdaten und persönliche Details. Damit eröffnen Betrüger Konten, bestellen Waren oder täuschen Angehörige in sozialen Netzwerken.

Experten warnen: Selbst scheinbar harmlose Daten wie ein Geburtsdatum reichen für erheblichen Schaden aus. Für die Familie beginnt dann ein mühsamer Kampf gegen finanzielle Verluste und für die Wiederherstellung des Rufs.

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So sichern Sie Ihr digitales Erbe

Verbraucherschützer und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) raten zu konkreten Schritten. Eine proaktive Vorsorge ist entscheidend.

  • Erstellen Sie eine Liste: Führen Sie alle Online-Konten mit Benutzernamen und Passwörtern in einer verschlüsselten Liste. Bewahren Sie diese sicher auf – etwa in einem Passwort-Manager mit Notfallzugang oder einem Schließfach.
  • Bestimmen Sie einen Verwalter: Legen Sie schriftlich eine Vertrauensperson als digitalen Nachlassverwalter fest. Diese über den Tod hinaus gültige Vollmacht schafft rechtliche Klarheit.
  • Halten Sie Ordnung: Löschen Sie nicht mehr genutzte Konte und aktualisieren Sie Ihre Liste regelmäßig.

Technik und Anbieter in der Pflicht

Neben der Organisation helfen technische Maßnahmen. Starke, einzigartige Passwörter und die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) erhöhen den Schutz erheblich. Halten Sie zudem Betriebssystem und Apps stets aktuell.

Auch die Tech-Konzerne reagieren langsam. Einige Plattformen bieten bereits die Möglichkeit, einen „Nachlasskontakt“ zu bestimmen. Dieser kann nach dem Tod eingeschränkten Zugriff erhalten, um Daten zu sichern oder ein Profil in den Gedenkstatus zu versetzen. Die rechtlichen Hürden bleiben jedoch hoch.

Eine gesellschaftliche Baustelle

Die Verwaltung des digitalen Erbes ist eine neue Herausforderung. Laut einer Bitkom-Umfrage hat sich nur ein Drittel der Internetnutzer in Deutschland darum gekümmert. Diese Vorsorgelücke ist riskant.

Rechtlich geht das digitale Erbe zwar auf die Hinterbliebenen über. Praktisch scheitert der Zugriff oft an fehlenden Passwörtern oder am Datenschutz der Anbieter. Der Gesetzgeber arbeitet an Lösungen. Neue EU-Regelungen wie der diskutierte „Digital Omnibus“ könnten auch den Umgang mit dem digitalen Nachlass vereinheitlichen.

Was kommt auf uns zu?

Die Bedeutung des Themas wird weiter wachsen. Für 2026 sind Änderungen im IT-Recht angekündigt, die den Schutz digitaler Identitäten betreffen könnten. Verbraucher müssen digitale Vorsorge als festen Teil ihrer Nachlassplanung begreifen. Aufklärungskampagnen werden dabei eine Schlüsselrolle spielen.

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