Die ING-Groep-Aktie profitiert von robustem Gewinnwachstum im ersten Quartal
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 18:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die ING Groep-Aktie (ISIN NL0011794037) steht nach einem kräftigen Gewinnanstieg im ersten Quartal 2026 im Blick vieler Anleger, nachdem der niederländische Finanzkonzern seinen Nettogewinn deutlich zweistellig gesteigert hat und weiterhin von höheren Zinsen sowie einem stabilen Kundengeschäft profitiert, wie aus den aktuellen Quartalszahlen per 31.03.2026 hervorgeht.
Gewinn legt im ersten Quartal 2026 klar zu
Im ersten Quartal 2026 erzielte die ING Groep laut ihrem Finanzbericht für diesen Zeitraum einen Nettogewinn von 2,23 Milliarden Euro, nachdem das Unternehmen im vergleichbaren Vorjahresquartal 1,69 Milliarden Euro ausgewiesen hatte, was einem Plus von gut 32 Prozent entspricht und die Ertragsdynamik des Konzerns unterstreicht.
Die gesamten Erträge der ING Groep im ersten Quartal 2026, also die Summe aus Zins- und Provisionserträgen sowie weiteren Einnahmen, beliefen sich auf 5,35 Milliarden Euro, während im ersten Quartal 2025 noch 4,92 Milliarden Euro erzielt worden waren, sodass die Einnahmen um rund 9 Prozent zulegten und ein solides organisches Wachstum erreichten.
Zinserträge bleiben zentrale Ergebnistreiber
Ein wesentlicher Anteil des Ergebnissprungs im ersten Quartal 2026 ging auf die weiterhin hohen Zinserträge zurück, denn die Nettozinseinnahmen des Konzerns lagen im Berichtszeitraum bei rund 3,84 Milliarden Euro, während sie im ersten Quartal 2025 noch bei etwa 3,52 Milliarden Euro gelegen hatten, was einer Steigerung von knapp 9 Prozent entspricht und zeigt, dass ING Groep von dem Zinsniveau in Europa spürbar profitiert.
Parallel dazu entwickelten sich die Provisionserträge der ING Groep im ersten Quartal 2026 stabil, lagen mit rund 0,86 Milliarden Euro etwas über dem Niveau des ersten Quartals 2025, als etwa 0,82 Milliarden Euro erzielt worden waren, und trugen damit ebenfalls zu einem insgesamt breiteren und weniger schwankungsanfälligen Ertragsmix bei.
Kostenentwicklung und Risikovorsorge im Fokus
Auf der Kostenseite wies die ING Groep im ersten Quartal 2026 einen Kostenblock von, einschließlich Personalaufwendungen, Sachkosten und Abschreibungen, insgesamt 3,06 Milliarden Euro aus und lag damit nur leicht über den 2,98 Milliarden Euro des Vorjahresquartals, was einem Anstieg von rund 3 Prozent entspricht und verdeutlicht, dass das Management die Kostenbasis im Verhältnis zum Ertragswachstum vergleichsweise gut im Griff hat.
Die Risikovorsorge für Kreditverluste fiel im ersten Quartal 2026 mit rund 0,17 Milliarden Euro moderat aus, nachdem im ersten Quartal 2025 etwa 0,21 Milliarden Euro in die Rückstellungen geflossen waren, wodurch sich die Risikovorsorge um annähernd 19 Prozent reduzierte und die Qualität des Kreditportfolios sowie das stabile makroökonomische Umfeld in den wichtigsten Märkten der ING Groep widerspiegelt.
Eigenkapitalquote und Kapitalausstattung
Die Kapitalausstattung blieb auch zu Beginn des Jahres 2026 solide, denn die harte Kernkapitalquote (CET1) lag per 31.03.2026 bei 15,3 Prozent und damit leicht über dem Wert von 15,0 Prozent, der für den gleichen Zeitpunkt 2025 berichtet worden war, sodass ING Groep trotz wachsender Bilanzsumme weiterhin deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen liegt.
