Digitaler, Engel

Digitaler Engel: Sicherheitstipps jetzt per WhatsApp und Signal

13.02.2026 - 04:36:11

Die Initiative "Digitaler Engel" bietet älteren Menschen nun digitale Sicherheitshinweise direkt über Messenger-Dienste an. Das Projekt ist Teil der nationalen Strategie "DigitalPakt Alter".

Die deutsche Initiative „Digitaler Engel“ versendet ab sofort digitale Sicherheitsberatung direkt auf die Smartphones älterer Menschen. Über neue Kanäle auf den Messenger-Diensten WhatsApp und Signal erhalten Senioren regelmäßig Warnungen vor Betrug und praktische Tipps. Der Schritt reagiert auf den wachsenden Bedarf an niedrigschwelliger Unterstützung für die immer aktiver werdende Generation 65+ im Netz.

Einfacher Zugang per QR-Code

Der neue Service setzt auf maximale Einfachheit. Interessierte können die Kanäle des „Digitalen Engels“ über einen Link oder das Scannen eines QR-Codes abonnieren. Danach erhalten sie regelmäßig kuratierte Nachrichten: aktuelle Warnungen vor Online-Betrugsmaschen, leicht verständliche Cybersicherheits-Tipps und Hinweise auf Veranstaltungen. Die Informationen sind speziell für die Darstellung auf dem Smartphone und für die Zielgruppe aufbereitet – ohne technisches Fachchinesisch. Das Prinzip: Die Hilfe kommt zum Nutzer, nicht umgekehrt.

„Viele Ältere suchen nicht aktiv nach Informationen, die Hürde ist zu hoch“, so die Logik hinter dem Projekt. Der Messenger-Dienst ergänzt die bestehenden Angebote wie Vor-Ort-Beratungen und Online-Workshops. Bisher erreichte die Initiative, die vom Verein „Deutschland sicher im Netz e.V.“ (DsiN) getragen wird, bereits rund 25.000 Senioren in über 800 Einsätzen.

Antwort auf den Schulungs-Notstand

Die Expansion ist eine direkte Reaktion auf aktuelle Studien. Eine repräsentative Untersuchung des Bundesministeriums für Senioren und des Digitalverbands Bitkom vom Januar 2026 zeigt: Zwar nutzt eine große Mehrheit der über 65-Jährigen das Internet und wünscht sich eine schnellere Digitalisierung. Gleichzeitig schätzen viele ihre eigenen digitalen Kompetenzen nur als mittelmäßig ein und haben ein starkes Bedürfnis nach zugänglicher Unterstützung.

Genau hier setzt der „Digitale Engel“ an. Die Messenger-Tipps sollen eine kontinuierliche Lernquelle sein und so die digitale Widerstandsfähigkeit älterer Nutzer stärken. Die Initiative erhielt Ende 2025 den European Digital Skills Award in der Kategorie „Cybersecurity Skills“ – eine Auszeichnung für die Qualität ihrer Arbeit.

Eingebettet in den „DigitalPakt Alter“

Das Projekt ist ein zentraler Baustein der nationalen Strategie „DigitalPakt Alter“. Dieser Pakt, eine Kooperation des Seniorenministeriums und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), zielt auf den Aufbau dauerhafter, lokaler Anlaufstellen für digitale Fragen.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase startet der Pakt 2026 in eine neue, breiter angelegte Förderphase. Der Schwerpunkt liegt nun auf dem Aufbau nachhaltiger Strukturen, besonders in ländlichen Regionen. Dazu gehört die systematische Schulung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, um ein flächendeckendes Netz an Expertise zu schaffen.

Warum ausgerechnet WhatsApp und Signal?

Die Wahl der Messenger-Plattformen ist eine pragmatische Entscheidung. Millionen Senioren nutzen diese Dienste bereits täglich, um mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben. Über diese vertrauten Kanäle erreicht die Beratung die Zielgruppe direkt, ohne dass sie eine neue App erlernen muss. Es ist ein Modell des „Mikro-Lernens“, das digitale Sicherheit vom einmaligen Kurs zu einem fortlaufenden Dialog macht.

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Die Zukunft der Senioren-Digitalisierung in Deutschland ist von dieser Anpassungsfähigkeit abhängig. Mit der geplanten Einrichtung weiterer „Erfahrungsorte“ und standardisierter Schulungen will der „DigitalPakt Alter“ die Grundlage für eine inklusive digitale Gesellschaft legen. Denn ob Bankgeschäfte, Gesundheitsversorgung oder Behördengänge – die Teilhabe aller Generationen ist längst eine soziale und wirtschaftliche Notwendigkeit.

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