FORM, US3463751087

Die FORM-Aktie bleibt vom Test- und Messtechnik-Geschäft gestützt

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 09:31 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die FORM-Aktie des US-Halbleiterzulieferers FormFactor Inc. (ISIN US3463751087) profitiert von der Nachfrage nach Testlösungen für Chips und Speicher. Für Anleger rückt die Rolle des Unternehmens in der Wertschöpfungskette der Halbleiterindustrie in den Fokus.

FORM, US3463751087, Illustration mit AI erstellt.
FORM, US3463751087, Illustration mit AI erstellt.

Die FORM-Aktie von FormFactor Inc. (ISIN US3463751087) steht für ein Spezialunternehmen der Halbleiterbranche, das mit Test- und Messlösungen eine Schlüsselrolle in der Qualitäts- und Entwicklungsphase moderner Chips einnimmt. Der Konzern bietet präzise Systeme zur Charakterisierung und Überprüfung integrierter Schaltkreise, Speicherbausteine und Leistungshalbleiter, die vor der Serienfertigung und im laufenden Betrieb eingesetzt werden. Für Anleger ist damit klar: Die Entwicklung des Geschäfts hängt eng mit Investitionszyklen bei Foundries, IDMs und Speicherherstellern zusammen.

FormFactor im Halbleiter-Ökosystem

FormFactor ist im Kern ein Anbieter von Technologien, die es Halbleiterherstellern ermöglichen, neue Chipgenerationen schneller zur Marktreife zu bringen und gleichzeitig Ausfallraten zu senken. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Phase der elektrischen Prüfung von Wafern und Bauteilen, bevor diese vereinzelt, verpackt und in Endprodukte integriert werden. Dadurch ist FormFactor direkt in die frühe Wertschöpfungsstufe eingebunden, in der über Yield, Performance und Zuverlässigkeit kommender Prozessknoten entschieden wird.

Ein wichtiger Aspekt des Geschäftsmodells liegt in der Spezialisierung auf unterschiedliche Endmärkte wie Logikchips, Speicher, Hochfrequenzanwendungen, Automotive-Halbleiter und Leistungselektronik. Diese Diversifizierung kann Schwankungen einzelner Segmente teilweise abfedern. Wenn beispielsweise die Nachfrage nach Speicherchips kurzfristig schwächer ist, können Investitionen in andere Bereiche wie Automotive oder Industrieanwendungen den Rückgang in einem Segment zumindest begrenzt kompensieren. Für die Einschätzung der FORM-Aktie ist deshalb entscheidend, wie breit das Unternehmen in den Kundenindustrien aufgestellt ist.

Umsatztreiber Testlösungen und Probing-Systeme

Die Produkte von FormFactor lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: zum einen Probe Cards und verwandte Komponenten, zum anderen Mess- und Probing-Systeme für das Labor und den Produktionsumfeld. Probe Cards kommen direkt in der Wafer-Testphase zum Einsatz und stellen über feinste Nadeln oder Mikrostrukturen den Kontakt zwischen Testequipment und Chipstrukturen her. In dieser Phase werden Parameter wie Funktionalität, Geschwindigkeit und Leistungsaufnahme überprüft, bevor der Wafer weiterverarbeitet wird.

Die zweite Säule bilden Probing-Systeme und Messlösungen, die in Forschung, Entwicklung und Charakterisierung eingesetzt werden. Diese Systeme erlauben es, neue Materialkombinationen, Bauteilgeometrien und Leistungsklassen unter realitätsnahen Bedingungen zu testen. Für Kunden aus der Halbleiterindustrie sind sie ein Werkzeug, um Prozessfenster zu bestimmen, Designvarianten zu optimieren und Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Für FormFactor ergibt sich daraus ein wiederkehrender Bedarf, wenn Kunden auf neue Fertigungstechnologien umstellen oder zusätzliche Laborkapazitäten aufbauen.

