Marel, IS0000000388

Die Marel-Aktie bleibt vom globalen Lebensmitteltechnik-Geschäft gestützt

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 10:08 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Marel-Aktie des isländischen Maschinenbauers für die Lebensmittelindustrie (ISIN IS0000000388) steht für ein breit diversifiziertes Geschäft mit Schlacht- und Verarbeitungslinien, Software sowie Service. Für Anleger sind vor allem die Margen und der Auftragsbestand im internationalen Wettbewerb entscheidend.

Marel, IS0000000388, Illustration mit AI erstellt.
Marel, IS0000000388, Illustration mit AI erstellt.

Die Marel-Aktie des isländischen Lebensmitteltechnikspezialisten (ISIN IS0000000388) steht für einen weltweit aktiven Anbieter von Maschinen und Systemen zur Verarbeitung von Geflügel, Fleisch und Fisch. Das Unternehmen ist an der Börse in Island notiert und adressiert mit seinen Anlagen einen globalen Wachstumsmarkt, in dem Automatisierung, Effizienz und Lebensmittelsicherheit im Mittelpunkt stehen. Für Anleger zählt, dass Marel durch seine breite Kundenbasis in Europa, Nordamerika und Asien an langfristigen Investitionszyklen der Lebensmittelindustrie partizipiert.

Globaler Anbieter von Verarbeitungstechnik

Marel mit Hauptsitz in Island hat sich als einer der führenden Anbieter von Ausrüstung und Lösungen für die Verarbeitung von Geflügel, rotem Fleisch und Fisch etabliert. Das Unternehmen liefert komplette Produktionslinien, einzelne Maschinen und dazu passende Software, um Schlacht- und Verarbeitungsprozesse zu automatisieren und zu optimieren. Kunden sind überwiegend industrielle Lebensmittelverarbeiter, die mit hohen Volumina arbeiten und ihre Anlagen regelmäßig modernisieren.

Die Gesellschaft ist in mehreren Segmenten aktiv, die sich entlang der Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion orientieren. Dazu gehören Systeme zur Schlachtung und Zerlegung, Maschinen zur Portionierung und Verpackung sowie Inspektions- und Qualitätssicherungstechnik. Ergänzend entwickelt Marel Steuerungssoftware und digitale Lösungen, mit denen die Produktionsdaten erfasst und ausgewertet werden können. Dieser integrierte Ansatz verschafft dem Unternehmen eine stabile Position im Markt.

Regionale Präsenz und Kundennähe

Der Anlagenbauer bedient seine Kunden über ein internationales Netzwerk von Vertriebs- und Serviceeinheiten. Produktionsstandorte sowie F&E-Einheiten sind über verschiedene Länder verteilt, was die Nähe zu wichtigen Märkten stärkt. Gleichzeitig sorgt ein dichter Serviceverbund dafür, dass installierte Maschinen über Wartung, Ersatzteile und Upgrades über ihren Lebenszyklus hinweg betreut werden. Dieses Servicegeschäft trägt zu wiederkehrenden Erlösen bei und stabilisiert die Gesamtumsätze.

Marel ist in einer Branche tätig, in der regulatorische Vorgaben zu Hygiene, Rückverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit stetig an Bedeutung gewinnen. Für die Kunden wird es daher sinnvoll, in moderne, automatisierte Linien zu investieren, die diese Anforderungen effizient erfüllen. Der technologische Anspruch und die Notwendigkeit kontinuierlicher Verbesserungen sind ein wesentlicher Treiber für Nachfrage nach neuen Anlagen und Modernisierungen.

Schwerpunkt Effizienz und Automatisierung

Ein Kernargument im Geschäftsmodell von Marel ist die Steigerung der Effizienz in der Lebensmittelproduktion. Anlagen des Unternehmens ermöglichen es, Schlacht- und Verarbeitungsvorgänge mit höherer Geschwindigkeit, geringerem Ausschuss und besser planbaren Prozessen durchzuführen. Für industrielle Kunden kann dies die Marge verbessern, da Rohstoffverluste sinken und die Ausbringung pro Stunde steigt. Gleichzeitig helfen automatisierte Systeme, den Bedarf an manueller Arbeit zu reduzieren und standardisierte Qualitätsniveaus zu erreichen.

