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Europa Schluss: Schwächer - Luxuswerte und ASML unter Druck

15.04.2026 - 18:11:15 | dpa.de

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch nach einigen enttäuschenden Quartalszahlen tiefer geschlossen.

Papiere von Luxusgüterherstellern sowie die Aktien des Chipindustrie-Ausrüsters ASML NL0010273215 ließen deutlich Federn.

Die Marktteilnehmer bleiben angesichts der auf erhöhtem Niveau stabilisierten Ölpreise vorsichtig. Sie warten darauf, ob es in den kommenden Tagen zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommt. Hoffnungen darauf hatten jüngst die Börsen nach den ergebnislos gebliebenen Gesprächen vom vergangenen Wochenende angetrieben. Zur Beilegung der Iran-Krise ist unterdessen Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, zu Gesprächen in Teheran eingetroffen. Dieser gilt als einer der einflussreichsten Vermittler zwischen den USA und dem Iran.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor zum Handelsende 0,74 Prozent auf 5.940,34 Punkte. Außerhalb des Euroraums gab der schweizerische SMI CH0009980894 um 0,38 Prozent auf 13.219,58 Zähler nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 beendete den Handel mit minus 0,47 Prozent auf 10.559,58 Punkte.

Luxuswerte präsentierten sich einmal mehr schwach. Nach den enttäuschenden Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns LVMH FR0000121014 zum Wochenstart erlitten mit Hermes FR0000052292 und Kering FR0000121485 zwei weitere Unternehmen Rückschläge. Die Hermes-Aktien brachen um 8,2 Prozent ein, während Kering um 9,3 Prozent fielen. Bei Hermes sprachen die Analysten von Barclays GB0031348658 von enttäuschenden Umsatzzahlen im ersten Quartal. Bei Kering verwiesen die Experten der Deutschen Bank auf die enttäuschende Entwicklung der Marke Gucci.

Auch nicht viel besser lief es für die Papiere von ASML NL0010273215, die nach Geschäftszahlen zunächst an ihr Rekordhoch herangelaufen waren, daran aber abprallten und letztlich 4,2 Prozent verloren. Der Chipindustre-Ausrüster profitierte weiter vom KI-Boom und war mit überraschend viel Schwung ins neue Jahr gestartet. Der erhöhte Ausblick für 2026 spiegele die anhaltend hohe Nachfrage wider, hieß es von Goldman Sachs. Möglicherweise hätten sich während der Telefonkonferenz einige mehr Optimismus für 2027 erhofft, kommentierrten die Experten von Jefferies.

Im Autosektor kamen Stellantis NL00150001Q9 besser voran mit einem Plus von 1,9 Prozent. Der Hersteller hatte im ersten Quartal dank eines Aufschwungs in seinen Kernmärkten Nordamerika und Europa mehr Autos verkauft. Ein Jahr zuvor noch waren die Verkäufe zu Jahresbeginn deutlich abgerutscht, vor allem im einst so lukrativen nordamerikanischen Markt.

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