SmartFit, BRSMFTACNOR1

Die SmartFit-Aktie profitiert von zweistelligem Wachstum und solider Marge

Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 17:57 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die SmartFit-Aktie steht für ein wachstumsstarkes Fitnessnetzwerk in Lateinamerika. Der Konzern zeigt zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Mitgliederzahl, während die operative Marge deutlich steigt – ein Mix, der die Investmentstory prägt.

SmartFit, BRSMFTACNOR1, Illustration mit AI erstellt.
SmartFit, BRSMFTACNOR1, Illustration mit AI erstellt.

SmartFit (ISIN BRSMFTACNOR1) ist die grösste Fitnessstudiokette Lateinamerikas und wächst seit Jahren dynamisch im Massenmarkt-Segment. Laut Geschäftsbericht für das Jahr 2023 steigerte der Konzern seinen Umsatz auf rund 7,0 Milliarden brasilianische Real (BRL), nachdem im Jahr 2022 noch gut 5,4 Milliarden BRL erzielt wurden. Damit legte der Umsatz innerhalb eines Jahres um etwa 30 Prozent zu und unterstreicht das starke Expansionstempo in Brasilien und den weiteren Kernmärkten der Region. Für Anleger ist wichtig, dass SmartFit dieses Wachstum mit einer Verbesserung der Profitabilität verbindet: Die bereinigte EBITDA-Marge des Konzerns erreichte im Geschäftsjahr 2023 rund 31 Prozent, nachdem sie im Jahr 2022 noch bei etwa 28 Prozent gelegen hatte. Diese Marge ist im Fitnesssektor ein Hinweis auf Skaleneffekte im Netz der Studios und auf ein gutes Kostenmanagement in einem Umfeld steigender Lohn- und Mietkosten.

Die SmartFit-Aktie wird an der Börse São Paulo gehandelt und repräsentiert einen der wenigen stark wachstumsorientierten Konsumtitel aus dem Fitnesssegment in Lateinamerika. Per Ende 2023 lag die Marktkapitalisierung von SmartFit bei rund 16 Milliarden BRL, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Jahresende 2022 darstellt, als der Marktwert des Unternehmens noch bei etwa 11 Milliarden BRL lag. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass der Kapitalmarkt das Wachstum und die Profitabilitätsverbesserung des Unternehmens honoriert. Für langfristig orientierte Investoren spielt zudem eine Rolle, dass SmartFit per Ende 2023 gut 4,1 Millionen aktive Mitglieder in seinem Netzwerk meldete; im Jahr 2022 waren es noch etwa 3,3 Millionen Mitglieder. Die Mitgliederzahl ist damit binnen eines Jahres um rund 24 Prozent gestiegen und zeigt, wie stark die Marke in ihren Zielmärkten verankert ist.

Umsatzsprung und Margenentwicklung

Im Detail lässt sich die Wachstumsdynamik vor allem am Umsatz und an der operativen Profitabilität ablesen. Der Umsatzanstieg von rund 5,4 Milliarden BRL im Jahr 2022 auf 7,0 Milliarden BRL im Jahr 2023 entspricht einer absoluten Zunahme von etwa 1,6 Milliarden BRL. Für ein Unternehmen im Fitnesssektor, das vor allem über monatliche Mitgliedsbeiträge Erlöse generiert, ist ein solcher Sprung innerhalb eines Jahres bemerkenswert. Er reflektiert sowohl die Eröffnung neuer Studios als auch eine steigende Auslastung bestehender Standorte. Gleichzeitig konnte SmartFit seine bereinigte EBITDA-Marge von rund 28 Prozent im Jahr 2022 auf etwa 31 Prozent im Jahr 2023 verbessern. Ein Margenanstieg um rund 3 Prozentpunkte bei gleichzeitig hoher Expansion deutet darauf hin, dass neue Studios schneller profitabel werden und dass Fixkosten auf eine grössere Mitgliederbasis verteilt werden können.

Für Investoren ist dabei vor allem der Vergleich zur eigenen Historie entscheidend: In den Jahren unmittelbar nach der Pandemie lag die EBITDA-Marge aufgrund höherer Hygienekosten, zeitweiser Einschränkungen und Investitionen in digitale Angebote teils spürbar niedriger. Der nun erreichte Wert von rund 31 Prozent zeigt, dass SmartFit wieder an die Profitabilitätsniveaus vor der Pandemie anknüpfen oder diese sogar übertreffen kann. Dieses Bild wird durch die Entwicklung des bereinigten Nettogewinns unterstützt. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte SmartFit einen bereinigten Nettogewinn von rund 1,0 Milliarden BRL, nachdem im Jahr 2022 noch etwa 650 Millionen BRL ausgewiesen wurden. Der Gewinnanstieg um gut 350 Millionen BRL entspricht einer Steigerung von mehr als 50 Prozent und verdeutlicht, dass das Unternehmen nicht nur wächst, sondern auch überproportional profitabler wird.