Im Markt für Lebensmitteltechnik konkurriert Marel mit mehreren internationalen Anbietern, darunter Spezialisten aus Europa und Nordamerika. Der Wettbewerb erhöht den Druck, bei Innovation und Kostenstruktur wettbewerbsfähig zu bleiben. Für Anleger ist deshalb relevant, wie gut das Unternehmen seine Produktpalette weiterentwickelt, neue Technologien einführt und Skaleneffekte in Produktion und Einkauf nutzt.

Langfristiger Investitionszyklus als Stütze

Die Nachfrage nach Verarbeitungstechnik folgt in der Regel einem mittel- bis langfristigen Investitionszyklus. Lebensmittelkonzerne planen Modernisierungen ihrer Werke häufig über Jahre und orientieren sich dabei an Kapazitätsbedarf, Hygieneanforderungen und Effizienzpotenzialen. Diese Planbarkeit kann für Anbieter von Anlagen stabilisierend wirken. Marel profitiert davon, dass seine Systeme häufig zentral in der Produktionsinfrastruktur verankert sind und bei Neu- oder Umbauten eine wichtige Rolle spielen.

Ein weiterer Aspekt ist die globale Bevölkerungsentwicklung und der zunehmende Konsum von tierischen Proteinen in vielen Regionen. Steigende Nachfrage nach Geflügel- und Fleischprodukten erfordert Kapazitätserweiterungen in der Verarbeitung. Davon können Anbieter von Schlacht- und Verarbeitungstechnik profitieren, sofern sie die jeweiligen regionalen Präferenzen und regulatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigen.

Margen und Kostenstruktur im Fokus

Für Anleger ist bei Marel neben dem Umsatzwachstum insbesondere die Ertragslage von Bedeutung. Im Maschinen- und Anlagenbau sind Bruttomargen und operative Margen zentrale Kennzahlen für die Bewertung des Geschäftsmodells. Ein hoher Anteil an Eigenfertigung, komplexe Projektabwicklung und die Notwendigkeit intensiver F&E-Investitionen stellen Anforderungen an die Kostenkontrolle. Unternehmen wie Marel müssen deshalb ihre Produktionsprozesse laufend optimieren und Skaleneffekte nutzen, um wettbewerbsfähige Preise bei stabilen Margen anbieten zu können.

Die Serviceaktivitäten und der Verkauf von Ersatzteilen und Upgrades können typischerweise höhere Margen aufweisen als das Geschäft mit Erstinstallationen. Eine wachsende installierte Basis an Maschinen und Systemen schafft daher die Grundlage für wiederkehrende Einnahmen. Anleger achten darauf, wie sich der Umsatzmix zwischen Neuanlagen, Service und digitalen Lösungen entwickelt und welchen Beitrag die einzelnen Bereiche zum Konzernergebnis leisten.

Technologie und Digitalisierung

Die Digitalisierung hat auch im Bereich der Lebensmittelverarbeitung an Bedeutung gewonnen. Marel bietet Softwarepakete und digitale Lösungen an, mit denen Kunden ihre Produktionsdaten erfassen, analysieren und steuern können. Ziel ist es, Transparenz über Auslastung, Ausschuss, Energieverbrauch und Prozessqualität zu schaffen und auf dieser Grundlage Optimierungen vorzunehmen. Für Anleger ist dies ein Hinweis, dass das Unternehmen sich über reine Hardware hinaus entwickeln und zusätzliche Wertschöpfungsschichten erschließen möchte.

Die Kombination aus Maschinenbau und Software eröffnet potenziell höhere Kundenbindung. Wenn ein Verarbeiter seine Linien über eine integrierte Lösung steuert, ist ein Wechsel des Anbieters mit höherem Aufwand verbunden. Gleichzeitig können digitale Services, etwa Fernüberwachung oder vorausschauende Wartung, zusätzliche Erlösquellen darstellen. Die Fähigkeit, solche Angebote technisch zuverlässig und wirtschaftlich attraktiv zu gestalten, ist ein Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb.

Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz

Im globalen Kontext gewinnt Nachhaltigkeit auch in der Lebensmittelindustrie an Bedeutung. Anlagen, die Ressourcen effizienter nutzen, weniger Energie verbrauchen oder den Ausschuss reduzieren, sind für Kunden zunehmend attraktiv. Marel adressiert diesen Bedarf, indem es Technologien entwickelt, die die Ausbeute pro Tier erhöhen, Nebenprodukte verwerten und den Wasser- und Energieeinsatz senken können. Damit spricht das Unternehmen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische Ziele seiner Kunden an.

Für Anleger kann dies relevant sein, weil Unternehmen mit einem klaren Fokus auf Ressourceneffizienz häufig in regulatorisch anspruchsvollen Regionen, etwa in Europa, gut positioniert sind. Gleichzeitig kann ein entsprechendes Profil die Wahrnehmung bei ESG-orientierten Investoren verbessern. Im Wettbewerb um Kapital werden transparente Strategien zur Verbesserung von Umweltkennzahlen von vielen Anlegergruppen positiv bewertet.

Wettbewerbsposition im internationalen Umfeld

Marel agiert in einem internationalen Wettbewerbsumfeld, in dem andere Maschinen- und Anlagenbauer ebenfalls um Aufträge in der Lebensmittelindustrie kämpfen. Die Wettbewerbsposition hängt von Faktoren wie technologischer Leistungsfähigkeit, Referenzprojekten, Servicequalität und Preisniveau ab. Eine starke installierte Basis, langjährige Kundenbeziehungen und die Fähigkeit, komplexe Projekte termingerecht umzusetzen, können dabei Vorteile verschaffen.

Im Vergleich zu größeren, breit diversifizierten Industriekonzernen konzentriert sich Marel stärker auf den Bereich Lebensmittelverarbeitung. Dies kann dazu beitragen, dass das Unternehmen technologische Entwicklungen in diesem Segment schneller aufgreift. Gleichzeitig bedeutet die Spezialisierung, dass konjunkturelle Schwankungen oder regionale Nachfrageverschiebungen im Lebensmittelbereich direkte Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben.

Finanzielle Kennzahlen als Bewertungsbasis

Bei der Beurteilung einer Aktie wie der Marel-Aktie spielen neben Umsatz und Ergebnis verschiedene Kennzahlen eine Rolle. Dazu gehören unter anderem das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA, die Eigenkapitalquote und der operative Cashflow. Eine solide Bilanzstruktur kann dem Unternehmen Handlungsspielräume für Investitionen in Forschung, Entwicklung und Kapazitätserweiterungen eröffnen.

Hinzu kommen Bewertungskennziffern wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA, die Anleger nutzen, um die Aktie im Vergleich zu anderen Titeln aus dem Maschinenbau- und Industriebereich einzuordnen. Diese Kennzahlen werden von Marktdatenanbietern und Finanzportalen ermittelt und sind für viele Marktteilnehmer ein wichtiger Referenzpunkt bei Anlageentscheidungen.

Langfristige Trends in der Lebensmittelindustrie

Die langfristigen Trends in der Lebensmittelindustrie wirken sich direkt auf das Marktpotenzial von Marel aus. Dazu zählen der steigende Konsum von Geflügel und verarbeiteten Fleischprodukten in vielen Regionen, aber auch die zunehmende Bedeutung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Investitionen in moderne Verarbeitungstechnik sind häufig eine Voraussetzung, um diese Anforderungen zu erfüllen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Parallel dazu entsteht in einigen Märkten Druck, tierische Proteine effizienter und mit geringeren Umweltauswirkungen zu produzieren. Anbieter von Verarbeitungstechnik können hierzu beitragen, indem sie Lösungen anbieten, die Ausschuss reduzieren, Nebenprodukte verwerten oder Energie- und Wasserverbrauch senken. Die Ausrichtung von Marel auf solche Effizienzthemen kann im Wettbewerb um Aufträge von Vorteil sein.

