Die Siemens-Energy-Aktie profitiert von stabilem Auftragseingang und zweistelligem Umsatzwachstum
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 12:22 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Siemens Energy (ISIN DE000ENER6Y0) hat im Geschäftsjahr 2024 einen deutlich höheren Umsatz und eine verbesserte Profitabilität ausgewiesen, während die Siemens-Energy-Aktie die Fortschritte und Risiken der laufenden Sanierung widerspiegelt.
Umsatzwachstum und Ergebnisentwicklung
Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Siemens Energy nach Unternehmensangaben einen Umsatz von rund 31,2 Milliarden Euro, was einem Plus von ungefähr 11 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 entspricht.
Der Konzern konnte seinen bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBITA) im selben Zeitraum deutlich steigern und kam auf etwa 2,0 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein niedrigerer Wert von rund 1,2 Milliarden Euro erreicht worden war.
Die EBITA-Marge aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich damit von rund 4 Prozent im Geschäftsjahr 2023 auf etwa 6,5 Prozent im Geschäftsjahr 2024 und unterstreicht die Wirkung von Effizienzmaßnahmen und Preisanpassungen.
Auftragseingang und Auftragsbestand als Stabilitätsanker
Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2024 bei etwa 35 Milliarden Euro und damit rund 8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, was die hohe Nachfrage nach Energietechnik und Netzinfrastruktur widerspiegelt.
Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres 2024 summierte sich nach Angaben des Unternehmens auf etwa 120 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Wert von ungefähr 110 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.
Für den Bereich Grid Technologies meldete Siemens Energy ein zweistelliges Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2024; der Umsatz des Segments stieg von rund 9,0 Milliarden Euro im Vorjahr auf etwa 10,5 Milliarden Euro und war damit ein wesentlicher Treiber für den Konzern.
Siemens Gamesa und Risiken im Windgeschäft
Im Windkraftgeschäft von Siemens Gamesa belasteten Qualitätsprobleme bei bestimmten Onshore-Turbinen und eine Überprüfung des Projektportfolios die Ergebnisentwicklung, doch der Konzern arbeitet weiter an der technischen und kommerziellen Stabilisierung.
Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete Siemens Gamesa auf Segmentebene einen Umsatz von rund 9 Milliarden Euro, was in etwa dem Vorjahresniveau entsprach, während das operative Ergebnis durch Rückstellungen und Projektanpassungen gedrückt wurde.
Die von Siemens Energy kommunizierten Maßnahmen reichen von Produktverbesserungen über engere Projektselektion bis hin zu einer stärkeren Fokussierung auf profitablere Onshore- und Offshore-Windprojekte.
Bilanzstruktur und Cashflow
Die Nettoverschuldung lag zum Ende des Geschäftsjahres 2024 bei rund 8 Milliarden Euro und damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres von etwa 8,5 Milliarden Euro, unterstützt durch einen verbesserten operativen Cashflow.
Der Free Cashflow vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten erreichte im Geschäftsjahr 2024 etwa 1,5 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Wert von rund 0,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023.
Die Eigenkapitalquote blieb stabil im Bereich von rund 20 Prozent und spiegelte die Balance aus Investitionen in Wachstum und Risikopuffer für das Windgeschäft wider.
Prognose und mittelfristige Ziele
Siemens Energy strebt mittelfristig eine bereinigte EBITA-Marge aus fortgeführten Aktivitäten im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich an, wobei Effizienzprogramme und der Ausbau margenstarker Service- und Netzgeschäftsanteile eine zentrale Rolle spielen.
Für das Geschäftsjahr 2025 geht das Unternehmen von einem weiteren Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus, getragen vor allem von Großprojekten im Übertragungsnetz und Service.
Ziel ist es, den Free Cashflow aus fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2025 gegenüber 2024 nochmals zu steigern und zugleich die Nettoverschuldung schrittweise zu reduzieren.
Produkt- und Technologiebezug
Im Zentrum vieler Projekte steht die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstechnologie (HGÜ), mit der Siemens Energy große Strommengen effizient über weite Distanzen transportiert und so den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützt.
Der Konzern nutzt seine Erfahrung bei HGÜ-Systemen und Netztechnik, um zunehmend integrierte Lösungen zu liefern, die von Konverterstationen über Schaltanlagen bis hin zu Serviceverträgen reichen.
Aktien- und Marktkontext
Die Siemens-Energy-Aktie ist an deutschen Handelsplätzen notiert und spiegelt in ihrer Kursentwicklung sowohl die Chancen des großen Auftragsbestands als auch die Risiken des Windgeschäfts wider.
Für Anleger sind neben dem Umsatz- und Ergebniswachstum insbesondere die Fortschritte bei der technischen Bereinigung des Windportfolios und die Entwicklung des Free Cashflows entscheidend.
Die Marktkapitalisierung liegt im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich und macht Siemens Energy zu einem gewichtigen Akteur im europäischen Energiesektor.
Fakten zur Siemens-Energy-Aktie
- Unternehmen: Siemens Energy AG
- ISIN: DE000ENER6Y0
- Ticker: ENR
- Handelsplatz: Xetra
- Sektor / Branche: Energieausrüstung und Energietechnik
- Indexzugehörigkeit: DAX
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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