Digitale, Prozess-Zwillinge

Digitale Prozess-Zwillinge sparen Ressourcen in der Industrie

22.01.2026 - 23:15:12

Unternehmen nutzen digitale Abbilder und Prozessanalysen, um Material- und Energieverbrauch zu senken. Neue EU-Berichtspflichten wie die CSRD treiben die Digitalisierung zusätzlich voran.

Unternehmen setzen zunehmend auf digitale Abbilder ihrer Prozesse, um Energie und Material zu sparen. Hinter dem Trend stecken hohe Kosten, neue EU-Regeln und leistungsfähige Technologien wie digitale Zwillinge und Process Mining. Sie machen Verschwendung in Echtzeit sichtbar – und eliminierbar.

So funktionieren die digitalen Werkzeuge

Zwei Technologien stehen im Mittelpunkt der transparenten Fabrik. Digitale Zwillinge sind virtuelle Modelle echter Anlagen oder ganzer Produktionslinien. In dieser Simulation können Unternehmen den Energieverbrauch optimieren, CO2-Emissionen senken und Szenarien testen, ohne die reale Produktion zu stören.

Die zweite Schlüsseltechnologie ist Process Mining. Sie wertet die digitalen Spuren aus, die jede Transaktion in ERP- oder CRM-Systemen hinterlässt. So visualisiert sie Abläufe, wie sie tatsächlich stattfinden. Engpässe, unnötige Schleifen und Abweichungen vom Idealprozess werden sofort sichtbar.

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Bis zu 8 Prozent weniger Ressourcenverbrauch

Die Investition in Prozesstransparenz rechnet sich schnell. Analysen zeigen: Im produzierenden Gewerbe ließe sich der Ressourceneinsatz durch optimale Technologienutzung im Schnitt um bis zu 8 Prozent senken. Das gelingt durch:
* Minimierung von Ausschuss
* Optimierung der Lagerhaltung
* Effizienteren Materialeinsatz

Fallbeispiele belegen: Eine durch digitale Daten gesteuerte Just-in-Time-Produktion macht den Umgang mit Rohstoffen deutlich effizienter. Doch es geht um mehr als nur Kosten. Eine ressourcenschonende Produktion wird zum Verkaufsargument, stärkt die Kundenbindung und verbessert die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette.

EU-Regulierung CSRD treibt die Digitalisierung

Ein starker Treiber für den digitalen Durchblick ist die Politik. Die neue EU-Berichtspflicht CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) verlangt von immer mehr Unternehmen detaillierte Nachhaltigkeitsberichte. Sie müssen ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft offenlegen – und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ohne eine verlässliche digitale Datengrundlage sind diese Berichte kaum zu erstellen. Große Unternehmen müssen bereits für das Berichtsjahr 2025 entsprechende Daten vorlegen. Die Technologie wird damit nicht nur zum Effizienz-, sondern auch zum Compliance-Thema.

KI wird Prozesse künftig autonom optimieren

Die Entwicklung ist noch lange nicht am Ende. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden eine größere Rolle spielen. Zukünftige Systeme sollen nicht nur Probleme aufdecken, sondern proaktiv Optimierungsvorschläge machen und Prozesse sogar autonom anpassen.

Ein weiterer Trend: Digitale Zwillinge wachsen über die einzelne Fabrik hinaus. Die Vision sind vernetzte Modelle kompletter Lieferketten – vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden. Wer diese intelligente Vernetzung meistert, erreicht die nächste Stufe der Ressourceneffizienz.

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