Fortive Corp., US34959J1088

Die Fortinet-Aktie reagiert nach Quartalszahlen und zeigt robuste Wachstumsdynamik

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 20:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Fortinet-Aktie steht nach den jüngsten Quartalszahlen und einem zweistelligen Umsatzplus erneut im Blickfeld der Anleger. Der Cybersecurity-Spezialist verbindet starkes Wachstum mit solider Profitabilität und bleibt damit ein wichtiger Player im Sektor.

NYSE-Handelsraum mit Händlern und großen Bildschirmen für Fortive Corp. FTV Messtechnik-Aktie
Fortive Corp. Börsen-Editorial an der NYSE mit aktiven FTV-Händlern und Messtechnik-Aktiencharts, ISIN US34959J1088, Illustration mit AI erstellt.

Fortinet Inc. (ISIN US34959J1088) ist einer der weltweit führenden Anbieter von Cybersecurity-Lösungen, und die Fortinet-Aktie bleibt für viele Anleger wegen ihres Kombination aus Wachstum und Profitabilität interessant. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte Fortinet nach Unternehmensangaben einen Umsatz von rund 5,3 Milliarden US-Dollar, was einem deutlichen Anstieg gegenüber den etwa 4,4 Milliarden US-Dollar des Jahres 2022 entspricht und einem Wachstum von rund 21 Prozent auf Jahressicht. Parallel dazu steigerte Fortinet den Gewinn je Aktie (EPS, non-GAAP) im gleichen Zeitraum von ungefähr 1,13 US-Dollar in 2022 auf etwa 1,60 US-Dollar in 2023, was einem Zuwachs von rund 41 Prozent entspricht und die hohe operative Hebelwirkung des Geschäftsmodells unterstreicht. Für Anleger ist besonders bemerkenswert, dass Fortinet seine operative Marge im Jahr 2023 trotz erheblicher Investitionen in Forschung und Vertrieb stabil im hohen zweistelligen Prozentbereich halten konnte, während zugleich das Umsatzwachstum klar über dem breiten Markt für Unternehmenssoftware lag.

Im ersten Quartal 2024 setzte Fortinet diese Wachstumsstory fort und meldete einen Umsatz von rund 1,35 Milliarden US-Dollar, gegenüber etwa 1,26 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2023. Das entspricht einem Plus von rund 7 Prozent und zeigt, dass der Konzern auch nach dem starken Vorjahr weiter expandiert. Der bereinigte Gewinn je Aktie (non-GAAP EPS) lag im Q1 2024 bei ungefähr 0,43 US-Dollar und damit leicht über den knapp 0,34 US-Dollar aus dem Vorjahresquartal, was einem Zuwachs von gut 26 Prozent entspricht. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Fortinet zwar beim Umsatzwachstum etwas moderater unterwegs ist als in den Boomjahren, die Profitabilität aber deutlich verbessert hat. Zudem erreichte der Umsatz mit Sicherheitsabonnements und Services im ersten Quartal 2024 einen Wert von rund 880 Millionen US-Dollar, gegenüber etwa 780 Millionen US-Dollar im Q1 2023, was einem Wachstum von nahezu 13 Prozent entspricht und die zunehmende Bedeutung wiederkehrender Erlöse für das Geschäftsmodell zeigt.

Die Fortinet-Aktie spiegelt diese Entwicklung wider. Auf Basis eines jüngeren Kursniveaus lag die Marktkapitalisierung des Unternehmens bei rund 50 Milliarden US-Dollar, während sie ein Jahr zuvor noch im Bereich von etwa 40 Milliarden US-Dollar lag, was einem Anstieg von rund 25 Prozent innerhalb von zwölf Monaten entspricht. Damit hat sich Fortinet im hoch bewerteten US-Tech-Sektor eine solide Stellung erarbeitet. Für Anleger ist bemerkenswert, dass der Kursverlauf der Fortinet-Aktie im Zeitraum von zwölf Monaten zwar zwischen einem ungefähren Tief von rund 45 US-Dollar und einem Hoch von etwa 80 US-Dollar schwankte, der aktuelle Kurs sich aber im oberen Drittel dieser Spanne bewegt und damit die Erwartung an ein weiteres Wachstum des Unternehmens widerspiegelt. Das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Umsatz (Price-Sales-Ratio) liegt damit im Bereich von annähernd 9 bis 10, was für einen profitablen Wachstumswert im Cybersecurity-Segment zwar ambitioniert, im Sektorvergleich aber nicht ungewöhnlich ist.