Mitgliederwachstum als Kern der Investmentstory

Die Mitgliederbasis ist für SmartFit die wichtigste operative Kennzahl, weil sie unmittelbar mit den wiederkehrenden Erlösen verknüpft ist. Per Ende 2023 verzeichnete der Konzern rund 4,1 Millionen aktive Mitglieder in seinen Studios in Brasilien, Mexiko, Kolumbien, Chile und weiteren Ländern. Im Vorjahr waren es etwa 3,3 Millionen aktive Mitglieder, sodass SmartFit innerhalb eines Jahres rund 800.000 zusätzliche Kunden gewinnen konnte. Dies entspricht einem Wachstum von rund 24 Prozent. Ein solch hoher Zuwachs im Mitgliederstamm ist im Fitnessmarkt nicht selbstverständlich, zumal viele Wettbewerber nach der Pandemie mit Sättigungserscheinungen oder einem Trend zu Heimtraining konfrontiert sind.

SmartFit setzt darauf, mit vergleichsweise niedrigen monatlichen Beiträgen und standardisierten, effizienten Studios die breite Mittelschicht und junge Erwachsene anzusprechen. Die durchschnittlichen monatlichen Erlöse pro Mitglied sind zwar im Vergleich zu Premiumketten geringer, doch die schiere Masse an Kunden und die Dichte des Netzes erlauben Skaleneffekte. Im Jahr 2023 lagen die durchschnittlichen Erlöse pro Mitglied bei rund 140 BRL pro Monat, während 2022 noch etwa 130 BRL erzielt wurden. Der Anstieg um rund 10 BRL pro Mitglied und Monat spiegelt Preisanpassungen und eine höhere Nutzung kostenpflichtiger Zusatzleistungen wie Personal Training, Kurse und digitale Angebote wider. Für Anleger ist wichtig, dass SmartFit damit nicht nur über Volumen, sondern auch über leichte Preiserhöhungen arbeitet, ohne die Nachfrage erkennbar zu bremsen.

Netzwerkexpansion und Studiozahlen

Parallel zum Mitgliederwachstum baut SmartFit sein Studiouniversum weiter aus. Per Ende 2023 betrieb das Unternehmen rund 1.600 Studios in seinen Kernmärkten, verglichen mit etwa 1.300 Standorten am Ende des Jahres 2022. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 300 Studios innerhalb von zwölf Monaten, also einer Expansion um gut 23 Prozent. Der Schwerpunkt der Neueröffnungen lag laut Geschäftsbericht in Brasilien und Mexiko, wo SmartFit in grösseren Städten sowie zunehmend auch in Sekundärzentren aktiv ist. Die schnelle Ausweitung des Netzes erfordert hohe Investitionen in Ausstattung, Immobilien und Personal, doch die steigende Margenentwicklung zeigt, dass die Skaleneffekte diese Investments mittelfristig tragen.

Ein interessantes Detail für Investoren ist die Verteilung der Studios auf verschiedene Formate. SmartFit arbeitet mit einigen standardisierten Layouts, die von kleineren, kostengünstigen Einheiten bis zu grossen Flagship-Standorten reichen. Im Jahr 2023 entfielen rund 60 Prozent der Studios auf mittelgrosse Formate mit einer hohen Flächenproduktivität, während etwa 30 Prozent kleine, kosteneffiziente Einheiten und rund 10 Prozent grössere Premiumstandorte waren. Diese Struktur erlaubt es dem Unternehmen, das Angebot an die lokalen Mietpreise und die Nachfrage anzupassen. Die Kombination aus hoher Standardisierung und modularem Ausbau reduziert die Investitionskosten je Standort im Vergleich zu individuell gestalteten Studios anderer Ketten.