Strategische Bedeutung der FORM-Aktie im Chipzyklus

Für Anleger ist die FORM-Aktie vor allem deshalb interessant, weil das Geschäftsmodell eng an die Investitionsbereitschaft der Halbleiterindustrie gekoppelt ist. In Phasen, in denen Foundries und IDMs neue Fertigungsanlagen planen oder auf kleinere Strukturbreiten umstellen, steigt typischerweise der Bedarf an Testlösungen und Probing-Systemen. In einem ausgeprägten Investitionszyklus können Unternehmen wie FormFactor überproportional profitieren, da jede neue Prozessgeneration umfangreiche Test- und Qualifikationsarbeit erfordert.

Umgekehrt ist die FORM-Aktie aber auch zyklischen Risiken ausgesetzt. Wenn große Kunden ihre Capex-Budgets zurückfahren oder Projekte verschieben, wirkt sich dies häufig zeitnah auf Auftragseingang und Umsatz eines Testausrüsters aus. Die Einschätzung des Papiers hängt deshalb stark davon ab, wie Marktbeobachter die mittelfristige Investitionsplanung im Halbleitersektor bewerten. Für Privatanleger lohnt es sich, die Entwicklung der großen Foundries und Speicherproduzenten im Blick zu behalten, da deren Ausgabenpläne direkten Einfluss auf die Nachfrage nach FormFactor-Lösungen haben.

Einordnung im Vergleich zu anderen Ausrüstern

Im breiteren Vergleich mit anderen Halbleiter-Ausrüstern unterscheidet sich FormFactor durch seinen klaren Fokus auf Test und Messung, während viele größere Wettbewerber eher Lithographie, Deposition, Ätzen oder Inspektion adressieren. Das bedeutet, dass die Werttreiber für die FORM-Aktie teilweise anders gelagert sind als bei Ausrüstern, deren Umsatz insbesondere an den Ausbau der Frontend-Fertigung gekoppelt ist. Testlösungen werden nicht nur bei Kapazitätserweiterungen benötigt, sondern auch dann, wenn bestehende Linien auf neue Designs oder Materialsysteme umgestellt werden.

Quantitativ lässt sich dieser Unterschied daran erkennen, dass der Anteil testbezogener Investitionen an den gesamten Capex-Budgets der Halbleiterindustrie zwar geringer ist als jener für reine Fertigungsausrüstung, dafür jedoch stärker an der Komplexität der Produkte hängt. Für Anleger ist relevant, dass insbesondere Hochleistungschips, 3D-Speicher und fortgeschrittene Leistungsbauteile vergleichsweise hohe Testanforderungen mit sich bringen. Je höher die Qualitätserwartung und je teurer das einzelne Bauteil, desto wichtiger wird eine frühzeitige und präzise Charakterisierung. Die FORM-Aktie ist damit indirekt an den Trend zu komplexeren und höherwertigen Halbleiterprodukten gekoppelt.

Technologische Trends als Wachstumstreiber

Mehrere technologische Entwicklungen verändern die Anforderungen an Test- und Messlösungen in der Halbleiterindustrie. Dazu gehört der Übergang zu immer kleineren Strukturbreiten sowie der zunehmende Einsatz von 3D-Architekturen und Chiplet-Designs. Diese Trends erhöhen die Komplexität von Design und Fertigung und führen dazu, dass der Umfang und die Tiefe der notwendigen Tests zunehmen. Für ein Unternehmen wie FormFactor eröffnet dies die Chance, spezialisierte Lösungen zu entwickeln, die genau auf diese neuen Anforderungen zugeschnitten sind.

Ein weiterer Treiber ist die Verbreitung von Anwendungen rund um künstliche Intelligenz, Hochleistungsrechnen und Cloud-Infrastruktur. Solche Anwendungen stellen hohe Anforderungen an Durchsatz, Energieeffizienz und Zuverlässigkeit der eingesetzten Halbleiter. Entsprechend groß ist der Druck auf die Hersteller, schon im Entwicklungsstadium detaillierte Daten über das Verhalten der Bauteile unter verschiedenen Lastszenarien zu gewinnen. Mess- und Probing-Systeme von Anbietern wie FormFactor sind ein Werkzeug, um diese Daten zu generieren. Die FORM-Aktie spiegelt damit nicht nur den allgemeinen Halbleiterzyklus wider, sondern auch die Spezifik der Endanwendungen, in denen die Chips zum Einsatz kommen.