Im Rahmen seiner jüngsten Quartalsberichte hat Fortinet zudem auf die Entwicklung wichtiger operativer Kennzahlen hingewiesen. So erreichte der sogenannte Billings-Wert – also das Volumen der insgesamt in einem Zeitraum in Rechnung gestellten Leistungen – im Geschäftsjahr 2023 rund 6,5 Milliarden US-Dollar, nachdem er im Jahr 2022 noch bei etwa 5,5 Milliarden US-Dollar gelegen hatte. Das entspricht einem Anstieg um rund 18 Prozent und zeigt, dass die Nachfrage nach den Produkten und Services von Fortinet weiterhin robust ist. Im ersten Quartal 2024 lag der Billings-Wert bei umgerechnet rund 1,55 Milliarden US-Dollar, gegenüber etwa 1,44 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal, was einem Plus von etwa 7,5 Prozent entspricht. Für Anleger sind diese Billings-Daten ein wichtiger Indikator für die künftige Umsatzentwicklung, da sie über den reinen Periodenumsatz hinausblicken und bereits abgeschlossene, aber noch nicht vollständig umsatzwirksam gewordene Verträge widerspiegeln.

Profitabilität und Cashflow als zentrale Stärke

Ein wesentlicher Grund, warum die Fortinet-Aktie im Cybersecurity-Sektor häufig als Qualitätswert wahrgenommen wird, ist die Kombination aus Wachstum und Profitabilität. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte Fortinet eine operative Marge (non-GAAP) von rund 26 Prozent, nachdem dieser Wert im Jahr 2022 noch bei etwa 24 Prozent gelegen hatte. Der zweiprozentige Anstieg zeigt, dass das Management Kostendisziplin und Skaleneffekte erfolgreich nutzt, um die Profitabilität zu steigern, obwohl der Konzern gleichzeitig seine Belegschaft ausbaut und Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöht. Zugleich generierte Fortinet im Jahr 2023 einen freien Cashflow (Free Cash Flow) von rund 1,6 Milliarden US-Dollar, gegenüber ungefähr 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022, was einem Zuwachs von rund 7 Prozent entspricht. Ein Free-Cashflow-Marge von deutlich über 25 Prozent macht Fortinet zu einem der cashflowstärksten Unternehmen im Security-Segment.

Im ersten Quartal 2024 lag der operative Gewinn (non-GAAP Operating Income) bei rund 400 Millionen US-Dollar und damit spürbar über den etwa 360 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 11 Prozent und unterstreicht, dass Fortinet die Profitabilität weiter ausbaut, während das Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich liegt. Die operative Marge im Q1 2024 lag mit ungefähr 30 Prozent über dem Jahresdurchschnitt 2023 und damit auf einem Niveau, das im Vergleich zu vielen anderen Software- und Security-Anbietern überdurchschnittlich ist. Diese Entwicklung ist für Anleger relevant, da sie zeigt, dass Fortinet in der Lage ist, sein Geschäftsmodell in Richtung höherer Effizienz zu entwickeln, ohne das Wachstum vollständig zu opfern.

Auch die Bilanzstruktur von Fortinet präsentiert sich solide. Das Unternehmen weist einen Bestand an liquiden Mitteln und kurzfristigen Anlagen in Höhe von über 3 Milliarden US-Dollar aus, während die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten deutlich darunter liegen, sodass Fortinet netto praktisch schuldenfrei agiert. Diese finanzielle Flexibilität verschafft dem Management Spielraum für Aktienrückkäufe, kleinere Akquisitionen und gezielte Investitionen in neue Technologien. Im Jahr 2023 nutzte Fortinet einen Teil seines Cashflows für ein Aktienrückkaufprogramm, über das Anteile im Volumen von mehreren hundert Millionen US-Dollar zurückgekauft wurden. Für bestehende Anteilseigner ist dies ein Signal, dass das Unternehmen von der eigenen Bewertung überzeugt ist und bereit ist, überschüssige Mittel an die Aktionäre zurückzugeben.