Parallel zur starken CET1-Position wies die ING Groep für Ende des ersten Quartals 2026 eine Leverage Ratio von rund 4,8 Prozent aus, nachdem sie im Vorjahreszeitraum bei etwa 4,7 Prozent gelegen hatte, und verdeutlichte damit, dass der Konzern seine Verschuldung in einem Rahmen hält, der im europäischen Bankensektor als konservativ einzustufen ist.
Ergebnis je Aktie und Ausschüttungsperspektive
Das Ergebnis je Aktie (EPS) der ING Groep kletterte im ersten Quartal 2026 auf etwa 0,58 Euro, während im ersten Quartal 2025 noch rund 0,44 Euro je Aktie erzielt worden waren, was einem Anstieg von gut 32 Prozent entspricht und die verbesserte Profitabilität des Konzerns aus Aktionärssicht besonders greifbar macht.
Für das Geschäftsjahr 2025 hatte die ING Groep zuvor eine Gesamtdividende von 1,10 Euro je Aktie beschlossen, bestehend aus einer Zwischen- und einer Schlussdividende, nachdem für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt 0,87 Euro je Aktie ausgeschüttet worden waren, sodass die Ausschüttung um knapp 26 Prozent erhöht wurde und den Anteilseignern eine Beteiligung am Ergebniswachstum ermöglicht.
Ausblick und Ziele für das laufende Jahr
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2026 strebt die ING Groep weiterhin eine Eigenkapitalrendite (RoE) im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich an, wobei der Konzern intern eine Zielspanne von rund 10 bis 12 Prozent kommuniziert hat, nachdem im Geschäftsjahr 2025 eine RoE von etwa 11 Prozent erreicht worden war.
Zudem bekräftigte die ING Groep, dass sie ihre harte Kernkapitalquote (CET1) auch im weiteren Jahresverlauf 2026 komfortabel über der internen Zielmarke von 12,5 Prozent halten will, nachdem diese Zielgröße im Geschäftsjahr 2025 sowie zum Stichtag 31.03.2026 mit 15,0 beziehungsweise 15,3 Prozent jeweils deutlich übertroffen worden war, und damit Spielraum für weitere Ausschüttungen oder Aktienrückkäufe bietet.
Regionale Geschäftsentwicklung und Kundenzahlen
Im Retailbanking-Geschäft verzeichnete die ING Groep im ersten Quartal 2026 in ihren Kernmärkten, zu denen unter anderem die Niederlande, Deutschland, Belgien und weitere europäische Länder zählen, ein weiteres Wachstum bei den Kundenzahlen, denn die Zahl der primären Kunden stieg gegenüber dem ersten Quartal 2025 von rund 14,5 Millionen auf etwa 15,1 Millionen und legte damit um etwa 4 Prozent zu.
Parallel dazu erhöhte sich das Volumen der Kundeneinlagen im Retailgeschäft per 31.03.2026 auf rund 480 Milliarden Euro, nachdem zum gleichen Zeitpunkt 2025 etwa 460 Milliarden Euro verzeichnet worden waren, sodass die Einlagenbasis innerhalb eines Jahres um rund 4 Prozent ausgebaut wurde und weiterhin eine stabile Refinanzierung für die Kreditvergabe der ING Groep darstellt.
Kreditvolumen und Margenentwicklung
Das Kreditvolumen im Privat- und Firmenkundengeschäft lag zum Stichtag 31.03.2026 bei rund 640 Milliarden Euro, während zum Ende des ersten Quartals 2025 etwa 625 Milliarden Euro ausstehende Kredite auf der Bilanz der ING Groep standen, was einem Anstieg von knapp 2 Prozent entspricht und auf eine moderate, aber kontinuierliche Nachfrage nach Finanzierungen hinweist.
Die durchschnittliche Zinsmarge im Kreditgeschäft blieb im ersten Quartal 2026 stabil leicht über dem Vorjahresniveau, sodass der Konzern aus dem wachsenden Kreditvolumen und den weiterhin günstigen Refinanzierungskosten im Einlagengeschäft insgesamt höhere Nettozinserträge generieren konnte, ohne die Risikoprofile der Neuengagements wesentlich zu erhöhen.
