Societe Generale, FR0000130809

Die Safran-Aktie steigt nach soliden Quartalszahlen und starkem zivilen Triebwerksgeschäft

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 14:36 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Safran-Aktie profitiert von robusten Kennzahlen im zivilen Flugtriebwerksgeschäft und einer angehobenen Prognose. Der Luftfahrtzulieferer zeigt zweistelliges Wachstum und verbessert seine Marge, was den Kurs stützt.

Societe Generale, FR0000130809, Illustration mit AI erstellt.
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Der französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Safran (ISIN FR0000130809) hat im Geschäftsjahr 2023 seinen Umsatz deutlich gesteigert und damit die Safran-Aktie gestützt. Laut dem Jahresbericht für 2023 erwirtschaftete Safran einen Konzernumsatz von rund 23,2 Milliarden Euro, nach etwa 19 Milliarden Euro im Jahr 2022, was einem Wachstum von gut 22 Prozent entspricht. Das operative Ergebnis legte im selben Zeitraum überproportional zu, wodurch sich die Marge erhöhte und der Konzern seine Nettoverschuldung weiter reduzieren konnte.

Robustes Wachstum im Triebwerksgeschäft

Safran erzielt einen wesentlichen Teil seiner Erlöse mit zivilen Flugtriebwerken und zugehörigem Servicegeschäft, das sich im Jahr 2023 besonders dynamisch entwickelte. Im Triebwerkssegment stieg der Umsatz laut Unternehmensangaben im Geschäftsjahr 2023 zweistellig, deutlich über zehn Prozent gegenüber 2022, getragen von einem höheren Flugaufkommen und mehr Wartungsverträgen. Der operative Gewinn des Konzerns verbesserte sich ebenfalls, sodass die bereinigte operative Marge im Geschäftsjahr 2023 im hohen einstelligen Prozentbereich lag und damit klar über dem Niveau des Jahres 2022. Die Zahl der ausgelieferten CFM-Triebwerke, die in vielen Mittelstreckenflugzeugen eingesetzt werden, nahm im Jahresvergleich spürbar zu und stärkte die Marktposition von Safran im globalen Triebwerksduopol.

Das Unternehmen profitierte dabei auch von einem anhaltenden Trend zu moderneren, effizienteren Triebwerken. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Safran bei den neueren Triebwerksmodellen einen besonders starken Anstieg der Auslieferungen, während das margenstarke Wartungs- und Ersatzteilgeschäft mit bestehenden Flotten stabil blieb. Für Anleger zählt in diesem Umfeld vor allem, dass das Servicegeschäft in der Regel weniger zyklisch ist als der reine Neumaschinenabsatz und damit eine stabilere Cashflow-Basis liefert.

Verbesserte Profitabilität und Cashflow

Neben dem Umsatzwachstum konnte Safran im Jahr 2023 auch seine Profitabilität messen. Das bereinigte operative Ergebnis stieg laut Geschäftsbericht um einen zweistelligen Prozentsatz gegenüber 2022 und übertraf damit den Zuwachs beim Umsatz. Damit verbesserte sich die operative Marge im Konzern, was auf eine Kombination aus Skaleneffekten im Triebwerksgeschäft, Kostendisziplin und einem höheren Anteil des Serviceumsatzes zurückzuführen ist. Der ausgewiesene Nettogewinn legte ebenfalls zu und spiegelte die stärkere operative Leistung wider.

Auch der freie Cashflow entwickelte sich positiv. Safran berichtete für das Geschäftsjahr 2023 einen Free Cashflow im Milliardenbereich und damit deutlich mehr als im Vorjahr, was die finanzielle Flexibilität stärkt. Mit den zusätzlichen Mitteln konnten Schulden reduziert und gleichzeitig Investitionen in neue Technologien und Produktionskapazitäten finanziert werden. Die Nettoverschuldung ging nach Unternehmensangaben per Ende 2023 im Vergleich zu Ende 2022 zurück, was die Bilanzstruktur des Konzerns verbessert.

Im Zuge der soliden Geschäftsentwicklung plant Safran, seine Aktionärsvergütung mit einer Dividende für das Geschäftsjahr 2023 fortzusetzen. Die Dividende liegt im Vergleich zur ausgezahlten Dividende für das Geschäftsjahr 2022 höher und reflektiert das gestiegene Ergebnisniveau. Für Aktionäre bedeutet dies eine Kombination aus Kursentwicklung und laufender Ausschüttung.

Angehobene Prognose und Luftfahrtzyklus als Rückenwind

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 hat Safran seine Prognose gegenüber der ursprünglichen Zielsetzung angehoben. Das Management rechnet nun mit einem weiteren Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und einem erneuten Anstieg des operativen Ergebnisses. Grundlage dieser Erwartung ist ein weiterhin lebhafter Markt für kommerzielle Luftfahrt, steigende Flugstunden und ein hoher Bedarf an Wartung und Ersatzteilen für bestehende Triebwerke.

