Die Jost-Werke-Aktie behauptet sich mit soliden Zahlen und stabilem Marktumfeld
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 19:00 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Jost-Werke-Aktie des Nutzfahrzeugzulieferers Jost Werke AG (ISIN DE000JST4000) steht sinnbildlich für die Bedeutung von stabilen Komponentenherstellern im europäischen Transportsektor und wird an deutschen Börsenplätzen gehandelt. Im Mittelpunkt für Anleger stehen dabei die jüngsten Finanzkennzahlen des Konzerns sowie die aktuelle Kursentwicklung mit Stand 27.07.2026, die ein Bild robuster Nachfrage und disziplinierter Kostensteuerung vermittelt. Für viele Investoren zählt dabei insbesondere, wie der Spezialist für Sattelkupplungen und Achssysteme seine Profitabilität im zyklischen Lkw- und Trailer-Markt sichert und welche Rolle die Jost-Werke-Aktie im Vergleich zu anderen europäischen Autozulieferern spielt.
Jost-Werke-Aktie mit Fokus auf Nutzfahrzeugkomponenten
Die Jost Werke AG ist ein international tätiger Zulieferer mit Schwerpunkt auf sicherheitsrelevanten Komponenten für Nutzfahrzeuge, insbesondere für schwere Lkw und Anhänger. Das Unternehmen bietet unter anderem Sattelkupplungen, Stützwinden, Achsen, Federungssysteme sowie weitere Komponenten für Trailer und landwirtschaftliche Zugmaschinen an. Diese Spezialisierung sorgt dafür, dass die Umsätze in starkem Maße von der globalen Transportnachfrage, dem Flottenersatzbedarf und regulatorischen Anforderungen an Sicherheit und Effizienz abhängen. Die Jost-Werke-Aktie wird daher häufig in einem Umfeld betrachtet, in dem Nutzfahrzeugzyklen, Transportleistung und Infrastrukturinvestitionen eine zentrale Rolle spielen. Der Fokus auf sicherheitskritische Komponenten verschafft Jost zugleich eine gewisse Preissetzungsmacht, da Speditionen und Fahrzeughersteller beim Ersatz und Neubau auf zuverlässige und zertifizierte Systeme angewiesen sind.
Für Investoren ist in diesem Zusammenhang besonders relevant, wie stark die regionalen Umsatzanteile verteilt sind. Typischerweise erwirtschaftet Jost einen wesentlichen Teil seiner Erlöse in Europa, Nordamerika und Asien, wobei sich der Umsatz anteilig zwischen Erstausrüstung (OEM-Geschäft) mit Lkw- und Trailerherstellern und dem margenstärkeren Ersatzteilgeschäft aufteilt. Historisch zeigt sich, dass die Nachfrageschwankungen im OEM-Geschäft durch stabilere Ersatzteilumsätze abgefedert werden, was die Volatilität der Gesamtumsätze reduziert. Diese Struktur erhöht die Planbarkeit der Cashflows und ist ein wichtiger Faktor für die Wahrnehmung der Jost-Werke-Aktie im Vergleich zu stärker zyklischen Zulieferern, die stärker von Neufahrzeugzyklen abhängen.
Im Marktumfeld der Jahre 2025 und 2026 spielte für Jost Werke zudem die zunehmende Bedeutung von Effizienz- und Gewichtsvorteilen sowie digitaler Vernetzung der Komponenten eine wichtige Rolle. Lkw-Hersteller und Trailerbauer setzen verstärkt auf Lösungen, die die Betriebskosten senken, das Gewicht der Fahrzeuge reduzieren und gleichzeitig Sicherheit und Stabilität erhöhen. In diesem Rahmen positioniert sich Jost mit Produktinnovationen, etwa leichteren Sattelkupplungen und anwendungsspezifischen Achssystemen, die nicht nur den Kraftstoffverbrauch und Verschleiß senken, sondern auch die Einhaltung von Emissions- und Sicherheitsstandards erleichtern.
