Digitaler, Engel

Digitaler Engel erreicht Senioren jetzt per WhatsApp und Signal

10.02.2026 - 15:33:12

Die Bundesregierung erweitert ihre Digital-Offensive mit einem Messenger-Dienst, der älteren Menschen Sicherheitstipps direkt aufs Smartphone liefert. Das Projekt ist Teil des umfassenden DigitalPakts Alter.

Die Bundesregierung intensiviert ihre Digital-Offensive für ältere Menschen. Ab sofort bietet das Projekt „Digitaler Engel“ Sicherheitstipps direkt über Messenger-Dienste an – ein zentraler Baustein der Strategie für mehr digitale Teilhabe.

Berlin. Im Kampf gegen die digitale Spaltung der Gesellschaft setzt die Bundesregierung auf direktere Wege. Ihr Flaggschiff-Projekt „Digitaler Engel“ startet einen Messenger-Service. Über WhatsApp und Signal erhalten Seniorinnen und Senioren nun regelmäßig leicht verständliche Tipps für den sicheren Umgang mit Smartphone und Internet.

Messenger als Türöffner zur digitalen Welt

Die Idee ist einfach, aber wirkungsvoll: Die Hilfestellungen kommen dorthin, wo die Kommunikation längst stattfindet. „Viele ältere Menschen nutzen WhatsApp bereits für den Kontakt mit ihrer Familie“, erklärt eine Sprecherin des Trägervereins „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN). „Genau dort bieten wir jetzt verlässliche Informationen an.“

Der Service ist niedrigschwellig gestaltet. Ein Klick auf einen Link oder das Scannen eines QR-Codes genügt zum Abonnieren. Die Nachrichten enthalten praktische Ratschläge, warnen vor aktuellen Betrugsmethoden und laden zu Online-Schulungen ein. Das Ziel: eine konstante, vertrauenswürdige Begleitung im digitalen Alltag zu schaffen.

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Viele Android-Nutzer, darunter viele Seniorinnen und Senioren, übersehen einfache Schutzmaßnahmen — und werden dadurch anfälliger für Betrugs‑Links in Messenger‑Diensten wie WhatsApp. Ein kostenloses Sicherheitspaket erklärt Schritt für Schritt, welche Einstellungen Sie sofort prüfen sollten (App‑Berechtigungen, automatische Backups, Update‑Routine, Sperren unbekannter Quellen) und wie Sie Nachrichten auf Echtheit prüfen. Inklusive verständlicher Checkliste und praxisnaher Anleitungen für das sichere Abonnieren per QR‑Code. Jetzt kostenloses Android-Schutzpaket sichern

DigitalPakt Alter: Der strategische Rahmen dahinter

Die Messenger-Offensive ist kein Einzelprojekt. Sie fügt sich in den umfassenden „DigitalPakt Alter“ ein. Diese Initiative von Bundesfamilienministerium und Seniorenverbänden bündelt seit 2021 Kräfte aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf dem ländlichen Raum. Noch bis zum 28. Februar 2026 können Vereine in Gemeinden mit unter 5.000 Einwohnern Fördermittel beantragen. Gefördert werden Hardware, Schulungsräume und Referentenhonorare. So sollen dauerhafte Anlaufstellen vor Ort entstehen.

Warum digitale Teilhabe immer wichtiger wird

Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche. Vom Online-Banking über die Arzttermin-Buchung bis zur Kommunikation mit Behörden – wer nicht teilhaben kann, gerät schnell ins Abseits. „Digitale Kompetenz ist heute eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe“, betonen Experten.

Initiativen wie der DigitalPakt Alter bekämpfen daher nicht nur Wissenslücken. Sie sind ein Beitrag gegen soziale Isolation und für mehr Selbstständigkeit im Alter. Das Lern-Ökosystem reicht von ehrenamtlichen Smartphone-Kursen bis zu bundesweiten Kampagnen.

Ausblick: 300 Lernorte und digitale Lotsen

Die Pläne der Bundesregierung sind ambitioniert. Bis 2025 sollen im Rahmen des Paktes 300 niedrigschwellige Lernorte für Ältere entstehen. An diesen Stützpunkten werden geschulte Seniorinnen und Senioren als digitale Lotsen aktiv.

Der neue Messenger-Service ist ein moderner Baustein dieser Strategie. Er zeigt: Die Politik will die digitale Souveränität älterer Menschen nicht dem Zufall überlassen. Stattdessen setzt sie auf lebensnahe Angebote, die direkt auf den Bildschirmen der Zielgruppe ankommen.

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