Die Next-Aktie profitiert von solidem Online-Wachstum und stabiler Marge
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 20:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Next-Aktie des britischen Mode- und Einrichtungshändlers Next plc (ISIN GB0032089863) steht nach soliden Geschäftszahlen im Fokus internationaler Anleger, da der Konzern für das Geschäftsjahr 2024 seinen Gesamtumsatz um rund 3 Prozent auf etwa 5,8 Milliarden Pfund gesteigert und den Vorsteuergewinn leicht erhöht haben soll, während das Online-Geschäft weiter an Bedeutung gewinnt. Als Heimatbörse fungiert die London Stock Exchange, an der Next im FTSE-100-Index vertreten ist; für Anleger im deutschsprachigen Raum ist damit ein etablierter Blue Chip mit defensivem Konsumprofil adressiert.
Umsatzwachstum und Gewinn im Geschäftsjahr 2024
Im Mittelpunkt der jüngsten Berichtsperiode steht die operative Entwicklung: Für das Geschäftsjahr 2024 wurde ein Gesamtumsatz von rund 5,8 Milliarden Pfund kommuniziert, nach etwa 5,6 Milliarden Pfund im Vorjahr, was einem Plus von rund 3 Prozent entspricht und die robuste Nachfrage im Kerngeschäft Mode und Wohnen unterstreicht. Der Vorsteuergewinn lag im gleichen Zeitraum bei ungefähr 930 Millionen Pfund und damit höher als im vorherigen Geschäftsjahr, in dem der Wert bei rund 870 Millionen Pfund gelegen haben soll, was einem Zuwachs von rund 7 Prozent gleichkommt. Damit gelang es Next, trotz inflationsbedingter Kostensteigerungen die Profitabilität zu verbessern und die Marge leicht auszuweiten.
Eine wichtige Rolle spielte dabei das Online-Segment, das im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz im Bereich von 3,8 Milliarden Pfund erzielt haben soll, nachdem im Vorjahr noch rund 3,7 Milliarden Pfund verzeichnet worden waren. Diese Größenordnung entspricht einem Wachstum von etwa 3 Prozent und signalisiert, dass Next seine starke E-Commerce-Plattform weiter ausbauen konnte, obwohl der stationäre Handel wieder an Zugkraft gewonnen hat. Der reine Retail-Umsatz in den Geschäften blieb auf Jahressicht vergleichsweise stabil und bewegte sich grob im Bereich von 1,9 bis 2,0 Milliarden Pfund, was in Kombination mit dem Online-Geschäft die gesamte Umsatzbasis verbreitert.
Online-Sparte als Wachstumstreiber und Margenanker
Das Management von Next hebt seit mehreren Jahren die Online-Sparte als zentralen Wachstumstreiber hervor, und die aktuellen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 stützen diese Sichtweise. Mit einem Online-Umsatz von rund 3,8 Milliarden Pfund trägt das digitale Geschäft inzwischen einen deutlich größeren Anteil zum Konzernumsatz bei als der klassische Filialhandel, der im Bereich um 2 Milliarden Pfund liegt. Dieser Mix verschiebt die Profitabilitätsstruktur, da das Online-Geschäft zwar hohe Investitionen in Logistik, IT und Marketing erfordert, zugleich aber eine bessere Skalierbarkeit und höhere Effizienzpotenziale bietet.
Im Rahmen der Ergebnispräsentation wurde zudem herausgestellt, dass der Vorsteuergewinn von etwa 930 Millionen Pfund im Geschäftsjahr 2024 deutlich über den Niveaus lag, die noch vor einigen Jahren erreicht wurden, als der Gewinn teilweise unter 800 Millionen Pfund gelegen hatte. Dieser historische Vergleich zeigt, dass Next es geschafft hat, den Konzern schrittweise auf eine höhere Ertragsbasis zu führen, trotz strukturellem Wandel im Einzelhandel und makroökonomischen Gegenwinden. Die operative Marge im Kerngeschäft Mode und Wohnen soll im Geschäftsjahr 2024 auf einem stabilen bis leicht steigenden Niveau im zweistelligen Prozentbereich gelegen haben, was für einen stationär geprägten Händler mit starkem Online-Anteil als solide gelten kann.
Mehr Hintergründe zur Next-Aktie und Investor-Informationen
Anleger, die sich intensiver mit der Next-Aktie beschäftigen möchten, finden auf der Investor-Relations-Seite von Next plc zusätzliche Details zu Strategie, Geschäftsmodell und aktuellen Finanzberichten.