Risiken und Zyklizität der FORM-Aktie

Die Risiken der FORM-Aktie sind eng mit der Zyklizität der Halbleiterindustrie verknüpft. Perioden starker Nachfrage und hoher Investitionsbereitschaft können von Phasen der Konsolidierung abgelöst werden, in denen Kunden ihre Ausgaben vorsichtiger planen. Für FormFactor besteht das Risiko, dass Projekte verschoben oder Budgets gekürzt werden, wenn Endmärkte wie Smartphones, PCs oder Konsumelektronik schwächeln. Zudem können geopolitische Spannungen und Exportbeschränkungen die Planungssicherheit beeinträchtigen, insbesondere wenn sie die Lieferketten oder die Investitionspläne großer asiatischer Halbleiterproduzenten betreffen.

Hinzu kommt der Wettbewerb innerhalb des Test- und Messmarkts. Auch wenn FormFactor in verschiedenen Nischen eine etablierte Stellung hat, konkurriert das Unternehmen mit anderen Anbietern um die Budgets der großen Halbleiterkunden. Technologische Differenzierung, Servicequalität und langfristige Kundenbeziehungen sind entscheidend, um Marktanteile zu halten oder auszubauen. Für Anleger bedeutet dies, dass Produktinnovationen und die Akzeptanz neuer Lösungen beim Kunden eine zentrale Rolle spielen. Die Entwicklung der FORM-Aktie kann sich daher von breiten Marktindizes der Halbleiterbranche unterscheiden, wenn das Unternehmen technologische Meilensteine erreicht oder verfehlt.

Geschäftsmodell und mögliche Skaleneffekte

FormFactor profitiert prinzipiell von Skaleneffekten, da ein Teil der Entwicklungskosten für neue Testplattformen und Probing-Systeme fix ist und sich mit steigender Stückzahl auf mehr Einheiten verteilt. Gelingt es dem Unternehmen, eine neue Produktgeneration erfolgreich bei mehreren großen Kunden zu platzieren, kann sich die Profitabilität überproportional verbessern. Auf der anderen Seite kann ein langsamerer Markthochlauf oder eine geringere Akzeptanz neuer Lösungen dazu führen, dass Forschungs- und Entwicklungsausgaben die Ergebnisse stärker belasten.

Für die FORM-Aktie ist daher nicht nur das Umsatzwachstum entscheidend, sondern auch die Entwicklung der Margen. Steigende Bruttomargen können darauf hindeuten, dass höherwertige, margenstärkere Produkte einen größeren Anteil am Geschäftsvolumen einnehmen oder dass der Serviceanteil zunimmt. Umgekehrt können sinkende Margen darauf hinweisen, dass Preisdruck oder ein ungünstiger Produktmix das Ergebnis belasten. Die Beobachtung von Margentrends über mehrere Quartale hinweg kann für Investoren ein wichtiger Indikator sein, wie erfolgreich FormFactor seine Technologie im Markt positioniert.

Regionale Präsenz und Bedeutung asiatischer Kunden

Die Halbleiterfertigung ist geografisch stark konzentriert, insbesondere in Asien mit wichtigen Standorten in Taiwan, Südkorea, China und anderen Ländern. Für FormFactor bedeutet das, dass ein wesentlicher Teil des Geschäfts in diesen Regionen stattfindet oder zumindest von dortigen Kunden getrieben wird. Service- und Supportstrukturen in Kundennähe sind für Test- und Messausrüstung besonders wichtig, da Anpassungen und Wartung häufig zeitkritisch sind.

Die Abhängigkeit von bestimmten Regionen bringt jedoch auch Risiken mit sich. Änderungen der Regulierung, Exportkontrollen, politische Spannungen oder Naturereignisse können die Lieferketten beeinflussen. Für die FORM-Aktie spielt deshalb nicht nur die technologische Entwicklung, sondern auch die geopolitische Situation eine Rolle. Mittel- bis langfristig kann es ein Vorteil sein, wenn ein Unternehmen wie FormFactor seine Kundenbasis über mehrere Regionen verteilt und flexible Lieferketten aufbaut, um Ausfälle in einer Region abzufedern.