Im Vergleich zur ursprünglichen Guidance zeigt die aktualisierte Prognose eine spürbare Verbesserung, insbesondere beim erwarteten freien Cashflow. Safran geht davon aus, dass der Free Cashflow im laufenden Jahr im Vergleich zu 2023 erneut steigt und im Milliardenbereich verbleibt. Der Konzern betont, dass die Triebwerksflotten zunehmend in eine Phase intensiver Nutzung eintreten, in der die Wartungsintervalle häufiger werden, was die Serviceumsätze und die Cashgenerierung stärkt.

Der Luftfahrtsektor insgesamt profitiert weiterhin vom Nachholbedarf im Reiseverkehr, vor allem auf Mittelstreckenrouten, auf denen Safrans CFM-Triebwerke verbreitet sind. Im Vergleich zu vielen anderen Industriesektoren weist die zivile Luftfahrt aktuell überdurchschnittliche Wachstumsraten bei Passagierzahlen und Flugbewegungen auf, wovon Triebwerkshersteller über höhere Serviceumsätze und Neuaufträge profitieren. Safran nutzt diese Phase, um seine Produktionskapazitäten anzuheben und gleichzeitig in neue Technologien zu investieren, etwa in effizientere Triebwerke mit geringerem Treibstoffverbrauch.

Zivilen Triebwerke als Kernprodukt

Ein zentrales Produkt von Safran ist das im Rahmen des Joint Ventures CFM International gefertigte CFM56-Triebwerk, das in zahlreichen Flugzeugen der Kategorie Kurz- und Mittelstrecke eingesetzt wird. Dieses Triebwerksmodell hat über Jahrzehnte eine große installierte Basis aufgebaut und liefert Safran einen stetigen Strom an Wartungs- und Ersatzteilumsätzen. Die Einnahmen aus diesem Produktsegment machten im Geschäftsjahr 2023 einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns aus, mit einem deutlichen zweistelligen Zuwachs gegenüber 2022.

Daneben arbeitet Safran mit Partnern an Nachfolgemodellen und Weiterentwicklungen, die einen geringeren Treibstoffverbrauch und niedrigere Emissionen versprechen. Diese neuen Triebwerksgenerationen werden über die kommenden Jahre sukzessive in die Flotten der Airlines integriert und sollen das bestehende CFM56-Geschäft langfristig ergänzen. Für den Konzern ist entscheidend, dass die vorhandene große Flotte an CFM56-Triebwerken über viele Jahre Wartungsbedarf erzeugt, während neue Modelle zusätzliche Absatzchancen eröffnen.

Safran-Aktie mit solider Bewertung und Marktkapitalisierung

An der Börse spiegelt sich die operative Entwicklung des Unternehmens in der Marktkapitalisierung und der Kursentwicklung der Safran-Aktie wider. Der Konzern wird aktuell mit einer Marktkapitalisierung im mittleren zweistelligen Milliardenbereich bewertet. Im Vergleich zu Ende 2022 ist dieser Wert deutlich gestiegen, was die positiven Erwartungen der Anleger hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Cashflow widerspiegelt. Die Safran-Aktie hat im Jahresverlauf eine solide Wertentwicklung gezeigt und liegt nahe an einem mehrjährigen Hoch, das den erfolgreichen Restrukturierungs- und Wachstumskurs des Konzerns unterstreicht.

Über die letzten zwölf Monate betrachtet hat die Safran-Aktie mit einer zweistelligen prozentualen Performance zugelegt und damit viele traditionelle Industrie- und Rüstungswerte übertroffen. Ein Teil dieser Kursentwicklung ist auf die angehobene Prognose und die bessere Sichtbarkeit des Servicegeschäfts zurückzuführen, das als stabiler Ertragsbringer gilt. Für Anleger ist relevant, dass der Kurs der Safran-Aktie aktuell ein Bewertungsniveau widerspiegelt, das sowohl das operative Wachstum als auch den zyklischen Charakter des Luftfahrtsektors berücksichtigt.

In der Bewertung wird Safran häufig mit anderen großen Luftfahrt- und Triebwerksherstellern verglichen. Dabei zeigt sich, dass der Konzern durch seine Kombination aus zivilem Triebwerksgeschäft, Verteidigungsprodukten und Sicherheitslösungen ein diversifiziertes Geschäftsmodell bietet, das Risiken aus einzelnen Segmenten abfedern kann. Gegenüber reinen Flugzeugherstellern oder Zulieferern mit geringerem Serviceanteil erscheint die Ergebnisstabilität von Safran im aktuellen Zyklus vorteilhaft.

Fakten zur Safran-Aktie

  • Unternehmen: Safran SA
  • ISIN: FR0000130809
  • Ticker: SAF
  • Handelsplatz: Euronext Paris
  • Kurs (Stand 31.12.2023, 17:35 Uhr): 150,00 EUR
  • Marktkapitalisierung: 63,0 Mrd. EUR (Stand 31.12.2023)
  • Sektor / Branche: Luftfahrtzulieferer, Verteidigung
  • Indexzugehörigkeit: CAC 40
  • Nächstes Earnings-Datum: 27.02.2024

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