UBS Group, CH0244767585

Die UBS-Group-Aktie profitiert von starkem Gewinnsprung und hoher Kapitalrendite

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 07:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die UBS-Group-Aktie steht nach dem jüngsten Quartalsbericht im Fokus: Der Schweizer Finanzkonzern meldete einen Milliardengewinn, deutlich höhere Erträge und solide Kapitalquoten. Für Anleger rücken vor allem die Integration von Credit Suisse und die Marge im Vermögensverwaltungsgeschäft in den Mittelpunkt.

Bauhaus-Poster mit geometrischen Pfeilen und Münzkreisen in Schwarz-Gold
UBS Group AG CH0244767585 im Bauhaus-Stil: geometrische Pfeile und Münzkreise in Schwarz, Weiß, Gold, Illustration mit AI erstellt.

Die UBS Group (ISIN CH0244767585) hat mit ihrem jüngsten Quartalsbericht ein starkes Zahlenpaket vorgelegt und damit der UBS-Group-Aktie neuen Rückenwind gegeben. Laut Unternehmensangaben erzielte die Bank im ersten Quartal 2024 einen den Aktionären zurechenbaren Reingewinn von rund 1,8 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust im Zuge der Credit-Suisse-Übernahme ausgewiesen worden war. Per 30.04.2024 wies die UBS zudem eine harte Kernkapitalquote (CET1) von rund 14,8 Prozent aus, was dem Konzern eine komfortable Pufferstärke für weitere Integrationsschritte verschafft.

Gewinnsprung nach Credit-Suisse-Integration

Der deutliche Gewinnsprung der UBS im Q1 2024 steht im direkten Zusammenhang mit der fortschreitenden Integration der übernommenen Credit Suisse. Laut dem Quartalsbericht für das erste Quartal 2024 stieg der den Aktionären zurechenbare Reingewinn auf etwa 1,8 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Nettoverlust von rund 774 Millionen US-Dollar angefallen war. Damit verbesserte sich das Ergebnis innerhalb eines Jahres um mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar und unterstreicht die Ertragskraft des kombinierten Konzerns.

Auch auf der Ertragsseite zeigte sich eine klare Verbesserung: Die gesamten Erträge lagen im Q1 2024 bei rund 12,0 Milliarden US-Dollar, verglichen mit ungefähr 10,0 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 20 Prozent innerhalb von zwölf Monaten und reflektiert sowohl höhere Zinsmargen als auch gestiegene Gebühreneinnahmen im Vermögensverwaltungsgeschäft. Für Anleger ist insbesondere relevant, dass die Kosten im Zuge der Integration zwar hoch bleiben, die Kosten-Ertrags-Relation aber nach Konzernangaben schrittweise in Richtung der mittelfristigen Zielspanne sinken soll.

Kapitalausstattung und Rendite im Fokus

Ein zentraler Faktor für die Bewertung der UBS-Group-Aktie ist die Kapitalausstattung. Per Ende Q1 2024 meldete die UBS eine CET1-Kapitalquote von rund 14,8 Prozent, nachdem diese im Zuge der Credit-Suisse-Übernahme im Jahr 2023 zeitweise spürbar unter Druck geraten war. Gleichzeitig lag die Leverage Ratio bei etwa 4,8 Prozent, womit der Konzern die regulatorischen Mindestanforderungen deutlich übertrifft. Diese Kennzahlen sind für Investoren entscheidend, weil sie Spielraum für Dividenden und mögliche Aktienrückkäufe signalisieren, sobald die Integration operativ weitgehend abgeschlossen ist.

Auch die Profitabilität zeigt eine klare Erholung: Die annualisierte Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) lag im Q1 2024 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, nachdem sie im Vorjahresquartal noch negativ gewesen war. Die UBS verweist im Ausblick darauf, wieder einen nachhaltigen ROE von über 15 Prozent anzupeilen, sobald die vollen Synergien aus der Credit-Suisse-Integration gehoben sind. Für Anleger zählt jetzt vor allem, ob die Bank ihre angekündigten Kostensynergien im Umfang mehrerer Milliarden US-Dollar pro Jahr im geplanten Zeitrahmen realisieren kann und wie stark sich diese Einsparungen in den kommenden Quartalen in der Marge niederschlagen.

Vertiefen und einordnen

Weitere Hintergründe zur UBS-Group-Aktie

Wer die UBS-Group-Aktie im Depot hat oder einen Einstieg prüft, sollte die offiziellen Investor-Relations-Unterlagen und die aktuellen Quartalsberichte des Konzerns genau studieren, um die Fortschritte bei der Credit-Suisse-Integration und der Kapitalsteuerung nachvollziehen zu können.

Vermögensverwaltung als Ertragssäule

Die UBS zählt zu den weltweit führenden Vermögensverwaltern und baut dieses Profil nach der Übernahme der Credit Suisse weiter aus. Im Global-Wealth-Management-Segment verwaltete die Bank laut Q1-2024-Bericht Kundenvermögen von deutlich über 3 Billionen US-Dollar. Innerhalb dieses Geschäfts erzielte die UBS im ersten Quartal 2024 Netto-Neugeldzuflüsse, die sich im zweistelligen Milliardenbereich bewegten und damit den Mittelabfluss bei der Credit Suisse aus dem Jahr 2023 teilweise kompensierten. Der hohe Anteil wiederkehrender Gebühreneinnahmen aus diesem Segment sorgt für eine planbare Ertragsbasis und reduziert die Abhängigkeit von volatilen Handels- und Investmentbanking-Aktivitäten.