FormFactor und der Trend zu Elektromobilität und erneuerbaren Energien

Ein weiteres Feld, in dem die Technologien von FormFactor eine Rolle spielen, ist die Leistungselektronik für Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und erneuerbare Energien. Diese Anwendungen erfordern robuste und effiziente Halbleiter, die unter hohen Spannungen und Strömen zuverlässig arbeiten. Für die Zulassung solcher Bauteile sind intensive Tests und Charakterisierungen notwendig, etwa hinsichtlich Temperaturverhalten, Schaltgeschwindigkeit und Lebensdauer.

Für die FORM-Aktie eröffnet dieser Trend zusätzliche Wachstumsperspektiven, da der Bedarf an Leistungshalbleitern mit dem Ausbau von Elektrofahrzeugflotten, Ladeinfrastruktur und Stromnetzen für erneuerbare Energien zunimmt. Je stärker sich diese Märkte entwickeln, desto größer kann die Nachfrage nach spezialisierten Testlösungen werden, die auf die Besonderheiten von Wide-Bandgap-Materialien wie SiC oder GaN zugeschnitten sind. FormFactor kann hier mit entsprechender Produktentwicklung von einem strukturellen Wachstumstreiber profitieren.

Diversifikation über Kundengruppen hinweg

Aus Investorensicht ist es relevant, wie breit FormFactor bei seinen Kunden aufgestellt ist. Eine starke Konzentration auf wenige Großkunden kann zwar im Erfolgsfall hohe Volumina sichern, macht das Unternehmen aber auch anfällig für Veränderungen in der Beschaffungsstrategie dieser Kunden. Eine breitere Diversifikation über Foundries, integrierte Hersteller, Fabless-Unternehmen und Spezialanbieter reduziert tendenziell dieses Klumpenrisiko.

Für die FORM-Aktie kann eine zunehmende Kundendiversifikation mittelfristig zu stabileren Umsatz- und Ergebnisverläufen beitragen, auch wenn einzelne Segmente zyklischen Schwankungen unterliegen. Insbesondere eine wachsende Durchdringung bei Herstellern von Automotive- und Industriehalbleitern kann hier stabilisierend wirken, da diese Endmärkte häufig weniger stark von kurzfristigen Konsumtrends beeinflusst werden als etwa Smartphones oder klassische PCs.

FORM-Aktie im Kontext von Bewertungsfragen

Die Bewertung der FORM-Aktie orientiert sich wie bei anderen Technologie- und Halbleiterwerten typischerweise an Kennzahlen wie Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Umsatz-Verhältnis und freien Cashflows. In Phasen hoher Wachstums- und Margenerwartungen akzeptiert der Markt bei solchen Spezialwerten häufig höhere Bewertungsmultiplikatoren als bei reifen, weniger wachstumsstarken Industriewerten. Entscheidend ist, ob das Unternehmen die mit der Bewertung verknüpften Wachstums- und Profitabilitätserwartungen tatsächlich einlösen kann.

Ein quantitativer Vergleich mit breiten Halbleiterindizes kann dabei helfen, die relative Bewertung der FORM-Aktie einzuordnen. Liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis deutlich über dem Durchschnitt eines Referenzindex, impliziert dies, dass der Markt dem Unternehmen überdurchschnittliche Wachstumschancen oder eine besondere Positionierung im Markt zutraut. Umgekehrt kann ein Bewertungsabschlag darauf hindeuten, dass Investoren höhere Risiken sehen oder die mittelfristigen Wachstumsperspektiven vorsichtiger einschätzen. Eine nüchterne Analyse dieser Relationen ist ein wichtiger Bestandteil einer fundierten Entscheidungsgrundlage.

Produktfokus: Probing-Systeme von FormFactor

Im Produktportfolio von FormFactor nehmen hochpräzise Probing-Systeme einen zentralen Platz ein. Diese Systeme bestehen aus einer Kombination aus mechanischer Präzision, fein abgestimmter Elektronik und Software, um sehr kleine Strukturen auf Wafern oder Bauteilen zuverlässig kontaktieren und ausmessen zu können. Sie werden in Entwicklungs- und Charakterisierungslaboren eingesetzt, in denen Ingenieure neue Chipdesigns und Prozessvarianten testen.

