Europa Schluss: Zurückhaltung vor dem Wochenende
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 18:03 Uhr | dpa.deMit dem Auslaufen der Berichtssaison fallen nun wichtige Treiber weg. Auch aus den USA kamen am Nachmittag kaum Impulse.
So schloss der EuroStoxx 50 EU0009658145 mit minus 0,09 Prozent auf 6.539,59 Punkten und hielt sich damit im Bereich seiner Höchstkurse. Auf Wochensicht steht für das Leitbarometer der Euroregion ein Zuwachs von 0,2 Prozent Buche.
Außerhalb des Euroraums verlor am Freitag der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 0,58 Prozent auf 14.390,67 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,21 Prozent auf 10.750,11 Zähler nach.
"Die jüngste Berichtssaison ist deutlich besser ausgefallen als erwartet", stellten Ingo Koczwara und John Petersen, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz, fest. "In den USA erreichten Umsatz- und Gewinnwachstum im zweiten Quartal außergewöhnlich hohe Werte, auch Europa zeigte eine starke Ergebnisentwicklung."
Am Ende der Stoxx-600-Übersicht fanden sich am Freitag Papiere aus dem Gesundheitswesen EU0009658723. Die Titel des Biotech-Unternehmens Argenx NL0010832176 lagen im EuroStoxx mit minus 3,2 Prozent auf dem letzten Platz.
Im Mediensektor EU0009658640 gab es die größten Gewinne. Die Aktien von Wolters Kluwer NL0000395903 legten um 2,1 Prozent zu. Sie waren nach soliden Halbjahreszahlen zuletzt wieder verstärkt in das Interesse der Anleger gerückt. Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) relativierten nun die Sorgen am Markt wegen der Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz und raten weiter zum Kauf.
Rheinmetall DE0007030009 setzten sich an die Spitzenposition im EuroStoxx mit plus 3,2 Prozent. Seit einiger Zeit schon spüren Rüstungswerte wieder Aufwind.
Hinter Rheinmetall gewannen die Anteile des Softwareherstellers SAP DE0007164600 2,7 Prozent. Ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach der Finanzinvestor Silver Lake derzeit über einen Kauf des US-Unternehmens Workday US98138H1014 verhandeln soll, sorgte in der Branche für Fantasie.
Die Aktien des Impfstoffherstellers Valneva FR0004056851 sprangen auf den höchsten Stand seit Ende März und beendeten den Handel gut 22 Prozent höher. Basierend auf guten Wirksamkeits- und Verträglichkeitsdaten aus einer Phase-III-Studie prüft die europäische Arzneimittelbehörde EMEA nun eine Zulassung des Zeckenimpfstoffs, den die Franzosen in Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Pfizer US7170811035 entwickeln. Analyst Maury Raycroft von der Investmentbank Jefferies ist auch optimistisch, dass die US-Behörde FDA einen Zulassungsantrag akzeptieren wird.
