AKTIE IM FOKUS: Zahlen und Aktienrückkauf von BASF kommen gut an
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 10:54 Uhr | dpa.deDie Aktien stiegen um knapp 4 Prozent auf 50,85 Euro. Hinzu kommen wieder steigende Preise für Öl und Gas, die auch anderen Titeln der Chemiebranche wie Brenntag DE000A1DAHH0, Evonik DE000EVNK013 und Lanxess DE0005470405 indirekt zugutekommen.
Analysten sehen etliche Hersteller von Chemikalien als Profiteure steigender Öl- und Gaspreise. Gerade Unternehmen mit Produktionsstandorten in Europa profitieren schon eine Weile von Versorgungsengpässen bei der asiatischen Konkurrenz infolge des Iran-Kriegs und den Transportproblemen für Rohöl aus Nahost nach Asien.
Peter Spengler von der DZ Bank kommentierte die Nachrichten von BASF mit den Worten: "Wir sehen positive Auswirkungen auf den Investment Case". Es komme gegenwärtig zu Vorzieheffekten bei Bestellungen und beim Lageraufbau von Kunden. Grund seien logistische Schwierigkeiten infolge des Iran-Kriegs. Dieser Trend dürfte jedoch im zweiten Halbjahr wieder nachlassen. Positiv dürfte sich der angekündigte Aktienrückkauf und ein Abbau der Schulden auf seine und die Konsensschätzungen auswirken, so Spengler.
Die BASF-Aktien haben sich im Börsenjahr 2026 bislang gut geschlagen. Mit einem Aufschlag von gut 14 Prozent lassen sie den Leitindex Dax DE0008469008 mit plus 3,6 Prozent deutlich hinter sich. Bis in den April ging es mit den Papieren der Ludwigshafener aufwärts, dann war wie schon im vergangenen Jahr bei 55 Euro kein Weiterkommen mehr. Nach kräftigen Kursverlusten im Mai und Juni ging es zuletzt wieder aufwärts.
Mit Blick nach vorn stehe bei BASF die Ausgliederung der nicht zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten im Fokus, ergänzte Spengler. Abspaltungen und Verkäufe ermöglichten dem Unternehmen das Heben zusätzlicher Werte und einen Abbau der Schulden. Daneben schauten die Marktteilnehmer auf das Hochfahren des zweiten Verbundstandortes in China.