Wachstumstreiber im Cybersecurity-Markt

Der Markt, in dem Fortinet aktiv ist, wächst strukturell, getrieben von zunehmender Vernetzung, Cloud-Migration und einer wachsenden Bedrohungslage durch Cyberangriffe. Fortinet adressiert diesen Bedarf mit einer breiten Palette an Produkten und Services, die von Netzwerksicherheitslösungen über Cloud-Security bis hin zu Endpoint-Schutz und Sicherheitsmanagement reichen. Im Jahr 2023 erzielte Fortinet einen großen Teil seines Umsatzes mit Abonnements für Sicherheitsdienste und Software, die wiederkehrende Erlöse generieren. Der Anteil dieser sogenannten Security-Services am Gesamtumsatz lag bei über 60 Prozent, nachdem er im Jahr 2020 noch bei deutlich unter 50 Prozent gelegen hatte. Dieser steigende Anteil an wiederkehrenden Erlösen erhöht die Visibilität der künftigen Umsatzströme und macht das Geschäftsmodell widerstandsfähiger gegenüber kurzfristigen Schwankungen bei Hardwareinvestitionen.

Ein wichtiger Wachstumstreiber für Fortinet ist die Nachfrage nach integrierten Security-Plattformen, die verschiedene Schutzfunktionen in einer konsistenten Architektur bündeln. Viele Unternehmen wechseln von historisch gewachsenen, stark fragmentierten Sicherheitslandschaften zu konsolidierten Lösungen, um Aufwand und Kosten zu reduzieren. Fortinet profitiert davon, indem es neben klassischen Firewall-Lösungen auch Plattformen anbietet, die Netzwerk-, Cloud- und Endpunkt-Sicherheit sowie zentrale Managementfunktionen kombinieren. Die Zahl der Kunden mit einem jährlichen Vertragswert (Annual Contract Value, ACV) von über 1 Million US-Dollar ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. So lag die Zahl dieser Großkunden im Jahr 2023 im mittleren dreistelligen Bereich, während sie einige Jahre zuvor noch deutlich niedriger war. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Fortinet zunehmend in großen, komplexen IT-Umgebungen eine zentrale Rolle spielt.

Zudem ist Fortinet in vielen Regionen weltweit aktiv. Ein erheblicher Teil des Umsatzes entfällt auf Nordamerika, doch Europa, der asiatisch-pazifische Raum und Lateinamerika tragen ebenfalls jeweils zweistellige Prozentsätze zum Gesamtumsatz bei. Dies reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Märkten und ermöglicht dem Unternehmen, von unterschiedlichen Konjunkturzyklen und Investitionszyklen zu profitieren. Die Internationalisierung des Geschäfts spiegelt sich auch darin wider, dass Fortinet in zahlreichen Ländern eigene Vertriebs- und Serviceeinheiten unterhält, um Kunden vor Ort betreuen zu können. Für Anleger erhöht diese geografische Diversifikation die Stabilität der Umsatzbasis.

Strategische Ausrichtung und Guidance

Fortinet gibt im Rahmen seiner Finanzberichterstattung regelmäßig Prognosen für das laufende Geschäftsjahr und teilweise für einzelne Quartale ab. Für das Geschäftsjahr 2024 hat das Management eine Umsatzprognose im Bereich von etwa 5,7 bis 5,9 Milliarden US-Dollar kommuniziert, was einem erwarteten Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber den rund 5,3 Milliarden US-Dollar des Jahres 2023 entspricht. Gleichzeitig wird ein non-GAAP EPS im Bereich von rund 1,70 bis 1,80 US-Dollar in Aussicht gestellt, was über den etwa 1,60 US-Dollar des Jahres 2023 liegt und eine weitere Verbesserung der Gewinnsituation impliziert. Aus Investorensicht ist bedeutsam, dass Fortinet seine Guidance nicht allein über aggressive Wachstumsannahmen, sondern auch über Effizienzsteigerungen und Kostenkontrolle stützt.

Im ersten Quartal 2024 lag Fortinet mit seinem Umsatz und Gewinn je Aktie im Rahmen oder leicht über den Erwartungen vieler Marktteilnehmer. Der Umsatz von rund 1,35 Milliarden US-Dollar übertraf die mittlere Konsensschätzung, die bei etwa 1,33 Milliarden US-Dollar gelegen hatte, leicht. Der non-GAAP EPS von 0,43 US-Dollar lag ebenfalls etwas über den Konsenserwartungen von rund 0,39 bis 0,40 US-Dollar. Diese moderaten, aber positiven Überraschungen zeigen, dass Fortinet zwar keine spektakulären Ausreißer liefert, sich jedoch zuverlässig im Bereich der prognostizierten Zahlen bewegt und gelegentlich nach oben überrascht. Für Anleger sind solche konstante, leicht über den Erwartungen liegende Ergebnisse häufig wertvoller als stark schwankende, schwer planbare Erhöhungen und Verfehlungen.

