Aktien Wien Schluss: ATX legt zu
16.03.2026 - 18:13:44 | dpa.deIm Fokus lag weiterhin der Iran-Krieg und die damit verbundene Ölpreisentwicklung. Zum Wochenauftakt legte der österreichische Leitindex ATX AT0000999982 um 0,67 Prozent auf 5.298,49 Punkten zu. Auch die wichtigsten europäischen Börsen zeigten sich erholt.
Israel stellt sich auf eine Fortsetzung des Krieges gegen den Iran für mindestens drei weitere Wochen ein. Während die israelische Armee in der Nacht auf Montag Ziele im Iran bombardierte, legten iranische Drohnenangriffe den Flughafen von Dubai vorübergehend lahm und trafen eine wichtige Ölanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Konflikt, in den auch die USA involviert sind, geht nun in die dritte Woche.
In Brüssel kamen am Vormittag die EU-Außenminister zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs in Brüssel zusammen. In ihren Gesprächen soll auch über ein mögliches Uno-Abkommen zur Öffnung der Straße von Hormus beraten werden. "Es liegt in unserem Interesse, die Straße von Hormus offen zu halten. Deshalb diskutieren wir auch, was wir in dieser Hinsicht von europäischer Seite aus tun können", sagte Außenbeauftragte Kaja Kallas vor dem Treffen.
In den USA ist die Industrieproduktion etwas stärker als erwartet gestiegen. Im Februar habe sie um 0,2 Prozent zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Im Januar war die Produktion noch um 0,7 Prozent gestiegen. Die Kapazitätsauslastung der Industrieunternehmen verharrte im Februar bei 76,3 Prozent. Volkswirte hatten mit 76,2 Prozent gerechnet.
Unternehmensseitig gab es am Wiener Aktienmarkt wenig Neues. Experten von Barclays haben das Kursziel pro Aktie für die Post AT0000APOST4, die am vergangenen Donnerstag die Zahlen für 2025 vorgelegt hat, von 25,60 Euro auf 26,10 Euro erhöht. Das Kaufvotum "Underweight" blieb unverändert. Die Aktie der Post fiel um 0,3 Prozent auf 33,45 Euro.
Der Stahlkonzern Voestalpine AT0000937503 gab zwei Aufträge im Gesamtwert von 500 Millionen Euro bekannt. Der Geschäftsbereich Voestalpine Railway Systems bedient die Deutsche Bahn und die Schweizerische Bundesbahnen. In Deutschland stellt der Konzern unter anderem Schienen und Weichenkomponenten bereit, in der Schweiz geht es um die Digitalisierung des Streckennetzes. Dennoch gaben die Werte von Voestalpine um 0,51 Prozent nach.
Verluste von mehr als einem Prozent gab es unter anderen für die Aktien von Uniqa AT0000821103, Vienna Insurance Group (VIG AT0000908504), EVN AT0000741053 und Wienerberger AT0000831706.
Gestützt wurde der ATX von AT&S AT0000969985 mit einem Plus von 4,56 Prozent. Gesucht waren auch die schwergewichteten Bankenwerte. Bawag AT0000BAWAG2 legte um 2,19 Prozent zu, RBI AT0000606306 um 1,03 Prozent. Verbund AT0000746409 gewann 2,69 Prozent.
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