Auftragslage und Projektgeschäft

Im Anlagenbau ist die Entwicklung des Auftragseingangs und des Auftragsbestands ein zentraler Indikator für die künftige Umsatzentwicklung. Für ein Unternehmen wie Marel ist die Sichtbarkeit über mehrere Quartale hinweg wichtig, um Kapazitätsplanung und Ressourcensteuerung zu optimieren. Ein stabiler oder wachsender Auftragsbestand bietet eine Basis für eine planbare Auslastung von Produktion und Service.

Das Projektgeschäft im Bereich großer Verarbeitungslinien ist oft komplex und erfordert Erfahrung in Planung, Installation und Inbetriebnahme. Die Fähigkeit, Projekte im Zeit- und Kostenrahmen umzusetzen, wirkt sich direkt auf Kundenvertrauen und Marge aus. Eine robuste Projektabwicklung kann folglich dazu beitragen, Folgeaufträge zu generieren und die Position im Markt zu festigen.

Service und Ersatzteilgeschäft

Über die Erstinstallation hinaus spielt der Service eine zentrale Rolle im Geschäftsmodell von Marel. Wartungsverträge, Ersatzteile und Modernisierungen älterer Anlagen sorgen für wiederkehrende Erlöse. In der Praxis sind diese Einnahmen häufig weniger volatil als das Neuanlagengeschäft, da Kunden ihre Produktionslinien kontinuierlich betriebsbereit halten müssen und ungeplante Ausfälle vermeiden wollen.

Für Anleger ist der Anteil des Service- und Ersatzteilgeschäfts am Gesamtumsatz wichtig, weil er Rückschlüsse auf die Stabilität der Ertragsbasis erlaubt. Ein wachsender Anteil wiederkehrender Umsätze wird von vielen Marktteilnehmern positiv bewertet, da er die Abhängigkeit von zyklischen Projektvergaben reduziert.

Digitaler Ausbau der Dienstleistungen

Mit zunehmender Digitalisierung der Produktionsprozesse eröffnen sich neue Möglichkeiten für Dienstleistungen. Dazu zählen etwa Fernwartung, vorausschauende Wartung auf Basis von Sensordaten und softwaregestützte Optimierung von Anlagenparametern. Marel kann solche Angebote nutzen, um den Kontakt zu Kunden über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine hinweg zu vertiefen und zusätzliche, margenstarke Services zu entwickeln.

Die Umsetzung digitaler Servicekonzepte setzt voraus, dass Datensicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme gewährleistet sind. Kunden im Lebensmittelbereich arbeiten mit sensiblen Produktionsdaten, deren Schutz hohe Priorität hat. Anbieter, die diese Anforderungen erfüllen und gleichzeitig Mehrwert in Form von Effizienzsteigerung oder Kostensenkung liefern, können ihre Marktposition stärken.

Rolle von Forschung und Entwicklung

Im technologisch geprägten Umfeld der Lebensmittelverarbeitung spielt Forschung und Entwicklung eine wichtige Rolle. Marel investiert in die Weiterentwicklung seiner Maschinen, in neue Schneid-, Portionier- und Verpackungstechnologien sowie in Sensorik und Software. Diese Investitionen sind notwendig, um im Wettbewerb mit anderen Anbietern technologisch führend zu bleiben und neue Lösungen für Kundenbedürfnisse zu bieten.

F&E-Kosten stellen zwar einen Aufwand dar, können sich aber langfristig durch verbesserte Produkte und höhere Marktanteile auszahlen. Für Anleger ist es relevant, wie hoch der Anteil der F&E-Aufwendungen am Umsatz ist und welche konkreten Innovationen daraus hervorgehen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Investitionen in Entwicklung und erzieltem wirtschaftlichem Nutzen ist ein wichtiger Aspekt der Unternehmenssteuerung.

