AKTIEN IM FOKUS: Zinsangst belastet Immobilienwerte - EZB dürfte Zins erhöhen
08.06.2026 - 14:25:18 | dpa.deIm Dax DE0008469008 sanken Vonovia DE000A1ML7J1-Aktien mit minus zwei Prozent erstmals seit Ende Oktober 2023 wieder unter die 20-Euro-Marke. Darunter nähern sie sich ihrem Tief vom März 2023, das zu Zeiten des damaligen Zins-Erhöhungszyklusses bei gut 15 Euro liegt.
Die Kursverluste erstreckten sich am Montag aber auch auf deutsche Nebenwerte in den Indizes MDax DE0008467416 und SDax DE0009653386. Die Kurse von Aroundtown LU1673108939, TAG Immobilien DE0008303504, LEG DE000LEG1110 und Grand City Properties LU0775917882 büßten zwischen 1,9 und 4 Prozent ein.
Der Ukraine-Krieg mit seiner inflationstreibenden Wirkung hatte den Zins-Aufwärtszyklus angetrieben, nun steigen wieder Sorgen vor einer Wiederholung wegen der preistreibenden Wirkung des Iran-Krieges. Am Freitag erst hatte der US-Jobbericht Spekulationen bestärkt, dass die US-Notenbank Fed demnächst ihren Leitzins erhöhen wird.
In der Eurozone bereiten sich die Anleger auf eine Zinserhöhung der EZB an diesem Donnerstag vor. Laut dem Marktbeobachter Christian Nolting von der Deutschen Bank ist diese "so gut wie sicher". Die Märkte preisten für dieses Jahr sogar noch eine zweite Zinserhöhung bis Oktober ein - und eine dritte mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit. Er selbst geht aber von einem maßvolleren Ansatz aus, bei dem das Zinsniveau in der Eurozone höchstens 2,50 Prozent erreicht.
Das Stimmungsbild im Immobiliensektor ist üblicherweise stark von Zinsperspektiven abhängig, weil höhere Zinsen generell den Immobilienmarkt bremsen und den Unternehmen die Kredite verteuern können.
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