Die Ross-Stores-Aktie zeigt nach soliden Quartalszahlen robuste Stärke
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 16:35 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der US-Discount-Einzelhändler Ross Stores (ISIN US7782961038) hat im jüngsten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert und bestätigt damit die robuste Ertragskraft seines Off-Price-Modells. Laut Unternehmensangaben zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 erhöhte sich der Nettogewinn auf rund 467 Millionen US-Dollar, nach etwa 371 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum, was einem Plus von gut 25 Prozent entspricht. Gleichzeitig stieg der verwässerte Gewinn je Aktie von 1,09 US-Dollar im Vorjahresquartal auf 1,46 US-Dollar.
Gewinnplus und Umsatzwachstum im Q1 2024
Im ersten Quartal 2024 erzielte Ross Stores einen Umsatz von rund 4,9 Milliarden US-Dollar und lag damit über dem Vorjahreswert von etwa 4,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von gut 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit knüpft der Konzern an ein bereits starkes Geschäftsjahr 2023 an, in dem der Jahresumsatz den Bereich von rund 20 Milliarden US-Dollar erreichte.
Auf vergleichbarer Verkaufsfläche, also ohne den Beitrag neu eröffneter Filialen, legten die Umsätze im ersten Quartal 2024 im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu. Dieser Zuwachs kommt nach einer Phase, in der viele US-Konsumenten wegen hoher Inflation und gestiegener Zinsen bewusster einkaufen. Ross Stores profitiert in diesem Umfeld davon, dass Kunden verstärkt auf preisgünstige Mode und Haushaltsartikel ausweichen.
Margenentwicklung und Vergleich zum Vorjahr
Neben dem Umsatzwachstum verbesserte sich auch die Profitabilität. Die operative Marge legte im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als einen Prozentpunkt zu. Basis dafür waren ein besseres Verhältnis zwischen Einkaufspreisen und Verkaufspreisen sowie eine effizientere Kostenkontrolle in der Logistik und den Filialen. Der höhere Gewinn je Aktie von 1,46 US-Dollar nach 1,09 US-Dollar im Vorjahresquartal zeigt, dass Ross Stores nicht nur wächst, sondern auch zunehmend effizient arbeitet.
Der freie Cashflow blieb solide positiv, womit das Unternehmen weiterhin Spielraum für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe hat. Für das Geschäftsjahr 2023 hatte Ross Stores bereits eine reguläre Quartalsdividende ausgeschüttet und zusätzlich ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Die Ausschüttungspolitik unterstreicht, dass der Vorstand der Profitabilität und der Rückführung überschüssiger Liquidität an die Anteilseigner einen hohen Stellenwert einräumt.
Ausblick und Guidance für das laufende Jahr
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 hat Ross Stores eine Prognose vorgelegt, die moderates Umsatzwachstum und weiteren Ergebniszuwachs vorsieht. Beim Gewinn je Aktie peilt das Management nach derzeitigem Stand eine Spanne an, die im niedrigen zweistelligen Prozentbereich über dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegt. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg der vergleichbaren Umsätze im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich.
Die Investitionen konzentrieren sich weiterhin auf die Filialexpansion und die Modernisierung bestehender Standorte. Ross Stores betreibt mit den Formaten Ross Dress for Less und dd's DISCOUNTS ein weit verzweigtes Filialnetz in den USA und strebt mittelfristig den Ausbau um mehrere hundert zusätzliche Standorte an. Damit soll das Unternehmen sowohl in bestehenden Kernregionen als auch in neuen Märkten zusätzliche Marktanteile im Off-Price-Segment gewinnen.
Ross-Stores-Aktie im Markt- und Wettbewerbsvergleich
Die Ross-Stores-Aktie ist an der Nasdaq in US-Dollar notiert und zählt zu den etablierten Werten im US-Einzelhandelssektor. Die Marktkapitalisierung bewegt sich im Bereich eines zweistelligen Milliardenbetrags. Damit gehört Ross Stores zu den größeren börsennotierten Off-Price-Händlern und konkurriert direkt mit anderen Spezialisten im Discount- und Preisbrechersegment.