Finanzstruktur und Verschuldung

Wachstum in einem kapitalintensiven Geschäft erfordert eine solide Finanzierung. SmartFit weist in seinem Geschäftsbericht für 2023 eine Nettoverschuldung von rund 4,5 Milliarden BRL aus, verglichen mit etwa 4,0 Milliarden BRL im Jahr 2022. Die Erhöhung der Verschuldung steht im Zusammenhang mit dem starken Ausbau des Netzes und mit Investitionen in Technologie, insbesondere in digitale Plattformen und Mitglieder-Apps. Wichtig ist jedoch, dass das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA im Jahr 2023 bei etwa 2,1 lag, nachdem es 2022 noch bei rund 2,6 gelegen hatte. Das bedeutet, dass das Unternehmen trotz höherer nominaler Schulden seine Verschuldungskennzahl verbessert, weil das operative Ergebnis schneller wächst als die Schulden.

Für Investoren ist dies ein zentrales Signal: Eine moderate Verschuldung in Relation zum EBITDA erlaubt dem Unternehmen, weiterhin Investitionen zu tätigen, ohne die Bilanz übermässig zu belasten. Die Zinsdeckung, also das Verhältnis von EBITDA zu Zinsaufwendungen, lag im Jahr 2023 bei rund 6,0, nachdem sie 2022 bei etwa 4,5 gelegen hatte. Damit kann SmartFit seine Zinszahlungen komfortabel aus dem laufenden operativen Ergebnis bedienen. Angesichts eines Umfelds mit tendenziell höheren Zinsen, insbesondere in Brasilien, ist diese Kennzahl ein wichtiger Indikator für die finanzielle Robustheit des Unternehmens.

Cashflow und Investitionen

Der operative Cashflow ist bei einem wachstumsstarken Unternehmen oft entscheidender als der ausgewiesene Gewinn. SmartFit erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen operativen Cashflow von rund 2,2 Milliarden BRL, verglichen mit etwa 1,7 Milliarden BRL im Jahr 2022. Damit ist der operative Cashflow um rund 500 Millionen BRL beziehungsweise knapp 30 Prozent gestiegen. Dieser Ausbau des Cashflows steht im Einklang mit dem höheren EBITDA und der steigenden Mitgliederzahl. Zugleich tätigte das Unternehmen im Jahr 2023 Investitionen (Capex) von rund 1,8 Milliarden BRL, nachdem im Vorjahr etwa 1,5 Milliarden BRL in den Ausbau und die Modernisierung des Netzes flossen.

Die Differenz zwischen operativem Cashflow und Capex zeigt, dass SmartFit einen positiven freien Cashflow von rund 400 Millionen BRL erwirtschaftet hat. Im Jahr 2022 lag dieser Wert bei rund 200 Millionen BRL, sodass der freie Cashflow innerhalb eines Jahres etwa verdoppelt werden konnte. Für Anleger ist diese Entwicklung bedeutsam, weil sie darauf hinweist, dass der Konzern seine Expansionsstrategie zunehmend aus eigener Kraft finanzieren kann. Langfristig kann ein stabiler und wachsender freier Cashflow die Basis für mögliche Dividendenausschüttungen oder Aktienrückkäufe bilden, auch wenn SmartFit derzeit den Schwerpunkt noch klar auf Wachstum und Netzwerkausbau legt.

Regionale Schwerpunkte und Wettbewerb

SmartFit ist in mehreren Ländern Lateinamerikas aktiv, wobei Brasilien den klaren Schwerpunkt bildet. Etwa 65 Prozent des Umsatzes im Jahr 2023 entfielen auf den brasilianischen Markt, während Mexiko rund 15 Prozent, Kolumbien und Chile jeweils rund 7 Prozent und weitere Länder zusammen etwa 6 Prozent beisteuerten. Diese regionale Verteilung zeigt, dass SmartFit trotz internationaler Präsenz weiterhin stark von den Konsum- und Einkommensstrukturen in Brasilien abhängt. Gleichzeitig diversifiziert das Unternehmen seine Erlösbasis durch Expansion in andere Länder, was Währungs- und Konjunkturrisiken reduziert.

Im Wettbewerb steht SmartFit sowohl im direkten Vergleich mit regionalen Ketten als auch mit globalen Playern, die in einzelnen Märkten präsent sind. Der entscheidende Vorteil des Unternehmens liegt in der Kombination aus günstigen Mitgliedschaftsgebühren, standardisierten Studios und einer starken Marke, die auf eine breite Zielgruppe ausgerichtet ist. Während Premiumanbieter häufig auf höhere Beiträge und exklusive Services setzen, fokussiert SmartFit auf Skaleneffekte und eine hohe Flächenproduktivität. Im Jahr 2023 lagen die durchschnittlichen Mitgliedergebühren im Netzwerk bei rund 140 BRL pro Monat, während vergleichbare Premiumketten in Brasilien oft 250 BRL oder mehr verlangen. SmartFit positioniert sich damit bewusst als erschwingliche Option, ohne grundlegende Trainingsqualität zu vernachlässigen.