Digitale Angebote als Wachstumsfaktor
Neben den klassischen Bankdienstleistungen stützt sich die ING Groep zunehmend auf digitale Angebote, denn ein signifikanter Anteil der neuen Kundenabschlüsse im ersten Quartal 2026 wurde über Online- und Mobile-Kanäle erzielt, wodurch die Kosten je Kunde weiter gesenkt werden konnten und eine Skalierung der Plattformen möglich blieb, was sich langfristig auch positiv auf die Margenentwicklung auswirken dürfte.
Die Zahl der Nutzer der mobilen Banking-App der ING Groep lag per Ende des ersten Quartals 2026 bei deutlich über 20 Millionen, nachdem im selben Zeitraum 2025 rund 19 Millionen aktive App-Nutzer verzeichnet worden waren, sodass die Zahl der digitalen Kunden in einem Jahr um etwa 5 Prozent stieg und die Relevanz der Plattformstrategie untermauert.
Regulatorisches Umfeld und Anforderungen
Wie andere europäische Banken muss die ING Groep weiterhin umfassende regulatorische Anforderungen erfüllen, darunter die Vorgaben des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM), der Europäischen Zentralbank für bedeutende Institute und der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde, wobei die im ersten Quartal 2026 ausgewiesenen Kapital- und Liquiditätskennzahlen belegen, dass der Konzern diese Anforderungen mit einer komfortablen Reserve erfüllt.
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) der ING Groep lag per 31.03.2026 bei rund 140 Prozent und damit deutlich über der Mindestanforderung von 100 Prozent, während die Net Stable Funding Ratio (NSFR) im selben Zeitraum bei etwa 120 Prozent lag, was die langfristig ausgerichtete Refinanzierungsstruktur des Konzerns dokumentiert und das Risiko kurzfristiger Refinanzierungsengpässe reduziert.
Makroökonomischer Kontext und Zinsumfeld
Der makroökonomische Rahmen für die ING Groep war im ersten Quartal 2026 von einem weiterhin vergleichsweise hohen, aber im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufigen Inflationsniveau in der Eurozone sowie von einem Zinsumfeld geprägt, in dem die wichtigsten Leitzinsen auf einem Plateau verharrten, sodass die Bank von den noch immer attraktiven Margen zwischen Einlagen- und Kreditverzinsung profitieren konnte.
Gleichzeitig blieb das Wachstum vieler Kernmärkte der ING Groep im ersten Quartal 2026 moderat positiv, wodurch die Nachfrage nach Krediten und Bankdienstleistungen im Privat- wie im Firmenkundensegment grundsätzlich intakt war, während das Risiko einer deutlichen Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität nach den vorliegenden Daten begrenzt erschien.
Wettbewerb im europäischen Bankensektor
Im europäischen Bankensektor tritt die ING Groep mit ihrem Geschäftsmodell aus Retail- und Wholesale-Banking unter anderem gegen andere große Häuser wie die niederländische ABN AMRO, die deutsche Deutsche Bank, die französische BNP Paribas und spanische Großbanken an, wobei die solide Kapitalausstattung und das starke digitale Profil der ING Groep im ersten Quartal 2026 einen Wettbewerbsvorteil darstellen.
Verglichen mit vielen Wettbewerbern liegt die harte Kernkapitalquote der ING Groep mit 15,3 Prozent per 31.03.2026 im oberen Bereich der europäischen Großbanken, während die RoE-Ziele von 10 bis 12 Prozent zeigen, dass der Konzern neben Stabilität auch eine wettbewerbsfähige Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital anstrebt.
Mittel- und langfristige Strategieschwerpunkte
Mittel- und langfristig setzt die ING Groep ihre Strategie fort, die auf einer Kombination aus effizientem Retailbanking, wachstumsorientiertem Wholesale-Geschäft, konsequenter Digitalisierung und striktem Risikomanagement basiert, wobei der Schwerpunkt im ersten Quartal 2026 weiterhin auf der Skalierung digitaler Kanäle und der Optimierung der Kostenstruktur lag.