Im längerfristigen Vergleich hat sich die Ross-Stores-Aktie in den vergangenen Jahren deutlich besser entwickelt als viele traditionelle Warenhausketten, die stärker unter strukturellem Gegenwind im stationären Handel leiden. Während einige Vollsortimenter Filialschließungen vornehmen mussten, konnte Ross Stores seine Verkaufsfläche ausweiten und durch hohe Flächenproduktivität die Profitabilität halten oder steigern. Für Anleger ist insbesondere die Kombination aus Filialwachstum, steigenden Umsätzen auf bestehender Fläche und konsequentem Kostenmanagement interessant.
Geschäftsmodell und Fokus auf Off-Price-Mode
Das Kerngeschäft von Ross Stores besteht im Verkauf von Markenmode, Schuhen, Accessoires und Haushaltswaren zu deutlich reduzierten Preisen. Als Off-Price-Händler kauft Ross Stores Waren aus Überproduktionen, Restposten oder saisonalen Beständen großer Markenhersteller und gibt die erzielten Einkaufsvorteile an die Kunden weiter. Dadurch entstehen für Verbraucher Preisabschläge von häufig 20 bis 60 Prozent gegenüber den regulären Verkaufspreisen vieler Marken- und Kaufhausketten.
Die Kundenbasis ist breit gefächert und umfasst preissensible Haushalte ebenso wie Schnäppchenjäger, die gezielt nach Markenartikeln unter dem üblichen Preisniveau suchen. Die hohe Umschlaggeschwindigkeit in den Filialen sorgt dafür, dass das Angebot sich ständig verändert. Aus Anlegersicht ermöglicht dieses Geschäftsmodell eine gewisse Resilienz gegenüber konjunkturellen Schwächephasen, weil Verbraucher in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit tendenziell stärker auf preisgünstige Angebote achten.
Bedeutung des Formats Ross Dress for Less
Ein wichtiges Format im Konzern ist Ross Dress for Less. Unter diesem Namen betreibt das Unternehmen den Großteil seiner Filialen, die überwiegend in Einkaufszentren und Fachmarktzentren angesiedelt sind. Das Konzept zielt darauf ab, Kunden ein wechselndes Sortiment an Mode, Schuhen und Heimtextilien zu günstigen Preisen anzubieten, ohne großen Fokus auf aufwendige Ladenarchitektur oder umfangreiche Beratung zu legen. Entscheidend ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der angebotenen Markenartikel.
Mit der Expansion von Ross Dress for Less in weitere Regionen der USA verbindet das Unternehmen die Erwartung, zusätzliche Umsatzpotenziale zu heben und Skaleneffekte in Einkauf und Logistik zu realisieren. Jede neu eröffnete Filiale trägt ab einem bestimmten Umsatzniveau zur Deckung der fixen Kosten bei und verbessert damit tendenziell die Margenstruktur des Gesamtkonzerns. Damit bleibt das Format zentral für die mittelfristige Wachstumsstrategie von Ross Stores.
Ross-Stores-Aktie im Blick von Privatanlegern
Für Privatanleger, die im Einzelhandelssegment engagiert sind oder ein Engagement prüfen, bietet die Ross-Stores-Aktie den Zugang zu einem vergleichsweise konjunkturresilienten Off-Price-Geschäftsmodell. Die jüngsten Quartalszahlen mit einem Gewinnsprung von rund 25 Prozent und einem Umsatzplus von gut 8 Prozent im ersten Quartal 2024 untermauern die Fähigkeit des Unternehmens, auch in einem herausfordernden Konsumumfeld profitabel zu wachsen.
Wesentliche Beobachtungspunkte bleiben die Entwicklung der vergleichbaren Umsätze, die Margen im Kerngeschäft und das Tempo der Filialexpansion. Zudem spielt die Ausschüttungspolitik mit Dividenden und Aktienrückkäufen eine Rolle für die Gesamtrendite. Die Ross-Stores-Aktie reflektiert damit nicht nur die operative Entwicklung des Unternehmens, sondern auch die Einschätzung des Marktes zur zukünftigen Attraktivität des Off-Price-Segments im US-Einzelhandel.
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