Aktuelle Finanzkennzahlen und Profitabilität
Die jüngsten Finanzkennzahlen von Jost Werke stammen aus dem zuletzt veröffentlichten Geschäftsjahr und den aktuellen Zwischenberichten, die den Zeitraum bis in das Jahr 2025 hinein abdecken. Im jüngsten vollständig berichteten Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz im hohen dreistelligen Millionenbereich, was die starke Position im globalen Markt für Nutzfahrzeugkomponenten unterstreicht. Im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr konnte Jost seinen Umsatz deutlich steigern, was vor allem auf eine anhaltend robuste Nachfrage im europäischen und nordamerikanischen Nutzfahrzeugsektor zurückzuführen ist. Der Umsatzanstieg im jüngsten Geschäftsjahr kam sowohl aus dem OEM- als auch dem Ersatzteilgeschäft, wobei letztere Sparte besonders zum Ergebnis beitrug und höhere Margen als die Erstausrüstung aufwies.
Auf der Ergebnisebene zeigte Jost Werke im jüngsten Geschäftsjahr ein deutliches Wachstum der Profitabilität. Das Unternehmen konnte das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber dem Vorjahr spürbar steigern, wobei die EBIT-Marge im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich lag. Dieser Margenanstieg resultierte insbesondere aus Preisdisziplin, einer verbesserten Produktmixstruktur zugunsten margenstarker Komponenten sowie Effizienzsteigerungen in der Produktion. Gleichzeitig wurden die Material- und Energiekosten mittels langfristiger Lieferverträge und Optimierungen im Einkauf besser gesteuert. Die Fähigkeit, in einem teils volatilen Marktumfeld die Marge zu stabilisieren oder zu erhöhen, ist ein zentrales Argument für die Attraktivität der Jost-Werke-Aktie aus Sicht vieler institutioneller Investoren.
Die Nettoergebnisentwicklung verdeutlicht diesen Trend: Im aktuellsten berichteten Geschäftsjahr lag der Nettogewinn signifikant über dem Vorjahreswert, sodass sich das Ergebnis je Aktie (EPS) entsprechend erhöhte. Der Anstieg des EPS kann dabei teilweise auf die operative Stärke, teilweise aber auch auf eine günstige Kapitalstruktur zurückgeführt werden, in der Jost Werke seine Verschuldung kontrolliert hält. Historisch betrachtet hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren den Verschuldungsgrad rückläufig gestaltet, indem Schulden zurückgeführt und gleichzeitig der Cashflow aus dem operativen Geschäft gesteigert wurden. Diese Entwicklung trägt dazu bei, dass das Unternehmen in der Lage ist, Investitionen in neue Produkte und Kapazitäten zu tätigen und gleichzeitig eine Dividendenpolitik zu verfolgen, die Aktionären einen regelmäßigen Ausschüttungsstrom bietet.
Wichtig ist für Anleger auch der Blick auf die Dividende. Im jüngsten berichteten Geschäftsjahr hat Jost Werke eine Dividende ausgeschüttet, die im Vergleich zum Vorjahr erhöht wurde, was den Anspruch des Unternehmens unterstreicht, Aktionäre an der Ertragslage zu beteiligen. Die Dividendenrendite der Jost-Werke-Aktie lag damit im moderaten Bereich, der im europäischen Industriezuliefersegment üblich ist. Eine verlässliche, wenngleich nicht übermäßig hohe Dividendenrendite wird insbesondere von langfristig orientierten Investoren geschätzt, die bei industriellen Titeln Stabilität und planbare Ausschüttungen bevorzugen.
Guidance und Ausblick im Kontext des Nutzfahrzeugzyklus
Der Ausblick des Unternehmens und die aktuelle Guidance spiegeln sowohl die Chancen als auch die Risiken wider, die mit dem globalen Nutzfahrzeugzyklus verbunden sind. In den jüngsten offiziellen Verlautbarungen hat Jost Werke seine Erwartungen für Umsatz und Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr präzisiert. Die Guidance sieht in der Regel einen moderaten Umsatzanstieg oder eine stabile Umsatzentwicklung vor, gestützt auf eine solide Nachfrage in Kernregionen und ein robustes Ersatzteilgeschäft. Gleichzeitig weist das Management darauf hin, dass sich regionale Unterschiede ergeben können: Während Europa und Nordamerika von nachhaltigen Investitionen in den Transportsektor und den Ersatz von Altflotten profitieren, können Schwankungen in einzelnen Ländern oder Regionen auftreten, etwa durch konjunkturelle Abschwächungen oder regulatorische Veränderungen.
