Verlustzone, Brent

Ölpreise drehen in die Verlustzone - Brent weiter über 100 US-Dollar

16.03.2026 - 16:28:11 | dpa.de

Die Ölpreise sind am Montag gesunken und haben damit eine Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt.

Nachdem die Notierungen im frühen Handel gestiegen waren, drehten sie bis zum Nachmittag in die Verlustzone. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai wurde bei 101,66 US-Dollar gehandelt und damit etwa anderthalb Prozent niedriger als am Freitag.

Am Morgen war der Preis für Rohöl der Sorte Brent noch zeitweise über 106 Dollar gestiegen und näherte sich dem Hoch, das wegen des Iran-Kriegs vor einer Woche bei knapp 120 Dollar erreicht worden war. Zum Vergleich: Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran lag der Preis Ende Februar nur bei rund 73 Dollar.

Noch deutlich stärker nach unten ging es zu Beginn der Woche mit dem Preis für Rohöl aus den USA der Sorte WTI mit Lieferung im April. Hier fiel der Preis um etwa vier Prozent auf 94,87 Dollar.

Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) erklärt, dass weitere Reserven an Rohöl bei Bedarf bereitgestellt werden können. Die Freigabe von Ölreserven in einem Volumen von 400 Millionen Barrel durch führende Industriestaaten konnte die Ölpreise zuletzt nicht bremsen. Die bisher freigegebenen Ölreserven sind in Asien umgehend verfügbar. Hier warten Käufer dringend auf Ersatz von Lieferungen, die derzeit durch die Straße von Hormus blockiert sind.

Bereits die bisher freigegebenen Mengen an Reserven "führen zu einem beispiellosen zusätzlichen Ölangebot auf dem Markt ab dem 16. März", kommentierte IEA-Direktor Fatih Birol in einem Beitrag auf der Online-Plattform X. Seiner Einschätzung nach sei aber die Öffnung der Straße von Hormus "unerlässlich für eine Rückkehr zu stabilen Lieferströmen".

Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump von Nato-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus am Persischen Golf gefordert. Der Schiffsverkehr in der für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Meerenge ist wegen des Kriegs stark beeinträchtigt.

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