Aktien Wien Schluss: ATX verliert leicht
07.01.2026 - 18:02:23Der ATX AT0000999982 verlor dünne 0,10 Prozent auf 5.410,14 Punkte, nachdem der österreichische Leitindex zuvor eine Rekordgewinnserie von zwölf Plustagen in Folge absolviert hatte. Damit hatte der ATX am Dienstag die bisher längste Gewinnserie aus dem Frühjahr 1991 eingestellt, dem Anfangsjahr der Indexberechnung.
An den europäischen Leitbörsen gab es am Berichtstag keinen einheitlichen Richtungstrend zu sehen. In Frankfurt konnte der Dax DE0008469008 erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 25.000 Punkten klettern.
Am Wiener Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr dünne Meldungslage vor. Auf dem ATX lasteten am Berichtstag vor allem die Kursverluste der schwergewichteten Banken. Bawag AT0000BAWAG2 verbilligten sich um 1,1 Prozent. Erste Group AT0000652011 sanken um 0,7 Prozent und die Aktionäre der Raiffeisen Bank International AT0000606306 mussten ein Minus von 2,4 Prozent verbuchen.
Die OMV AT0000743059-Titel fielen unter den weiteren Schwergewichten um 2,2 Prozent. Europaweit standen die Ölwerte wegen erneut rückläufiger Rohölnotierungen unter Druck. Experten begründeten den Preisrückgang mit der Erwartung eines möglicherweise bald steigenden Angebots aus dem ölreichen südamerikanischen Land Venezuela.
Eine Meldung konnte die OMV-Aktie in Wien nicht stützen. Die Republik Österreich hat der OMV für die geplante Wasserstoff-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha eine Förderung von bis zu 123 Millionen Euro zugesagt. Die Anlage soll bis Ende 2027 in Betrieb gehen, 140 Megawatt Elektrolyseleistung erreichen und jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff für industrielle Anwendungen erzeugen. OMV-Chef Alfred Stern sieht darin ein "starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung" in Österreich.
Voestalpine AT0000937503 gewannen in einem starken Sektor 3,1 Prozent. Die Verbund-Anteilsscheine AT0000746409 steigerten sich um deutliche drei Prozent. Im Versicherungsbereich schwächten sich Vienna Insurance Group (VIG) AT0000908504 um 1,6 Prozent ab.
Klar nach oben ging es für Immobilienwerte. CA Immo AT0000641352 bauten ein Plus von 4,9 Prozent. CPI Europe AT0000A21KS2 steigerten sich um 2,7 Prozent.
Im Blickfeld standen auf fundamentaler Ebene publizierte Preisdaten aus dem Euroraum. Die Inflation in der Eurozone ist Ende 2025 wie erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Dezember um durchschnittlich 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, nachdem die Teuerung im November bei 2,1 Prozent gelegen war.
Die Inflation in Österreich schwächt sich ab, bleibt aber weiter deutlich höher als im Rest der Eurozone. Im Dezember betrug die Teuerungsrate 3,8 Prozent, teilte die Statistik Austria mit. Sie liegt damit erstmals seit Juli 2025 wieder unter vier Prozent.
Die in den USA veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen verfehlten die Prognosen. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist Ende des vergangenen Jahres etwas unter den Prognosen gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte ihre Anzahl um 41.000 zu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen etwas stärkeren Anstieg um 50.000 Stellen erwartet.