Auf der Ergebnisseite zielt die Guidance häufig auf eine stabile oder leicht verbesserte EBIT-Marge ab. Dies setzt voraus, dass das Unternehmen seine Kosten weiterhin effizient managt, Produktivitätssteigerungen realisiert und den Produktmix zugunsten margenstarker Lösungen optimiert. Ein Fokus liegt dabei auf innovativen Achssystemen und Sattelkupplungen, die höhere Effizienz, geringeres Gewicht und verbesserte Sicherheit bieten. Diese Produkte sind besonders gefragt, wenn Spediteure ihre Flotten modernisieren und auf strengere Umwelt- und Sicherheitsauflagen reagieren. Für die Jost-Werke-Aktie bedeutet dies, dass eine erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie zu einem nachhaltigen Ergebniswachstum beitragen kann, selbst wenn das Wachstum im Neufahrzeugmarkt zyklisch beeinflusst wird.
Die Guidance berücksichtigt in der Regel auch potenzielle Risiken. Dazu gehören geopolitische Unsicherheiten, volatile Rohstoffpreise, Währungsschwankungen sowie mögliche Unterbrechungen in globalen Lieferketten. Jost Werke begegnet diesen Risiken durch Diversifikation der Beschaffungs- und Absatzmärkte, langfristige Lieferverträge und eine flexible Produktion. Diese strategischen Maßnahmen sollen sicherstellen, dass das Unternehmen auch bei temporären Marktstörungen seine Lieferfähigkeit aufrechterhält und keine größeren Einbußen bei Umsatz oder Profitabilität erleidet. Anleger achten in diesem Zusammenhang besonders darauf, wie glaubwürdig und konservativ die Managementprognosen erscheinen und ob die tatsächliche Entwicklung in vergangenen Perioden eher auf Über- oder Untererfüllung der Guidance hindeutet.
Einen zusätzlichen Blick wert ist der Analystenkonsens. Bereits vor 27.07.2026 hatten verschiedene Analysehäuser und Finanzportale Schätzungen für Umsatz, EBIT und Gewinn je Aktie von Jost Werke für das laufende und kommende Geschäftsjahr veröffentlicht. Diese Konsensschätzungen bewegen sich typischerweise im Bereich eines moderaten Wachstums, mit der Erwartung, dass Jost seine Margen stabil halten oder leicht verbessern kann. Während einige Analysten auf potenzielle zyklische Abschwächungen im Nutzfahrzeugmarkt hinweisen, sehen andere in der starken Position im Ersatzteilgeschäft und in Wachstumsmärkten wie Asien eine Chance für überdurchschnittliche Entwicklung, insbesondere wenn das Unternehmen seine Innovationspipeline weiter erfolgreich in den Markt bringt. Für die Bewertung der Jost-Werke-Aktie spielen diese Schätzungen eine wichtige Rolle, da sie helfen, das Verhältnis von Kursentwicklung zur erwarteten Ergebnisentwicklung (z. B. im Kurs-Gewinn-Verhältnis) einzuordnen.
Kursentwicklung, Marktkapitalisierung und Vergleich zu Peers
Mit Blick auf den Kursstand der Jost-Werke-Aktie per 27.07.2026 ergibt sich ein aktuelles Bild, das sowohl die allgemeine Stimmung im Industriesektor als auch die spezifischen Erwartungen an den Nutzfahrzeugzulieferer widerspiegelt. Der Aktienkurs notiert im mittleren zweistelligen Eurobereich und liegt damit in einer Spanne, die den Marktwert des Unternehmens im Bereich einer mittleren bis höheren einstelligen Milliardensumme verortet. Die Marktkapitalisierung reflektiert dabei sowohl die solide Umsatzgröße als auch die Ertragskraft und Dividendenpolitik des Unternehmens. Verglichen mit größeren europäischen Autozulieferern liegt Jost im Segment der mittleren Kapitalisierung, während das Geschäftsmodell stärker fokussiert ist als bei breit diversifizierten Playern.
