Industriestimmung hellt sich etwas weniger auf als erwartet
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 11:06 Uhr | dpa.deDer entsprechende Einkaufsmanagerindex stieg um 0,5 Punkte auf 51,9 Punkte, wie S&P Global am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte.
In einer ersten Schätzung waren noch 52,0 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung dieser Erstschätzung gerechnet. Der Wert liegt damit aber weiter über der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert.
"Obwohl sich die Lieferengpässe und der energiebedingte Preisdruck im Erhebungszeitraum im Juli leicht abgeschwächt haben, bleiben die Belastungen in der Lieferkette und die Energiepreise angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten auf einem hohen Niveau", kommentiert Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global. Dies könne die Produktion einschränken und die Nachfrage in den kommenden Monaten weiter dämpfen.
Die Umfrage deutete auf den stärksten Anstieg der Produktion im verarbeitenden Gewerbe des Euroraums seit fast viereinhalb Jahren hin, heißt es in der Mitteilung. Allerdings bleibe die Nachfragesituation weiterhin angespannt. Dies zeige sich in einem nur leichten Anstieg der Auftragseingänge. Doch nutzten die Unternehmen die Abwicklung von Auftragsrückständen, um ihre Produktionsmengen zu steigern.
In Deutschland und Spanien verbesserte sich der Indikator im Vergleich zum Vormonat. Deutschland hat im Juli den höchsten Wert unter den vier größten Volkswirtschaften. In Italien und Frankreich trübte er sich hingegen ein. Nur in Frankreich liegt der Wert unter der Wachstumsschwelle. In Italien und Spanien wird keine Erstschätzung durchgeführt.
Die Daten im Überblick:
Region/Index Juli Prognose Vorläufig Vormonat EURORAUM Industrie 51,9 52,0 52,0 51,4 DEUTSCHLAND Industrie 52,2 52,2 52,2 50,3 FRANKREICH Industrie 49,8 50,0 50,0 51,2 ITALIEN Industrie 51,3 52,3 --- 52,2 SPANIEN Industrie 50,2 50,3 --- 49,7
(in Punkten)
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