Die ThyssenKrupp-Aktie profitiert von besserer Profitabilität und stabiler Nachfrage
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 05:29 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001) hat im Geschäftsjahr 2023/2024 wichtige Fortschritte bei Umsatz, Ergebnis und Cashflow erzielt, was sich auch im Kurs der ThyssenKrupp-Aktie widerspiegelt.
Ergebnisse des Geschäftsjahres 2023/2024
Laut dem veröffentlichten Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte ThyssenKrupp einen Konzernumsatz von 37,0 Milliarden Euro, nach 36,4 Milliarden Euro im Vorjahr.
Das bereinigte EBIT lag im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 1,3 Milliarden Euro und damit deutlich über dem Wert von 1,0 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2022/2023.
Der freie Cashflow vor M&A erreichte im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Wert von 0,6 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr 0,3 Milliarden Euro ausgewiesen worden waren.
Profitabilität und Margenentwicklung
Die Verbesserung des bereinigten EBIT im Geschäftsjahr 2023/2024 zeigt eine spürbare Steigerung der operativen Profitabilität gegenüber dem Vorjahr.
Auch die EBIT-Marge konnte im Geschäftsjahr 2023/2024 leicht erhöht werden und lag bei rund 3,5 Prozent, verglichen mit etwa 2,7 Prozent im Geschäftsjahr 2022/2023.
Insbesondere Kostensenkungsprogramme und Effizienzmaßnahmen trugen laut Geschäftsbericht zu dieser Margenverbesserung bei.
Segmententwicklung im Berichtsjahr
Im Segment Materials Services erzielte ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von rund 13,5 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr etwa 13,0 Milliarden Euro erreicht worden waren.
Das Segment Automotive Technology steuerte im selben Zeitraum rund 5,8 Milliarden Euro zum Konzernumsatz bei, nach 5,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2022/2023.
Im Segment Steel Europe lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2023/2024 bei rund 10,5 Milliarden Euro und damit leicht über dem Vorjahresniveau von etwa 10,2 Milliarden Euro.
Cashflow und Bilanzstruktur
Die deutliche Verbesserung des freien Cashflows vor M&A auf 0,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023/2024 gegenüber 0,3 Milliarden Euro im Vorjahr stärkte die finanzielle Flexibilität des Konzerns.
Die Netto-Finanzverschuldung konnte im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/2024 weiter reduziert werden und lag zum Bilanzstichtag bei rund 3,0 Milliarden Euro, nach etwa 3,4 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.
Zugleich blieb die Liquiditätsposition solide, mit verfügbaren Zahlungsmitteln und zugesagten Kreditlinien in einer Größenordnung von rund 8 Milliarden Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024.
Dividende und Ausschüttungspolitik
Für das Geschäftsjahr 2023/2024 schlug der Vorstand eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie vor, nachdem für das Geschäftsjahr 2022/2023 0,15 Euro je Aktie ausgeschüttet worden waren.
Die Ausschüttungssumme lag damit im Bereich von rund 114 Millionen Euro, verglichen mit etwa 86 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Dividendenpolitik bleibt nach Unternehmensangaben weiterhin vorsichtig, aber auf eine kontinuierliche Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg ausgerichtet.
Rahmenbedingungen und Nachfrageentwicklung
Die Nachfrage in zentralen Endmärkten wie Automobilindustrie, Maschinenbau und Bauwirtschaft blieb im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt stabil.
Trotz konjunktureller Unsicherheiten konnten wesentliche Kundenbranchen ihre Investitionsaktivität aufrechterhalten, was sich in weitgehend stabilen Absatzmengen widerspiegelte.
Gleichzeitig standen Energiepreise und Rohstoffkosten im Berichtsjahr weiter im Fokus, was den Druck auf die Margen erhöhte, den ThyssenKrupp durch Effizienzprogramme teilweise kompensieren konnte.
Strategische Projekte und Transformation
Der Konzern treibt seine strategische Transformation mit Fokus auf profitablere Segmente und die Stärkung der Bilanz fort.
Dazu zählen Portfolioanpassungen mit möglichen Verkäufen oder Partnerschaften in ausgewählten Bereichen sowie Investitionen in Zukunftsfelder wie Wasserstofftechnologie und industrielle Dienstleistungen.
Die langfristige Strategie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von volatilen Stahlmärkten zu verringern und das Geschäftsmodell breiter aufzustellen.
ThyssenKrupp im MDAX und Marktposition
ThyssenKrupp ist dem MDAX zugeordnet und zählt damit zu den größeren Industrieunternehmen im deutschen Nebenwerteindex.
Die Zugehörigkeit zum MDAX sorgt für eine erhöhte Visibilität bei institutionellen Investoren und Indexfonds.
Im europäischen Vergleich ist ThyssenKrupp als breit aufgestellter Industriekonzern mit den Bereichen Materialien, Automotive und Industrials positioniert.
Produktbeispiel aus dem Portfolio
Ein repräsentatives Produkt aus dem Konzernportfolio sind hochfeste Stähle für die Automobilindustrie, die in Karosserie- und Sicherheitskomponenten eingesetzt werden.
Diese Materialien tragen dazu bei, das Gewicht von Fahrzeugen zu verringern und zugleich hohe Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Der Bereich Automotive Technology nutzt solche Werkstoffe in Verbindung mit eigenen Komponentenlösungen und Systemen für Fahrwerk und Lenkung.
Aktien-Schlussabsatz und Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung von ThyssenKrupp lag zuletzt im Bereich von rund 4,5 Milliarden Euro, was die Bewertung des Konzerns an der Börse widerspiegelt.
Damit bewegt sich die ThyssenKrupp-Aktie im oberen Bereich der MDAX-Unternehmen und bleibt für breit diversifizierte Anlegerportfolios ein relevanter Industriewert.
Fakten zur ThyssenKrupp-Aktie
- Unternehmen: ThyssenKrupp AG
- ISIN: DE0007500001
- WKN: 750000
- Ticker: TKA
- Handelsplatz: Xetra
- Kurs (Stand 21.07.2026, 17:30 Uhr): 4,80 Euro
- Marktkapitalisierung: 4,5 Milliarden Euro (Stand 21.07.2026)
- Sektor / Branche: Industrie, Stahl und Werkstoffe
- Indexzugehörigkeit: MDAX
- Nächstes Earnings-Datum: 21.11.2026
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