Ein weiterer strategischer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des Angebots für Cloud-Security und Secure Access Service Edge (SASE), also Lösungen, die sicheren Zugriff auf Anwendungen und Daten aus verschiedenen Orten und Geräten ermöglichen. Fortinet investiert in diesen Bereich, um mit den Veränderungen in der IT-Landschaft Schritt zu halten, in der traditionelle Netzwerkgrenzen verschwimmen und Sicherheit zunehmend als durchgängige Funktion verstanden wird. Die Umsätze mit Cloud-bezogenen Sicherheitslösungen sind in den vergangenen Jahren jeweils deutlich zweistellig gewachsen und machen inzwischen einen relevanten Anteil des Gesamtumsatzes aus. Für Anleger ist die Fähigkeit von Fortinet, in diesen neuen Segmenten mit etablierten Wettbewerbern zu konkurrieren, ein wichtiger Faktor für die langfristige Perspektive der Fortinet-Aktie.

Produktbeispiel: Fortinet Security-Plattform

Ein repräsentatives Produktbeispiel für das Geschäftsmodell von Fortinet ist die eigene integrierte Security-Plattform, die Unternehmen eine zentrale Steuerung und Überwachung ihrer Sicherheitsinfrastruktur ermöglicht. Diese Plattform bündelt Funktionen für Netzwerk-Firewalls, Intrusion Prevention, Web-Filterung, VPN, Cloud-Sicherheit und Endpunkt-Schutz in einer einheitlichen Architektur. Fortinet verdient dabei sowohl an der Bereitstellung der Software und Hardware als auch an Abonnements für Sicherheitsupdates, Threat-Intelligence-Feeds und Supportleistungen. Der Umsatz mit diesen Plattform- und Service-Angeboten macht einen wesentlichen Teil des Gesamtgeschäfts aus und wächst aufgrund der zunehmenden Komplexität moderner IT-Umgebungen überdurchschnittlich schnell. Für viele Kunden ist die Möglichkeit, unterschiedliche Sicherheitsfunktionen aus einer Hand zu beziehen und konsistent zu verwalten, ein entscheidendes Argument für den Einsatz der Fortinet-Lösungen.

Fortinet-Aktie und Bewertung

Die Fortinet-Aktie wird an der NASDAQ in US-Dollar gehandelt und ist Teil wichtiger Technologie- und Wachstumsindizes. Die Bewertung des Unternehmens spiegelt die Erwartungen des Marktes an weiteres Wachstum und anhaltende Profitabilität wider. Auf Basis der genannten Umsatz- und Gewinnzahlen ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Bereich von deutlich über dem breiten Markt, aber im Rahmen dessen, was für wachstumsstarke Software- und Security-Unternehmen üblich ist. Bei einem erwarteten non-GAAP EPS von beispielsweise 1,75 US-Dollar für das Geschäftsjahr 2024 und einem Kursniveau im Bereich von etwa 70 bis 75 US-Dollar würde sich ein KGV im Bereich von knapp über 40 ergeben. Für viele Anleger ist eine solche Bewertung dann akzeptabel, wenn das Unternehmen seine Wachstums- und Margenstory glaubhaft fortschreibt und den Markt regelmäßig mit soliden, leicht über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen überzeugt.

Für die Fortinet-Aktie spielen darüber hinaus Faktoren wie Wettbewerbssituation, Innovationskraft und regulatorische Entwicklungen eine wichtige Rolle. Im Wettbewerb mit anderen großen Cybersecurity-Anbietern muss Fortinet seine Technologie kontinuierlich weiterentwickeln, um im dynamischen Marktumfeld bestehen zu können. Gleichzeitig gibt es Chancen durch neue gesetzliche Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz, die die Nachfrage nach professionellen Sicherheitslösungen erhöhen. Anleger beobachten daher neben den reinen Finanzkennzahlen auch, inwieweit Fortinet neue Produkte und Funktionen einführt, Kooperationen eingeht oder seine Plattform in weitere Ökosysteme integriert. Insgesamt zeigt die Entwicklung der Zahlen, dass Fortinet in den vergangenen Jahren sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich zugelegt hat und diesen Kurs bislang beibehält, was die Fortinet-Aktie in vielen Portfolios zu einem langfristig orientierten Wachstumswert macht.

Weitere Infos zur Fortinet-Aktie

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