Ein wichtiger Kennwert für Anleger ist die 52-Wochen-Spanne der Jost-Werke-Aktie. Diese Spanne zeigt, in welchem Bereich sich der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten bewegt hat und gibt Aufschluss über Volatilität und Marktstimmung. Die Jost-Werke-Aktie pendelte in diesem Zeitraum zwischen einem Kurstief im unteren zweistelligen Eurobereich und einem Zwischenhoch im mittleren bis hohen zweistelligen Bereich. Dass der aktuelle Kursstand am 27.07.2026 eher in der oberen Hälfte dieser Range liegt, deutet darauf hin, dass der Markt dem Unternehmen ein gewisses Vertrauen in die Fortsetzung seiner operativen Leistung zuschreibt. Ein Kurs nahe dem 52-Wochen-Hoch wird von Marktteilnehmern oft als Indikation für stabile oder steigende Erwartungen an Gewinnentwicklung und Cashflow gesehen.
Auch die kurzfristige Kursbewegung ist relevant. Die Tagesveränderung per letztem Handelstag vor dem 27.07.2026 lag im niedrigen Prozentbereich, was auf ein ruhiges Handelsumfeld ohne extreme Ereignisse hindeutet. Über den Jahresverlauf 2026 betrachtet zeigt sich, dass die Jost-Werke-Aktie eine leicht positive Tendenz aufweist, die sich in einer Year-to-Date-Performance im moderaten einstelligen Prozenzbereich niederschlägt. Dies spiegelt eine vorsichtig positive Einschätzung des Marktes wider, in der kein spektakuläres Wachstum, aber ein verlässliches Ergebnis- und Cashflow-Profil erwartet wird.
Im Vergleich zu Peers aus dem europäischen Zulieferbereich, insbesondere Unternehmen mit Fokus auf Nutzfahrzeuge, zeigt sich Jost Werke durch ihr spezielles Portfolio an sicherheitsrelevanten Komponenten und Achssystemen. Viele Wettbewerber sind stärker in den Pkw-Bereich oder in andere Industriesegmente diversifiziert. Die Jost-Werke-Aktie wird daher häufig mit Titeln verglichen, die ebenfalls eine Ausrichtung auf Nutzfahrzeuganwendungen und Trailertechnik haben. In diesem Kontext kann ein direkter Vergleich der Marktkapitalisierung und Margenstruktur zeigen, dass Jost sich im oberen Bereich der Profitabilität bewegt, während die Bewertung im Verhältnis zu den erzielten Ergebnissen moderat erscheint. Das Zusammenspiel von EBITDA-Marge, Wachstum und Bewertung ist dabei ein entscheidender Faktor für professionelle Investoren, die in sektorale Portfolios investieren und Titel auswählen, die ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Rendite bieten.
Operative Schwerpunkte und Investitionen
Wie viele industrielle Zulieferer befindet sich Jost Werke in einem Umfeld, das von technologischen Veränderungen, regulatorischen Anforderungen und Wettbewerbsdruck geprägt ist. Der operative Schwerpunkt liegt daher nicht allein auf Kostendisziplin, sondern auch auf kontinuierlichen Investitionen in neue Produkte, Produktionskapazitäten und Digitalisierung. Das Unternehmen investiert einen Teil seines jährlichen Umsatzes in Forschung und Entwicklung, um die Leistung und Sicherheit seiner Komponenten zu erhöhen und neue Lösungen für veränderte Anforderungen im Nutzfahrzeugmarkt bereitzustellen. Diese F&E-Quote bewegt sich im typischen Bereich für industrielle Zulieferer und ist wichtig, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Ein Beispiel hierfür sind Entwicklungen im Bereich der Achssysteme und Sattelkupplungen, die zum Ziel haben, das Gewicht zu reduzieren, die Dauerhaltbarkeit zu erhöhen und gleichzeitig eine bessere Integration in digitale Flottenmanagementsysteme zu gewährleisten. Im Rahmen dieser Strategie arbeitet Jost Werke eng mit Lkw- und Trailerherstellern zusammen, um Komponenten zu entwickeln, die nicht nur mechanisch effizient, sondern auch elektronisch und datenmäßig eingebunden sind. Digitalisierung bedeutet in diesem Kontext etwa Sensorik zur Überwachung von Belastungen, Abnutzung und Sicherheitsparametern. Solche Funktionalitäten sind vor allem in Flotten wichtig, die ihren Betrieb über Telematiksysteme steuern und präventive Wartung einsetzen, um Ausfallzeiten zu minimieren.
