DiGA: Apps auf Rezept etablieren sich gegen Depressionen
04.03.2026 - 21:43:26 | boerse-global.deMehr als 20 digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) helfen inzwischen gegen Depressionen. Die „Apps auf Rezept“ sind ein fester Bestandteil der Versorgung geworden und überbrücken für viele Patienten lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz. Das zeigt ein aktueller Bericht der Pharmazeutischen Zeitung.
Die Programme basieren meist auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. Ärzte und Psychotherapeuten können sie verordnen, die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen. Experten sehen in den digitalen Helfern vor allem für Menschen mit leichten bis mittelschweren Symptomen eine wirksame Unterstützung.
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So funktionieren die Online-Therapien
Seit 2020 regelt das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) die Zulassung. Jede App muss ein strenges Prüfverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durchlaufen. Dort muss sie ihre Wirksamkeit und Sicherheit nachweisen.
Die Kurse von Anbietern wie Selfapy oder HelloBetter sind in interaktive Module unterteilt. Patienten bearbeiten sie selbstständig am Smartphone oder Computer. Die Inhalte vermitteln Wissen über die Erkrankung und praktische Übungen. Das Ziel: Betroffene stärken ihr Selbstmanagement und erhalten flexible, ortsunabhängige Hilfe.
Studien belegen die Wirksamkeit
Die Verbreitung der DiGA fußt auf wissenschaftlichen Belegen. Eine Analyse mit über 27.500 Betroffenen ergab: Internetbasierte Verhaltenstherapie kann Depressionen ähnlich gut lindern wie eine klassische Behandlung mit direktem Patientenkontakt – und ist dabei oft kostengünstiger.
Laut Experten wie Dr. Lasse Sander von der Universität Freiburg können die Apps eine klassische Psychotherapie gut ergänzen oder bei leichten bis mittelgradigen Verläufen sogar ersetzen. Voraussetzung ist, dass die Nutzer mit digitalen Formaten zurechtkommen. Bei schweren Depressionen bleiben sie eine Ergänzung.
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Schnelle Hilfe, aber klare Grenzen
Der größte Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit. Bei durchschnittlichen Wartezeiten von fünf Monaten auf einen Therapieplatz bieten DiGA sofortige, niedrigschwellige Unterstützung. Sie erhöhen die Autonomie der Patienten und passen sich flexibel in den Alltag ein.
Doch die digitale Therapie hat Grenzen. Bei schweren, komplexen Krankheitsbildern oder erhöhter Selbstgefährdung kann sie eine persönliche Psychotherapie nicht ersetzen. Fachleute empfehlen daher, die Nutzung immer ärztlich oder therapeutisch zu begleiten. Technische Hürden wie schlechtes Internet können den Prozess stören.
Die Zukunft ist hybrid
Ein nächster Schritt ist die bundesweite, verpflichtende Einführung der elektronischen Verordnung (eVerordnung) für DiGA. Sie soll den Zugang weiter vereinfachen.
Zukunftsmodelle setzen auf „Blended Therapy“. Dieser hybride Ansatz verknüpft die Flexibilität digitaler Module mit dem wertvollen, persönlichen Austausch in der Therapiesitzung. So könnte die Behandlung noch besser auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten werden. Die digitale Therapie ist im Kampf gegen Depressionen angekommen – als nachhaltige Ergänzung.
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