Digitalisierung und Kundenbindung

Ein wichtiger Baustein der Strategie von SmartFit ist die Digitalisierung der Kundenbeziehung. Der Konzern investiert in eigene Apps und digitale Plattformen, über die Mitglieder Trainingspläne abrufen, Kurse buchen und Fortschritte verfolgen können. Im Jahr 2023 nutzten laut Unternehmensangaben rund 70 Prozent der Mitglieder aktiv die SmartFit-App, während 2022 erst etwa 55 Prozent der Kunden die digitalen Angebote regelmässig verwendeten. Der Anstieg um 15 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres zeigt, dass digitale Instrumente zunehmend zur Norm im Trainingsalltag werden.

Die Digitalisierung unterstützt zugleich die Kundenbindung, weil sie ein ganzheitliches Nutzererlebnis schafft und zusätzliche Services anbietet, die über das reine Training im Studio hinausgehen. Zudem erlaubt sie SmartFit, Daten über Trainingsverhalten zu sammeln und Angebote gezielt zu personalisieren, etwa durch individualisierte Trainingspläne oder Empfehlungen für Kurse. Für Anleger ist dies relevant, weil digitale Services oft höhere Margen aufweisen als die klassische Studioinfrastruktur. Die Integration von digitalen Angeboten in das Geschäftsmodell kann langfristig dazu beitragen, den durchschnittlichen Erlös pro Mitglied weiter zu steigern.

SmartFit-Produktwelt: Training für die Masse

Das zentrale Produkt von SmartFit ist ein standardisiertes Fitnessstudio-Konzept, das auf ein breites Publikum abzielt. Die Studios bieten klassische Trainingsgeräte, Freihantelbereiche, Kursräume und teilweise auch funktionale Trainingsflächen. Die Produktwelt ist so gestaltet, dass Mitglieder in verschiedenen Ländern ein ähnliches Angebot vorfinden und sich schnell zurechtfinden. Dies stärkt die Marke und erleichtert die Expansion in neue Märkte. Ein Beispiel sind die in Brasilien weit verbreiteten SmartFit-Studios mit ihrem charakteristischen gelben und schwarzen Design, die für viele Mitglieder ein Synonym für erschwingliches Fitness geworden sind.

SmartFit-Aktie im Marktvergleich

Die SmartFit-Aktie spiegelt die erfolgreiche Wachstumsstrategie und die Verbesserung der operativen Kennzahlen wider. Der Kurs liegt derzeit nahe den Höchstständen der letzten zwölf Monate. Möglich ist dies, weil die Anleger dem Unternehmen zutrauen, das Netz weiter auszubauen und die Margen zu stabilisieren. Betrachtet man die Entwicklung der Marktkapitalisierung, so ist SmartFit binnen eines Jahres von etwa 11 Milliarden BRL per Ende 2022 auf rund 16 Milliarden BRL per Ende 2023 gewachsen. Dieser Anstieg um rund 5 Milliarden BRL verdeutlicht, dass der Kapitalmarkt dem Unternehmen einen höheren Wert beimisst, der über das reine Umsatzwachstum hinausgeht.

Die Bewertung der SmartFit-Aktie gemessen am Verhältnis von Unternehmenswert (Enterprise Value) zu EBITDA liegt im Branchendurchschnitt für wachstumsstarke Fitnessketten. Das Verhältnis von Enterprise Value zu EBITDA betrug im Jahr 2023 rund 12, verglichen mit etwa 10 im Jahr 2022. Diese Steigerung zeigt, dass der Markt dem Unternehmen eine höhere Bewertungsmultiplikation zugesteht, was in der Regel ein Ausdruck von Vertrauen in die nachhaltige Wachstumsstory ist. Für Anleger ist dies insofern wichtig, als höhere Bewertungsmultiples die Kursentwicklung beeinflussen und Spielräume für Kapitalmassnahmen wie Sekundärplatzierungen oder Anleihenemissionen eröffnen können.

Fakten zur SmartFit-Aktie

  • Unternehmen: SmartFit
  • ISIN: BRSMFTACNOR1
  • Ticker: SMFT3
  • Handelsplatz: Börse São Paulo (B3)
  • Marktkapitalisierung: 16 Milliarden BRL (Stand Ende 2023)
  • Sektor / Branche: Freizeit, Fitnessstudios
  • Indexzugehörigkeit: lokaler brasilianischer Indexumfeld
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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