Regionale Marktstrukturen und Nachfrage

Die Nachfrage nach Verarbeitungstechnik kann regional unterschiedlich verlaufen. In entwickelten Märkten sind häufig Modernisierungen und Effizienzsteigerungen die zentralen Themen, während in wachstumsstarken Schwellenländern Kapazitätsaufbau im Vordergrund steht. Marel ist in beiden Szenarien aktiv und adressiert entsprechende Kundenanforderungen mit seinem Produktportfolio.

Für die Gesamtentwicklung des Unternehmens ist es bedeutsam, wie sich die regionale Verteilung der Umsätze darstellt und ob einzelne Regionen stärker zum Wachstum beitragen. Eine breite geografische Diversifikation kann dazu beitragen, regionale Nachfrageschwankungen abzufedern. Gleichzeitig müssen Unternehmen lokale regulatorische Vorgaben und kulturelle Besonderheiten berücksichtigen, um im jeweiligen Markt erfolgreich zu sein.

Integration von Linien und Gesamtlösungen

Ein wichtiger Trend in der Lebensmittelverarbeitung ist die Integration verschiedener Prozessschritte zu durchgängigen Linien. Marel bietet Lösungen, bei denen Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung und Verpackung über koordinierte Systeme ablaufen. Das Ziel ist, Übergänge zwischen Prozessschritten zu minimieren und Daten über den gesamten Ablauf hinweg konsistent zu halten.

Für Kunden kann eine solche Integration Vorteile bei Planung, Steuerung und Qualitätssicherung bringen. Sie erhalten eine Lösung aus einer Hand, bei der Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Maschinen aufeinander abgestimmt sind. Für Marel bedeutet dies, dass das Unternehmen nicht nur einzelne Komponenten, sondern komplette Systemlösungen verkaufen kann, was sich auf Umsatzvolumen und Kundenbindung auswirkt.

Standardisierung und Modularität

In der Auslegung von Anlagen spielen Standardisierung und Modularität eine zunehmend wichtige Rolle. Marel kann durch standardisierte Module, die sich flexibel kombinieren lassen, unterschiedliche Kundenanforderungen abdecken, ohne jedes Projekt komplett neu konstruieren zu müssen. Das reduziert Engineering-Aufwand und kann die Durchlaufzeiten von Bestellung bis Inbetriebnahme verkürzen.

Modulare Ansätze ermöglichen es Kunden, ihre Anlagen schrittweise auszubauen oder zu modernisieren. Dies kann besonders in Märkten attraktiv sein, in denen Investitionsentscheidungen vorsichtig getroffen werden und Unternehmen zunächst Teilbereiche ihrer Produktion anpassen. Für den Anbieter entsteht dadurch die Chance, über mehrere Phasen hinweg Aufträge zu erhalten.

Lieferketten und Beschaffung

Der Maschinen- und Anlagenbau ist von funktionierenden Lieferketten abhängig. Komponenten, Elektronik und Materialien müssen in ausreichender Qualität und Menge verfügbar sein. Ereignisse wie Engpässe in der Halbleiterversorgung oder logistische Störungen können Auswirkungen auf die Produktionsplanung haben. Marel ist daher gefordert, seine Beschaffungsstrukturen so zu gestalten, dass Resilienz gegenüber solchen Einflüssen entsteht.

Für Anleger ist die Frage relevant, wie gut ein Unternehmen mit solchen Herausforderungen umgehen kann. Diversifizierte Lieferantenbasis, langfristige Partnerschaften und strategische Lagerhaltung sind mögliche Maßnahmen, um Risiken zu mindern. Gleichzeitig müssen Kosten im Blick behalten werden, damit die Margen nicht durch zu umfangreiche Sicherheitsbestände belastet werden.

Personal und Know-how

Ein Unternehmen wie Marel ist auf qualifiziertes Personal angewiesen, das sowohl technisches Know-how im Maschinenbau als auch Verständnis für die Prozesse der Lebensmittelindustrie mitbringt. Ingenieure, Softwareentwickler und Servicekräfte bilden das Rückgrat des Geschäftsmodells. Die Gewinnung und Bindung solcher Fachkräfte ist in vielen Regionen herausfordernd, insbesondere in spezialisierten Feldern.