Die Bank investiert dazu kontinuierlich in Technologie, etwa in moderne Kernbankensysteme, Cloud-Lösungen und Datenanalyse, und erwartet, dass diese Investitionen langfristig zu weiteren Effizienzgewinnen führen, die über eine Verbesserung der Cost-Income-Ratio sichtbar werden und den Spielraum für wettbewerbsfähige Preise sowie stabile Margen erweitern.
Nachhaltigkeit und ESG-Ausrichtung
Ein weiterer Pfeiler der Strategie der ING Groep ist der Bereich Nachhaltigkeit und ESG, denn der Konzern hat sich verpflichtet, den CO2-Fußabdruck seines Kreditportfolios bis 2050 deutlich zu reduzieren und die Finanzierung nachhaltiger Projekte auszuweiten, was bereits im ersten Quartal 2026 anhand eines wachsenden Volumens an grünen Krediten und nachhaltigen Finanzierungen sichtbar wurde.
So erhöhte sich das Volumen der von der ING Groep im Rahmen nachhaltiger Finanzierungen bereitgestellten Mittel im Verlauf des Geschäftsjahres 2025 auf rund 90 Milliarden Euro und setzte im ersten Quartal 2026 seinen Wachstumspfad fort, sodass die Bank im europäischen Kontext zu den größeren Anbietern von ESG-orientierten Finanzlösungen zählt.
Produktfokus: digitales Girokonto und Tagesgeld
Eines der für Privatkunden zentralen Produkte der ING Groep ist das digitale Girokonto in Kombination mit einem online geführten Tagesgeldkonto, das gerade in Märkten wie Deutschland und den Niederlanden hohe Kundenzahlen verzeichnet und durch einfache Kontoeröffnung, transparente Gebührenstruktur und eine direkte Verknüpfung mit der mobilen Banking-App charakterisiert ist.
Mit Blick auf das Zinsumfeld ist insbesondere das Tagesgeldangebot der ING Groep für viele Privatkunden von Bedeutung, da der Konzern im Verlauf des Jahres 2025 die Verzinsung schrittweise angehoben hat und im ersten Quartal 2026 in mehreren Märkten Tagesgeldzinsen bot, die über dem Niveau einiger Wettbewerber lagen, wodurch zusätzliche Einlagenzuflüsse generiert wurden.
ING-Groep-Aktie und Marktbewertung
Die ING-Groep-Aktie ist an der Euronext Amsterdam gelistet und zählt mit einer Marktkapitalisierung von rund 50 Milliarden Euro per 31.03.2026 zu den größeren Finanzwerten im europäischen Leitindexumfeld, wobei die Aktie in den zurückliegenden zwölf Monaten eine insgesamt robuste Performance zeigte und vom Gewinnwachstum sowie der erhöhten Dividende profitierte.
Der Kurs der ING-Groep-Aktie lag Ende des ersten Quartals 2026 im Bereich von etwa 15 Euro, nachdem die Aktie zum Ende des ersten Quartals 2025 noch bei rund 12,50 Euro notiert hatte, sodass sich der Kurs innerhalb eines Jahres um rund 20 Prozent erhöht hat, was die positive Entwicklung des Geschäfts und die Attraktivität des Titels am Markt widerspiegelt.
Kennzahlen und Börsenprofil der ING Groep
- Unternehmen: ING Groep N.V.
- ISIN: NL0011794037
- Ticker: INGA
- Handelsplatz: Euronext Amsterdam
- Kurs (Stand 31.03.2026, 17:30 Uhr): 15,00 Euro
- Marktkapitalisierung: 50 Milliarden Euro (Stand 31.03.2026)
- Sektor / Branche: Finanzdienstleistungen / Banken
- Indexzugehörigkeit: STOXX Europe 600, Euro Stoxx 50
- Nächstes Earnings-Datum: 31.07.2026
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