Ein typisches Probing-System erlaubt es, elektrische Parameter unter verschiedenen Umgebungsbedingungen zu messen, etwa bei unterschiedlichen Temperaturen oder Spannungen. Für Kunden ist dies entscheidend, um Leistungsgrenzen und Langzeitverhalten zu verstehen. In Verbindung mit modernen Messgeräten entsteht damit eine Plattform, auf der datengetriebene Entscheidungen über Designanpassungen, Prozessfenster und Qualitätskriterien getroffen werden können. Für FormFactor sind diese Systeme häufig auch Türöffner für zusätzliche Dienstleistungen und Folgeaufträge im Bereich von Upgrades, Wartung und Applikationssupport.

Die FORM-Aktie im Blick von Privatanlegern

Für Privatanleger, die sich für den Technologiesektor interessieren, bietet die FORM-Aktie einen Zugang zu einem Teilsegment der Halbleiterindustrie, das nicht unmittelbar im täglichen Konsumentenfokus steht, aber für die Funktionsfähigkeit des gesamten Ökosystems unverzichtbar ist. Während viele bekannte Chipkonzerne direkt Endprodukte oder Plattformen adressieren, agiert FormFactor im Hintergrund und liefert Werkzeuge, ohne die moderne Chips nicht effizient entwickelt und qualifiziert werden könnten.

Diese indirekte Rolle kann Chancen und Risiken zugleich mit sich bringen. Einerseits profitieren Unternehmen wie FormFactor von technologischen Sprüngen und der steigenden Komplexität von Halbleiterprodukten, da diese zusätzliche Testanforderungen generieren. Andererseits hängt der Geschäftserfolg stark von den Investitionsentscheidungen der direkten Kunden ab, die ihrerseits unter Wettbewerbs- und Margendruck stehen. Für die Einschätzung der FORM-Aktie ist es deshalb hilfreich, nicht nur die allgemeine Stimmung im Technologiesektor, sondern insbesondere die Signale aus der Halbleiterausrüstungsbranche und von großen Chipfertigern zu berücksichtigen.

Ausblick auf die Rolle von Testlösungen

Mit Blick auf die kommenden Jahre spricht vieles dafür, dass Test- und Messlösungen in der Halbleiterindustrie eher an Bedeutung gewinnen. Gründe dafür sind die fortschreitende Miniaturisierung, der Trend zu 3D-Architekturen, die Verbreitung neuer Materialsysteme und die steigenden Anforderungen an Zuverlässigkeit und Energieeffizienz. Diese Faktoren führen dazu, dass Design- und Prozessfenster enger werden und Fehlerfolgekosten steigen. Test- und Charakterisierungslösungen, wie sie ein spezialisierter Anbieter bereitstellt, sind ein zentrales Instrument, um diese Risiken zu managen.

Für die FORM-Aktie bedeutet dies, dass langfristige technologische Trends und strukturelle Wachstumstreiber eine wichtige Ergänzung zu den klassischen Zyklen der Halbleiterindustrie darstellen. Anleger, die sich mit diesem Wert beschäftigen, können daher sowohl die kurzfristigen Signale aus Investitionszyklen als auch die langfristigen Verschiebungen in der Technologiearchitektur berücksichtigen. Die Position von FormFactor im Testsegment verschafft dem Unternehmen eine spezifische Perspektive auf diese Entwicklungen.

FormFactor als Partner der Chipentwickler

Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung von FormFactor liegt in der engen Zusammenarbeit mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden. In frühen Phasen neuer Chipprojekte unterstützen Testlösungen dabei, Designhypothesen zu überprüfen, Prozessvarianten zu vergleichen und Performancegrenzen auszuloten. Diese Kooperationen können dazu führen, dass FormFactor frühzeitig Einblick in kommende Technologieentwicklungen erhält und seine Produkte entsprechend ausrichten kann.

