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New York: Schwächerer Auftakt nach Trumps Zollankündigung

23.02.2026 - 16:33:33 | dpa.de

Die US-Aktienmärkte haben am Montag vor dem Hintergrund neuer Zollunsicherheit nachgegeben.

Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA dem Präsidenten Donald Trump am Freitag die rechtliche Grundlage für viele bisher verhängte Zölle entzogen hatte, kündigte dieser prompt neue Zölle für alle Länder an. Der Auftragseingang der US-Industrie ist im Dezember wie erwartet zum Vormonat um 0,7 Prozent gesunken.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 fiel unter die Marke von 49.000 Punkten auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar. Zuletzt notierte der US-Leitindex 1,3 Prozent im Minus bei 49.961 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,7 Prozent auf 6.864 Zähler. Für den von Technologiewerten dominierten Nasdaq 100 US6311011026 ging es ebenfalls um 0,7 Prozent abwärts auf 24.837 Punkte.

Trump hatte am Freitag zunächst einen weltweiten Zollsatz auf Importe in die USA von 10 Prozent angekündigt und diesen am Samstag auf 15 Prozent erhöht. Die Rückkehr des Zollthemas ergänze die schon länger spürbaren Sorgen um den Einfluss Künstlicher Intelligenz und die Spannungen im Nahen Osten mit einem neuen Unsicherheitsfaktor, hieß es aus dem Handel.

Unter den Einzelwerten fielen die Titel von Eli Lilly US5324571083 mit einem Anstieg von 3,9 Prozent positiv auf. Sie profitieren damit von einem erneuten Rückschlag des dänischen Wettbewerbers Novo Nordisk DK0062498333 mit einem Abnehmmittel, was die Sorgen vor dessen wieder erstarkter Konkurrenz milderte. Analyst Chris Schott von JPMorgan erwartet länger anhaltende Marktanteilsgewinne von Eli Lilly - zu Lasten von Novo Nordisk.

Die Aktien der Papierhersteller Smurfit Westrock IE00028FXN24 und International Paper US4601461035 verbuchten Kursabschläge von 6,6 beziehungsweise 8,0 Prozent. JPMorgan-Experte Detlef Winckelmann verwies auf einen überraschenden Rückgang der Inlandspreise bei Wellpappen-Rohpapier.

Die Papiere von Arcellx US03940C1009 sprangen um 78 Prozent auf knapp 114 Dollar hoch. Der Biotech-Konzern Gilead US3755581036 will den Krebsspezialisten für 115 Dollar je Aktie plus eine mögliche Nachzahlung in Höhe von fünf Dollar kaufen. Dabei wird Arcellx mit einem Eigenkapitalwert von bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Anteilscheine von Gilead sanken um 0,3 Prozent.

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