Diehl Defence eröffnet neues Flugkörperzentrum im Saarland
26.01.2026 - 21:45:12Diehl Defence hat ein hochmodernes Flugkörperintegrationszentrum in Nonnweiler in Betrieb genommen. Die feierliche Eröffnung fand am 23. Januar mit hochrangigen Gästen wie Ministerpräsidentin Anke Rehlinger statt. Das Zentrum ist ein Kernstück der Wachstumsoffensive des Rüstungsunternehmens.
Einzigartige Architektur für Hightech-Produktion
Auf rund 3.400 Quadratmetern entsteht zusätzliche Fläche für die Integration von Lenkflugkörpern. Das Gebäude besitzt eine europaweit einzigartige, nach hinten ansteigende Bauform. Diese Architektur ist speziell auf die strengen Sicherheitsanforderungen der Sprengstoffverarbeitung zugeschnitten.
“Mit dieser Investition setzen wir ein starkes Zeichen für den Standort Saarland”, betonte Ministerpräsidentin Rehlinger während der Eröffnung. Das Projekt stärke die regionale Wirtschaft und schaffe neue Perspektiven im Strukturwandel.
Direkte Antwort auf gestiegene Nachfrage
Der Ausbau ist eine Reaktion auf die seit 2022 massiv gestiegene Nachfrage nach Luftverteidigungssystemen. Besonders die Nachfrage nach Komponenten für das Flugabwehrsystem IRIS-T SLM treibt das Wachstum. Dieses System hat sich zu einem Schlüsselelement der modernen europäischen Luftverteidigung entwickelt.
Bei der Verarbeitung und Integration von Lenkflugkörpern gelten besonders strenge Regeln für den Umgang mit Gefahrstoffen – unzureichende Unterweisungen können zu Arbeitsunfällen und empfindlichen Bußgeldern führen. Der kostenlose Praxis-Leitfaden zur Gefahrstoff-Unterweisung liefert sofort einsetzbare PowerPoint-Folien, einen Unterweisungsnachweis und konkrete Checklisten, mit denen Sie Ihre Schulungen rechtssicher dokumentieren und den Aufwand für Vorbereitung und Nachweis deutlich reduzieren. Ideal für Betriebsleiter und Sicherheitsbeauftragte in Produktionsbetrieben mit Explosivstoffen. Gefahrstoff-Unterweisung kostenlos herunterladen
Das Unternehmen reagiert mit einer unternehmensweiten Investitionsoffensive in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro. Das neue Zentrum in Nonnweiler ist dabei nur der erste Schritt.
Mehr als 20 weitere Bauprojekte geplant
Die Eröffnung markiert den Auftakt einer umfassenden Standorterweiterung. Die Bauarbeiten für drei weitere Neubauten haben bereits begonnen. Insgesamt sind am Standort Nonnweiler mehr als 20 weitere Vorhaben geplant.
Dazu zählen:
* Zusätzliche Fertigungsgebäude für andere Produktfamilien
* Ein neues Logistikzentrum am Teilstandort Mariahütte
Diese Expansion sichert nicht nur Arbeitsplätze – die Mitarbeiterzahl soll von knapp 700 auf über 800 steigen. Sie stärkt auch die industrielle Basis des Saarlandes und trägt zur europäischen Sicherheitsarchitektur bei.