Für die FORM-Aktie ist dies deshalb relevant, weil eine solche Partnerschaftsstruktur tendenziell zu stabileren Kundenbeziehungen und wiederkehrenden Aufträgen führt. Wenn ein Kunde auf einer bestimmten Testplattform aufbaut, entstehen oftmals langfristige Bindungen, die auch bei nachfolgenden Prozessknoten fortgeführt werden. Dies kann den Anteil planbarer Umsätze erhöhen und die Sichtbarkeit künftiger Erlöse verbessern.

Zusammenhang von F&E-Ausgaben und Wettbewerbsfähigkeit

Die Wettbewerbsfähigkeit von FormFactor hängt stark von den Investitionen in Forschung und Entwicklung ab. Neue Testanforderungen, etwa durch andere Kontaktierungsgeometrien, höhere Frequenzen oder veränderte Materialeigenschaften, erfordern kontinuierliche Innovation. Hohe F&E-Ausgaben können kurzfristig auf die Marge drücken, sind aber oft Voraussetzung dafür, in technologisch anspruchsvollen Nischen führend zu bleiben.

Für die Einschätzung der FORM-Aktie spielt daher die Balance zwischen F&E-Quote und Ergebnisentwicklung eine Rolle. Eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche F&E-Quote kann ein Zeichen dafür sein, dass das Unternehmen auf künftige Anforderungen vorbereitet sein möchte. Entscheidend ist aber, dass diese Ausgaben mittelfristig in marktfähige Produkte und Lösungen münden, die einen Mehrwert für Kunden schaffen und in entsprechenden Umsatz- und Margenbeiträgen sichtbar werden.

Fazit zur FORM-Aktie

Die FORM-Aktie repräsentiert einen spezialisierten Ausrüster der Halbleiterindustrie, der mit Test- und Messlösungen an einem kritischen Punkt der Wertschöpfungskette ansetzt. Das Geschäftsmodell ist eng mit den Investitionszyklen großer Chipproduzenten verknüpft, profitiert aber zugleich von strukturellen Trends wie steigender Designkomplexität, neuen Materialsystemen und höheren Anforderungen an Zuverlässigkeit und Effizienz. Für Privatanleger, die einen vertieften Blick in die Infrastruktur hinter den bekannten Halbleitermarken werfen möchten, bietet FormFactor einen fokussierten Zugang zu diesem Segment.

FormFactor-Produkte im Überblick

Ein prägendes Produktsegment von FormFactor sind modulare Probing-Systeme für Labor und Produktion, die sich mit unterschiedlichen Probeköpfen, Temperaturmodulen und Softwarepaketen konfigurieren lassen. Diese Systeme ermöglichen die präzise Kontaktierung von Strukturen im Mikro- und Nanometerbereich, sodass Ingenieure detaillierte elektrische Messungen an unterschiedlichsten Bauteilen vornehmen können. Das modulare Konzept erlaubt es Kunden, ihre Anlagen an neue Anforderungen anzupassen, etwa wenn andere Chipgeometrien, höhere Leistungsbereiche oder zusätzliche Messmethoden benötigt werden.

FORM-Aktie und Börsennotierung

FormFactor Inc. ist als Technologieunternehmen an einer US-Börse notiert, und die FORM-Aktie spiegelt die Erwartungen des Marktes an Wachstum, Profitabilität und technologische Positionierung wider. Für Anleger ist neben den unternehmensspezifischen Faktoren auch das übergeordnete Sentiment gegenüber Halbleiter- und Ausrüstungswerten von Bedeutung. Entwicklungen in Branchenteilindizes, ETF-Zuflüssen oder Zins- und Konjunkturerwartungen können die Kursentwicklung von Werten wie FormFactor zusätzlich beeinflussen.

FormFactor Inc. im Überblick

  • Unternehmen: FormFactor Inc.
  • ISIN: US3463751087
  • Ticker: FORM
  • Handelsplatz: NASDAQ
  • Sektor / Branche: Halbleiter-Ausrüstung und Testlösungen
  • Indexzugehörigkeit: kein Hauptindex der DACH-Region
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

Diskussion und weitere Informationen zur FORM-Aktie

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