Dividende, Cashflow und Bilanzstruktur
Für einkommensorientierte Anleger ist die Dividendenpolitik von Next ein zentraler Aspekt. Der Konzern hat für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende im Bereich von 2,40 bis 2,50 Pfund je Aktie ausgeschüttet, nachdem im vorherigen Geschäftsjahr eine Ausschüttung von rund 2,30 Pfund je Aktie gezahlt worden war. Damit ergibt sich eine Steigerung der Dividende je Anteilsschein um grob 5 bis 8 Prozent im Jahresvergleich, was auf eine kontinuierliche Beteiligung der Aktionäre am Ergebnissanstieg hindeutet. Bei einem Aktienkurs im mittleren zweistelligen Pfundbereich ergibt sich daraus eine Dividendenrendite im soliden Bereich von ungefähr 2 bis 3 Prozent.
Auch der freie Cashflow, also der Mittelzufluss nach Investitionen, ist für den Konsumhändler ein wichtiges Steuerungsinstrument. Next soll im Geschäftsjahr 2024 einen Free Cashflow im hohen dreistelligen Millionenbereich erzielt haben, wobei Werte von 700 bis 800 Millionen Pfund im Raum stehen. Diese Cashflow-Größe erlaubt es dem Unternehmen, neben Dividendenzahlungen auch Aktienrückkäufe durchzuführen, was langfristig den Gewinn je Aktie stützen kann. Gleichzeitig dient der Cashflow als Puffer, um in schwierigeren Marktphasen Investitionen in Sortiment, Logistik und digitale Infrastruktur aufrechtzuerhalten.
Strategische Rolle des Online-Shops und der Marke Next
Ein prägendes Element der Next-Strategie ist der eigene Online-Shop, der sich in den vergangenen Jahren von einer reinen Verlängerung des Filialgeschäfts zu einer eigenständigen Plattform entwickelt hat. Unter der Marke Next vermarktet der Konzern sowohl Eigenmarken als auch Fremdlabels und bedient damit ein breites Kundenspektrum im mittleren Preissegment. Die Online-Plattform verknüpft klassische Modeartikel mit Wohnaccessoires und Möbeln, wodurch Cross-Selling-Effekte entstehen, die sich positiv auf den durchschnittlichen Warenkorbwert auswirken können.
Die Investitionen in IT, Datenanalyse und Logistik sollen dabei helfen, Lieferzeiten zu verkürzen und Retouren effizient zu managen, was gerade im Modehandel entscheidend für die Kundenzufriedenheit ist. Gleichzeitig nutzt Next seine starke Marke, um im Wettbewerb mit internationalen Pure-Playern zu bestehen, die teilweise aggressive Preismodelle fahren und stark auf Social-Media-Marketing setzen. Die Kombination aus etabliertem Filialnetz und leistungsfähigem Online-Shop stellt für Next einen Wettbewerbsvorteil dar, da Kunden zwischen verschiedenen Einkaufskanälen wählen und etwa online bestellte Ware im Geschäft abholen oder zurückgeben können.
Next-Aktie als etablierter Konsumwert im FTSE 100
Die Next-Aktie ist im FTSE-100-Index gelistet und damit ein fester Bestandteil vieler britischer und internationaler Aktienportfolios. Mit einer Marktkapitalisierung im zweistelligen Milliardenbereich in Pfund gilt der Titel als Large Cap mit entsprechender Liquidität. Für Anleger im deutschsprachigen Raum kann die Aktie als ergänzender Baustein im Segment der internationalen Konsumwerte dienen, insbesondere wenn bereits Titel aus dem DAX-Konsumsektor im Depot vertreten sind und eine geografische Diversifikation angestrebt wird.
Unter Bewertungsgesichtspunkten bewegt sich Next häufig in einem moderaten zweistelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis bezogen auf den erwarteten Gewinn je Aktie, was angesichts der soliden Ertragskraft und des etablierten Geschäftsmodells als angemessen interpretiert werden kann. Wesentlich ist dabei, wie gut es dem Unternehmen gelingt, das Online-Geschäft weiter zu skalieren und gleichzeitig die Profitabilität im Filialnetz zu halten. Für Anleger zählt jetzt vor allem, ob Next die Marge auf dem aktuellen Niveau stabilisieren oder im Zuge weiterer Effizienzmaßnahmen sogar leicht verbessern kann.
Kennzahlen und Basisdaten zur Next-Aktie
- Unternehmen: Next plc
- ISIN: GB0032089863
- Ticker: NXT
- Handelsplatz: London Stock Exchange
- Sektor / Branche: Einzelhandel, Mode und Heimtextilien
- Indexzugehörigkeit: FTSE 100
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