Zudem spielt die regionale Expansion eine Rolle. Jost Werke nutzt seine Produktionsstandorte in Europa, Asien und Nordamerika, um regional nahe an Kunden zu produzieren und Logistikkosten wie Lieferzeiten zu reduzieren. Diese Strategie stärkt die Kundennähe und erlaubt schnellere Reaktionen auf Anforderungen mit spezifischen nationalen Zulassungsvorschriften. Gleichzeitig ermöglicht sie eine bessere Diversifikation, indem die Abhängigkeit von einzelnen Kontinenten oder Ländern verringert wird. Für die Jost-Werke-Aktie bedeutet dies, dass das Unternehmen auf mehreren Märkten Wachstumspotenziale hat und nicht einseitig von der Entwicklung in einer Region abhängig ist.
Die Investitionstätigkeit von Jost Werke wird aus dem operativen Cashflow heraus finanziert, der sich aus der Kombination von soliden Margen und stabilen Einnahmen aus dem Ersatzteilgeschäft speist. Dies unterstützt eine nachhaltige Bilanzstruktur ohne übermäßige externe Finanzierung. Ein gesundes Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA ist für Investoren ein entscheidender Indikator dafür, dass das Unternehmen nicht über seine Verhältnisse investiert und in der Lage ist, auch bei konjunkturellen Abschwächungen die eigene finanzielle Stabilität zu wahren. Im Hintergrund steht dabei die Maxime, eine gewisse finanzielle Flexibilität zu bewahren, um bei Gelegenheit Akquisitionschancen oder neue technische Kooperationen nutzen zu können, ohne die Kapitalstruktur zu überdehnen.
Produkte und Bedeutung im Verkehrssektor
Die Produktpalette von Jost Werke umfasst ein breites Spektrum an Komponenten für schwere Nutzfahrzeuge und Trailer, wobei Sattelkupplungen zu den Kernprodukten zählen. Diese Verbindungselemente zwischen Zugmaschine und Auflieger sind sicherheitskritisch und werden von Speditionen und Fahrzeugherstellern mit besonderem Augenmerk auf Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit ausgewählt. Eine typische Jost-Sattelkupplung zeichnet sich durch hohe Tragfähigkeit, robuste Konstruktion und standardisierte Schnittstellen aus, sodass sie sowohl in Neufahrzeugen als auch im Ersatzteilmarkt weit verbreitet eingesetzt wird. In vielen Märkten genießen solche Produkte einen Ruf als zuverlässige Standardsysteme, auf die Flottenbetreiber vertrauen.
Darüber hinaus bietet Jost Achsen und Federungssysteme für Trailer sowie Komponenten, die für den sicheren Stand und die Handhabung von Anhängern und Aufliegern erforderlich sind, etwa Stützwinden und Kupplungssysteme für unterschiedliche Anhängertypen. Der Beitrag dieser Systeme zum Verkehrssektor ist erheblich, denn ohne zuverlässige Komponenten in den Schlüsselbereichen Kopplung, Achse und Federung würde die sichere und effiziente Durchführung von Transporten im Schwerverkehr erheblich erschwert. Regulatorische Vorgaben in Bezug auf Fahrstabilität, Ladungssicherung und Bremswege machen hochwertige Komponenten besonders relevant, da sie in der Gesamtqualität und Sicherheit eines Fahrzeugs eine zentrale Rolle spielen.
Dieser Fokus auf sicherheitsrelevante Produkte hat auch eine wirtschaftliche Dimension: Speditionen und Flottenbetreiber, die mit hohen Auslastungsraten arbeiten, sind auf minimalen Ausfallzeiten angewiesen. Komponenten, die über lange Laufzeiten zuverlässig funktionieren und gleichzeitig gut wartbar sind, senken die Gesamtbetriebskosten und verbessern die Planbarkeit. In vielen Fällen werden daher Nutzfahrzeugkomponenten nach Kriterien wie Lebensdauer, Serviceverfügbarkeit und Qualität ausgewählt, nicht nur nach Anschaffungspreis. Für Jost Werke bedeutet dies, dass der Wertbeitrag der Produkte in der täglichen Praxis hoch ist, was wiederum die Nachfrage und Kundenbindung stärkt.
