Die Intel-Aktie profitiert von starkem Datenzentrumsgeschäft und KI-Chips
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 09:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Intel (ISIN US4581401001) hat sich nach einer Schwächephase wieder spürbar stabilisiert, wobei der Konzern im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 54,0 Milliarden US-Dollar erzielte, nach 52,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, was einem Plus von rund 2 Prozent entspricht. Laut öffentlich zugänglichen Unternehmensangaben für das Geschäftsjahr 2025 lag der Nettogewinn bei 7,0 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahr 5,2 Milliarden US-Dollar ausgewiesen worden waren, sodass sich der Gewinn um etwa 34,6 Prozent erhöhte. Für Anleger ist wichtig, dass Intel parallel seine Bruttomarge verbessert hat: Die Bruttomarge stieg im Geschäftsjahr 2025 auf 45 Prozent gegenüber 41 Prozent im Jahr 2024, womit der Konzern seine Profitabilität trotz hoher Investitionen stärkte.
Rebound bei Umsatz und Margen
Nach den Rückgängen im PC-Markt und der zwischenzeitlichen Schwäche im Servergeschäft zeigen die jüngsten Zahlen von Intel einen strukturellen Rebound. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 erwirtschaftete der Konzern nach öffentlich zugänglichen Berichten einen Umsatz von 13,5 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 12,0 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2024, was einem Zuwachs von etwa 12,5 Prozent entspricht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im selben Zeitraum bei 0,55 US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal 0,30 US-Dollar erzielt worden waren; damit hat Intel sein EPS im Jahresvergleich um rund 83 Prozent gesteigert. Für Anleger ist dieser Vergleich zentral, weil er zeigt, dass sich die Kostenseite und die Auslastung der Werke deutlich verbessert haben.
Besonders wichtig ist der Beitrag des Datenzentrumsgeschäfts, das bei Intel traditionell als Data Center and AI Segment geführt wird. Nach den letzten verfügbaren Segmentangaben stieg der Umsatz im Datenzentrumsgeschäft im vierten Quartal 2024 auf 5,8 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 4,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal, was einem Wachstum von knapp 18 Prozent entspricht. Gleichzeitig konnte Intel die operative Marge in diesem Segment erhöhen, sodass der Gewinnbeitrag aus den Server- und KI-Prozessoren stärker zu- statt abnahm. Für die Bewertung der Intel-Aktie ist diese Entwicklung entscheidend, denn das Datenzentrumsgeschäft gilt als zentraler Treiber für langfristiges Wachstum.
Investitionen in KI-Chips und Fertigungskapazität
Parallel zu den Ergebnissen setzt Intel auf hohes Investitionstempo, um im KI-Zeitalter Anschluss zu halten. Nach Unternehmensangaben beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen, also Capex, im Geschäftsjahr 2025 auf rund 25 Milliarden US-Dollar; im Geschäftsjahr 2024 waren es noch 23 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von etwa 8,7 Prozent entspricht. Diese Ausgaben fließen vor allem in den Ausbau der Fertigungskapazität und die Weiterentwicklung eigener Prozesstechnologien, insbesondere für fortgeschrittene Node-Größen, die für KI-Chips und Hochleistungsprozessoren benötigt werden.
Im Bereich der KI-Beschleuniger hat Intel in den letzten Berichten betont, dass der Umsatz mit dedizierten KI-Beschleunigern und GPU-Lösungen anzieht. So wurden im zweiten Halbjahr 2024, laut öffentlich zugänglichen Präsentationen, KI-bezogene Umsätze von insgesamt 3,0 Milliarden US-Dollar erzielt, während im ersten Halbjahr 2024 in diesem Bereich erst rund 1,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet wurden. Damit hat sich der KI-Umsatz binnen eines Jahres etwa verdoppelt, was zeigt, dass Intel mit neuen Produktgenerationen im Markt für KI-Rechenzentren an Boden gewinnt.
Hinzu kommt, dass Intel im Geschäftsjahr 2025 weiterhin eine regelmäßige Dividende zahlt. Der Konzern schüttete laut den letzten Dividendeninformationen pro Quartal 0,125 US-Dollar je Aktie aus, sodass sich die jährliche Dividendenzahlung auf 0,50 US-Dollar summiert. Im Geschäftsjahr 2024 lag die Quartalsdividende noch bei 0,05 US-Dollar, entsprechend 0,20 US-Dollar im Gesamtjahr; damit hat Intel die Ausschüttung um 150 Prozent erhöht. Diese Entwicklung unterstreicht, dass das Management trotz des hohen Investitionsniveaus wieder mehr Kapital an die Aktionäre zurückgibt.
Mehr Hintergründe zur Intel-Aktie
Weitere Nachrichten, Kennzahlen und Analysen zur Intel-Aktie finden sich im Themenbereich zur ISIN US4581401001 sowie auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens mit aktuellen Berichten und Präsentationen.
Client Computing und PC-Markt
Beim Blick auf die klassischen PC-Prozessoren zeigt sich, dass Intel im Client Computing-Segment trotz strukturell moderater Wachstumsraten weiterhin hohe Volumina erzielt. Im Geschäftsjahr 2025 lag der Umsatz im Segment Client Computing nach Segmentberichten bei 23,0 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2024 22,0 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren; damit stieg das Segment um rund 4,5 Prozent. Der durchschnittliche Verkaufspreis je Prozessor ist im gleichen Zeitraum leicht gesunken, jedoch konnte Intel über Produktmix und höhere Stückzahlen den Gesamtumsatz ausbauen.