Für die langfristige Entwicklung des Unternehmens ist es wichtig, dass Wissen innerhalb der Organisation aufgebaut und erhalten wird. Programme zur Weiterbildung, internationale Austauschformate und attraktive Karrierepfade können helfen, Mitarbeitende zu binden. Dies ist auch aus Sicht von Anlegern von Bedeutung, da technologische Kompetenz ein wesentlicher Teil des Unternehmenswerts ist.

ESG-Aspekte und Anlegerinteresse

Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) haben im Kapitalmarkt an Bedeutung gewonnen. Unternehmen, die transparente Berichterstattung zu ihren Nachhaltigkeitszielen und -maßnahmen bieten, sprechen häufig ein breiteres Spektrum von Investoren an. Marel ist als Anbieter von Effizienzlösungen in der Lebensmittelproduktion in einem Bereich tätig, der zahlreiche Berührungspunkte mit Umwelt- und Sozialthemen aufweist.

Die Ausrichtung auf ressourceneffiziente Technologien und die Unterstützung von Kunden beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele kann sich in der Wahrnehmung am Kapitalmarkt positiv auswirken. Gleichzeitig spielen Governance-Strukturen eine Rolle, etwa die Zusammensetzung des Boards, die Ausgestaltung von Vergütungssystemen und die Transparenz der Unternehmenskommunikation.

Produktfokus: Geflügelverarbeitungssysteme

Ein zentrales Produktfeld von Marel sind integrierte Geflügelverarbeitungssysteme, die vom Schlachten über die Zerlegung bis zur Verpackung reichen. Diese Systeme bündeln verschiedene Maschinen, etwa für Rupfen, Ausweiden, Trimmen und Portionieren, und kombinieren sie mit Kontroll- und Steuerungstechnik. Ziel ist es, hohe Durchsatzraten mit konstanten Qualitätsstandards zu verbinden.

Für Kunden bietet eine solche Linie Vorteile bei der Planung der Produktionskapazität und bei der Einhaltung von Hygienevorschriften. Automatisierte Abläufe reduzieren manuelle Eingriffe, was die Prozesssicherheit erhöht. Gleichzeitig ermöglichen moderne Sensoren und Softwaremodule die Erfassung von Produktionsdaten, um beispielsweise Ausschuss zu minimieren oder die Ausbeute pro Tier zu steigern.

Marel-Aktie und Börsennotierung

Die Marel-Aktie ist an der Börse in Island gelistet und spiegelt die Entwicklung des Unternehmens im Kapitalmarkt wider. Als industrielle Beteiligung im Bereich Lebensmitteltechnik richtet sich der Titel vor allem an Anleger, die an langfristigen Trends der Nahrungsmittelproduktion und der Automatisierung industrieller Prozesse interessiert sind. Die Notierung bietet dem Unternehmen Zugang zu Eigenkapital und ermöglicht Investoren, an der Entwicklung teilzunehmen.

Der Aktienkurs reagiert auf Faktoren wie Geschäftszahlen, Auftragsmeldungen, strategische Entscheidungen und allgemeine Marktstimmung im Industriebereich. Darüber hinaus können Währungsbewegungen eine Rolle spielen, da das Unternehmen global tätig ist und Umsätze in verschiedenen Währungen erzielt. Für Anleger ist daher eine ganzheitliche Betrachtung der Rahmenbedingungen wichtig, um die Entwicklung der Marel-Aktie einzuordnen.

Faktenbox zur Marel-Aktie

Kennzahlen und Stammdaten zur Marel-Aktie

  • Unternehmen: Marel hf.
  • ISIN: IS0000000388
  • Ticker: MAREL
  • Handelsplatz: Nasdaq Iceland
  • Sektor / Branche: Maschinenbau / Lebensmitteltechnik
  • Indexzugehörigkeit: nationaler Aktienindex in Island
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

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