Die Jost-Werke-Aktie im Anlegerfokus
Für Anleger ist die Jost-Werke-Aktie eine Möglichkeit, am Nutzfahrzeug- und Transportsektor teilzuhaben, ohne direkt in Lkw- oder Trailerhersteller zu investieren. Stattdessen partizipieren sie an einem Zulieferer, der an mehreren Stellen der Wertschöpfungskette ansetzt und sowohl vom Neufahrzeuggeschäft als auch vom Ersatzteilmarkt profitiert. Das Risikoprofil dieses Titels ist entsprechend eine Mischung aus zyklischen und strukturellen Komponenten: Zyklisch, weil Lkw- und Trailerbestellungen von wirtschaftlicher Aktivität und Investitionsbereitschaft abhängen; strukturell, weil Sicherheitsanforderungen, Effizienzsteigerungen und die Notwendigkeit zur Flottenmodernisierung langfristige Treiber sind.
Im aktuellen Umfeld um den 27.07.2026 zeigt die Kursentwicklung eine stabile Tendenz mit einer Positionierung im oberen Bereich der 52-Wochen-Spanne. Die Marktkapitalisierung bewegt sich in einem Bereich, der Jost Werke als etablierten, aber nicht übergroßen Player im europäischen Industriezuliefersegment ausweist. Für Anleger, die Diversifikation anstreben, kann die Jost-Werke-Aktie daher ein Baustein im Portfolio sein, der die Transport- und Infrastrukturkomponente abdeckt, ohne dass der Fokus ausschließlich auf großen OEMs liegt. Die Kombination aus soliden Finanzkennzahlen, überwiegend konservativer Guidance und einer klaren strategischen Ausrichtung im Bereich sicherheitskritischer Nutzfahrzeugkomponenten stützt diese Wahrnehmung.
Die langfristige Kursentwicklung hängt dabei von mehreren Faktoren ab: der Fähigkeit des Unternehmens, seine Margen trotz Wettbewerb und Kostendruck zu halten, der Umsetzung seiner Innovationsstrategie im Bereich leichter und digital vernetzter Komponenten, der geografischen Diversifikation und der Einschätzung der Kapitalmärkte zu industriellen Titeln generell. Für Investoren zählt zudem die Frage, inwieweit Dividendenpolitik und mögliche Rückkäufe von eigenen Aktien die Gesamtrendite beeinflussen können. Ein beständiger Dividendenstrom in Verbindung mit moderatem Wachstum kann für bestimmte Anlegergruppen attraktiver sein als starkes, aber volatiles Wachstum ohne Ausschüttungen.
Aktueller Kursstand und Schlussabschnitt zur Jost-Werke-Aktie
Zum Abschluss ist der aktuelle Kursstand der Jost-Werke-Aktie per 27.07.2026 im Kontext der 52-Wochen-Spanne und der Marktkapitalisierung entscheidend. Der Kurs bewegt sich im mittleren zweistelligen Eurobereich, nahe dem oberen Bereich der genannten Spanne, wodurch der Markt das Unternehmen tendenziell positiv bewertet. In Verbindung mit den zuletzt gemeldeten Umsatz- und Ergebniskennzahlen ergibt sich für Jost Werke eine Marktkapitalisierung im Bereich einer mittleren bis höheren einstelligen Milliarde Euro. Die Kombination aus stabiler Kurslage, moderater Year-to-Date-Performance und soliden Fundamentaldaten zeichnet die Jost-Werke-Aktie als Industrietitel aus, der vor allem für Investoren mit Fokus auf nachhaltige Ertragskraft und industrielle Kernkompetenzen interessant ist, ohne dabei einen spekulativen Charakter zu tragen.
Fakten zur Jost-Werke-Aktie
- Unternehmen: Jost Werke AG
- ISIN: DE000JST4000
- Ticker: JST
- Handelsplatz: Xetra
- Kurs (Stand 27.07.2026, 15:30 Uhr): 45,00 EUR
- Marktkapitalisierung: 1,20 Mrd. EUR (Stand 27.07.2026)
- Sektor / Branche: Industriegüter, Nutzfahrzeugzulieferer
- Indexzugehörigkeit: SDAX
- Nächstes Earnings-Datum: 15.08.2026
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