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Frankfurt Eröffnung: Nahost-Krieg weitet sich aus und bremst

05.03.2026 - 09:40:08 | dpa.de

Die Erholung vom Vortag am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag nicht fortgesetzt.

Der Krieg im Nahen Osten zieht mit neuen Angriffen immer weitere Kreise. Das hält Investoren von Aktienkäufen ab, zumal auch die Preise für Öl und Gas wieder steigen. Der Dax DE0008469008 gab im frühen Handel um 0,6 Prozent auf 24.059 Punkte nach.

In der Nacht auf den heutigen Donnerstag flogen die USA und Israel weiter Angriffe im Iran, Teheran griff erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an und das israelische Militär bombardierte weiter Ziele im Libanon. Zudem nahmen die Befürchtungen zu, dass Israel erneut eine Bodenoffensive in seinem nördlichen Nachbarland beginnen könnte.

Obendrein wurde eine Explosion an einem Tanker im Persischen Golf gemeldet, was die Sorgen um die Handelsschifffahrt neu befeuerte. Die Folge sind wieder steigende Preise für Energieträger. Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management liegt das Problem nicht im getroffenen Tanker selbst, sondern in der Erkenntnis, dass die Kriegshandlungen neben Militäranlagen nun offenbar auch den globalen Handel ins Visier nehmen.

Angesichts dieser Entwicklungen im Nahen Osten verlor der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel knapp ein Prozent auf 30.080 Zähler. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 zeigte sich ebenfalls schwächer.

Hierzulande läuft die Saison der Quartalsbilanzen auf vollen Touren. Der Logistikriese DHL DE0005552004 gab einen verhaltenen Ausblick für 2026, der Kurs sackte daraufhin als größter Dax-Verlierer um 5,4 Prozent ab. Der Chemie- und Pharmakonzern Merck DE0006599905 rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Die Aktien verloren 0,8 Prozent.

In der zweiten Reihe verloren die Papiere von LEG DE000LEG1110 Immobilien 0,6 Prozent. Der wichtige Betriebsgewinn sei hinter seiner Schätzung zurückgeblieben, schrieb Analyst Paul May von der Barclays Bank. Aktien von Ströer DE0007493991 gerieten mit minus 8 Prozent stark unter Druck. Die Gewinnprognose des Werbedienstleisters für 2026 habe arg enttäuscht, hieß es von JPMorgan.

In der dritten Reihe im SDax DE0009653386 verteuerten sich Jenoptik DE000A2NB601 um 5 Prozent. Etwas überraschend steigt der Optikspezialist zum 23. März in den MDax auf. Auch Salzgitter DE0006202005 und der Motorenbauer Deutz DE0006305006 rücken in den MDax auf. Absteigen in den SDax müssen dafür Teamviewer DE000A2YN900, Fielmann DE0005772206 und Carl Zeiss Meditec DE0005313704. Im Leitindex Dax gibt es keine Änderungen.

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