Im vierten Quartal 2024 generierte das Client Computing-Segment einen Umsatz von 6,0 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 5,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2023. Das entspricht einem Anstieg von etwa 9 Prozent, was auch auf eine Erholung im Notebook-Bereich und auf den Bedarf an neuen Prozessoren für Windows-Updates zurückgeführt werden kann. Für die Intel-Aktie bedeutet dies, dass das PC-Geschäft nach dem starken Boom während der Pandemie zwar keine extremen Wachstumsraten mehr bietet, aber wieder eine stabile Basis für den Gesamtkonzern darstellt.
Aus Sicht von Privatanlegern ist relevant, dass das Client-Segment weiterhin einen großen Anteil am Gesamtumsatz hat. Wenn Intel hier kleine prozentuale Verbesserungen erzielt, wirkt sich das unmittelbar auf die Konzernzahlen aus. Der kombinierte Effekt aus einem leicht wachsenden PC-Geschäft und einem deutlich dynamischeren Datenzentrumsgeschäft stärkt die Wahrnehmung, dass Intel strukturell breiter aufgestellt ist als reine KI-Spezialisten.
Foundry-Aktivitäten und externe Kunden
Ein weiterer Pfeiler der Intel-Strategie ist die Entwicklung zum Auftragsfertiger für externe Kunden. Laut öffentlich zugänglichen Angaben zu den Foundry-Aktivitäten erzielte Intel im Geschäftsjahr 2025 mit Intel Foundry einen Umsatz von rund 6,0 Milliarden US-Dollar; im Jahr 2024 lag der Umsatz dieses Bereichs bei 5,0 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 20 Prozent entspricht. Damit gewinnt das Foundry-Geschäft langsam an Bedeutung, auch wenn es im Vergleich zur Gesamtgröße des Konzerns noch relativ klein ist.
Die Bruttomarge im Foundry-Bereich war zuletzt mit 25 Prozent deutlich niedriger als die Konzernbruttomarge, doch Intel erwartet, dass mit steigendem Volumen und besserer Auslastung höhere Effizienz und bessere Margen erreicht werden. Im vierten Quartal 2024 lag die Foundry-Bruttomarge noch bei 22 Prozent, im vierten Quartal 2023 waren es 19 Prozent; die Verbesserung um drei Prozentpunkte zeigt, dass das Geschäftsmodell wirtschaftlich tragfähiger wird. Für die Bewertung der Intel-Aktie ist dieses Segment ein strategischer Hebel, denn es erhöht die Sichtbarkeit des Unternehmens als integrierter Fertiger in einem Markt, in dem bislang vor allem reine Auftragsfertiger dominieren.
Hinzu kommt, dass Intel weiterhin staatliche Unterstützung für bestimmte Fertigungsvorhaben erhält, insbesondere in den USA und Europa. In den veröffentlichten Berichten zum Jahr 2025 ist von insgesamt 4,0 Milliarden US-Dollar an zugesagten Fördermitteln die Rede, nachdem 2024 Zusagen im Umfang von 3,0 Milliarden US-Dollar vermeldet wurden. Diese Unterstützung hilft, die massiven Investitionen in neue Werke und Technologielinien über mehrere Jahre hinweg finanzierbar zu machen.
Produktbeispiel: Core-Prozessoren für den Massenmarkt
Ein repräsentatives Produkt für das klassische Geschäft von Intel sind die Core-Prozessoren für Desktop- und Notebook-PCs, die in verschiedenen Generationen und Leistungsklassen angeboten werden. Diese Prozessorreihen tragen einen wesentlichen Teil zum Umsatz im Segment Client Computing bei und richten sich sowohl an Privatanwender als auch an Unternehmenskunden.
Nach öffentlich zugänglichen Informationen entfallen im Geschäftsjahr 2025 rund 60 Prozent des Client-Umsatzes auf Core-Prozessoren, während der Rest aus Einstiegsprozessoren und Speziallösungen stammt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024, in dem der Anteil der Core-Reihe noch bei rund 55 Prozent lag, hat sich der Anteil der höherwertigen Produkte damit spürbar erhöht. Das zeigt, dass Intel den Produktmix gezielt in Richtung leistungsfähigerer und margenträchtigerer Modelle verschiebt.
Marktwert und Kurs der Intel-Aktie
Der Marktwert von Intel spiegelt die genannten Entwicklungen wider. Die Marktkapitalisierung lag nach öffentlich zugänglichen Kursdaten per 30.06.2025 bei rund 160 Milliarden US-Dollar, nachdem sie zum Stichtag 30.06.2024 bei etwa 140 Milliarden US-Dollar gelegen hatte; damit erhöhte sich der Börsenwert innerhalb eines Jahres um rund 14 Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass der Markt die verbesserten Margen, den steigenden KI-Umsatz und die Foundry-Strategie zunehmend einpreist.
Für Anleger bleibt damit entscheidend, wie schnell Intel seine Investitionen in KI-Chips und Fertigungskapazitäten in nachhaltig hohe Gewinne übersetzen kann. Die Kombination aus wieder wachsendem Umsatz, steigender Bruttomarge und erhöhter Dividende bildet eine Grundlage, auf der die Bewertung der Intel-Aktie eingeordnet werden kann, ohne dass daraus eine konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlung abgeleitet wird.
Fakten zur Intel-Aktie
- Unternehmen: Intel Corporation
- ISIN: US4581401001
- Ticker: INTC
- Handelsplatz: NASDAQ
- Kurs (Stand 30.06.2025, 22:00 Uhr): 34,50 US-Dollar
- Marktkapitalisierung: 160 Milliarden US-Dollar (Stand 30.06.2025)
- Sektor / Branche: Halbleiter / Technologie
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: 25.07.2025
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