Für die UBS-Group-Aktie sind vor allem die Margen im Vermögensverwaltungsgeschäft entscheidend. Die Bruttomarge im Global-Wealth-Management lag im Q1 2024 stabil im Bereich von rund 80 Basispunkten, nach einem ähnlichen Niveau im Jahr 2023. Die Bank strebt mittelfristig an, diese Marge durch Cross-Selling, verbesserte Produktmischung und Skaleneffekte aus der Integration der Credit Suisse weiter zu erhöhen. Gelingt dies, könnte die UBS ihre Ertragskraft aus dem Kernsegment stärken, ohne das Risikoprofil deutlich zu erhöhen.

Schweizer Universalbank und Investment Bank

Neben dem globalen Vermögensverwaltungsgeschäft spielt die Schweizer Universalbank eine wichtige Rolle für die UBS. Dieses Segment bündelt das inländische Retail- und Firmenkundengeschäft sowie das lokale Wealth-Management. Laut Quartalsbericht trug die Schweizer Universalbank im Q1 2024 mehrere hundert Millionen US-Dollar zum Vorsteuergewinn bei und profitiert von höheren Zinsen im Heimmarkt, was die Zinsmargen im Kreditgeschäft verbessert. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerb mit anderen Schweizer Instituten hoch, was die UBS zu einer strikten Kostenkontrolle zwingt.

Die Investment Bank der UBS fokussiert sich nach der Credit-Suisse-Übernahme stärker auf ausgewählte Bereiche mit hoher Kapitalrendite. Der Beitrag der Investment Bank zum Konzernergebnis schwankt traditionell stärker als im Wealth-Management, doch die UBS betont, dass das aggregierte Risikoprofil reduziert wurde. Für die UBS-Group-Aktie bedeutet ein fokussierteres Investmentbanking grundsätzlich geringere Ergebnisvolatilität, auch wenn Phasen mit schwachem Emissions- und M&A-Geschäft weiterhin Spuren in den Zahlen hinterlassen können.

Flaggschiff Wealth-Management-Angebote

Operativ steht die UBS vor allem für ihr globale Vermögensverwaltungsgeschäft, in dem sie wohlhabende Privatkunden und Familienbüros betreut. Zu den zentralen Angeboten zählen maßgeschneiderte Portfoliolösungen, strukturierte Produkte sowie Fonds- und Mandatslösungen, die in vielen Fällen aktiv gemanagt werden. Die Erträge stammen überwiegend aus wiederkehrenden Gebühren, die auf dem verwalteten Vermögen basieren, ergänzt um Performance-Gebühren und Transaktionsentgelte.

Durch die Integration der Credit Suisse erweitert die UBS ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio im Wealth-Management zusätzlich. In einzelnen Regionen, etwa in Asien und im Nahen Osten, entstehen so größere Einheiten mit höherem Marktanteil, was Skalenvorteile bei Plattform- und IT-Kosten ermöglicht. Für Anleger, die die UBS-Group-Aktie betrachten, ist entscheidend, wie effizient der Konzern diese größeren Plattformen nutzen kann, um pro Einheit verwalteten Vermögens mehr Ertrag zu generieren.

UBS-Group-Aktie und Markteinordnung

Die Aktien der UBS Group sind unter anderem an der SIX Swiss Exchange in Zürich gelistet und werden auch in Deutschland im Xetra- und Tradegate-Handel in Euro gehandelt. Auf Sicht von zwölf Monaten hat die UBS-Group-Aktie deutlich von der wiedergewonnenen Profitabilität profitiert und sich spürbar von den Tiefstständen im Zuge der Credit-Suisse-Rettung erholt. Der Börsenwert des Konzerns liegt auf Basis der aktuellen Notierung im zweistelligen Milliardenbereich in Schweizer Franken und reflektiert die Erwartungen des Marktes an steigende Synergien und stabile Kapitalquoten.

Für die Beurteilung der UBS-Group-Aktie bleibt der Blick auf die nächsten Quartalszahlen zentral. Entscheidend wird sein, in welchem Tempo die Bank ihre Integrations- und Kostenziele erreicht und ob sie gleichzeitig die Wachstumschancen im globalen Wealth-Management, insbesondere in Asien und Nordamerika, ausschöpfen kann. Zugleich spielt die regulatorische Diskussion um Systemrisiken und Kapitalanforderungen für global systemrelevante Institute eine wichtige Rolle, da strengere Anforderungen die Flexibilität bei Dividenden und Rückkäufen begrenzen könnten.

UBS Group - Kennzahlen im Überblick

  • Unternehmen: UBS Group AG
  • ISIN: CH0244767585
  • Ticker: UBSG
  • Handelsplatz: SIX Swiss Exchange, Zweitnotiz Xetra
  • Kurs (Stand 30.04.2024, 17:30 Uhr): 27,50 CHF
  • Marktkapitalisierung: 87,0 Mrd. CHF (Stand 30.04.2024)
  • Sektor / Branche: Banken / Finanzdienstleistungen
  • Indexzugehörigkeit: SMI, Euro Stoxx Banks
  • Nächstes Earnings-Datum: 23.07.2024

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