Deutsche Bank, DE0005140008

Die Deutsche-Bank-Aktie zeigt Stabilität nach jüngsten Quartalszahlen

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 12:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Deutsche-Bank-Aktie steht nach den jüngsten Geschäftszahlen und einer soliden Kapitalausstattung im Fokus. Für Anleger sind insbesondere Profitabilität, Risikovorsorge und Kapitalquote entscheidend, um die längerfristige Strategie des Konzerns einzuordnen.

Editorial-Aufnahme eines Börsen-Trading-Floors mit Kursdiagrammen auf Bildschirmen
Deutsche Bank AG (DE0005140008) Börsen-Editorial zeigt Trading-Floor mit Charts, Symbolbild für Xetra-Handel im Bankensektor, Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche-Bank-Aktie (ISIN DE0005140008) wird von vielen Anlegern als Gradmesser für den europäischen Bankensektor gesehen, weil der Konzern mit seinem globalen Investmentbanking und dem deutschen Privatkundengeschäft eine zentrale Rolle im Finanzsystem spielt. Die jüngsten veröffentlichten Geschäftszahlen für das aktuellste Berichtsquartal und die bestätigte Jahresprognose liefern ein wichtiges Update zur Ertragskraft, Risikobereitschaft und Kapitalstärke des Frankfurter Instituts. Für Anleger zählen jetzt vor allem die Entwicklung des Vorsteuergewinns, die Kostenquote und die Stabilität der harten Kernkapitalquote, denn diese Kennzahlen bestimmen maßgeblich die Spielräume für Dividenden, Aktienrückkäufe und künftiges Wachstum.

Im Mittelpunkt steht dabei, dass die Deutsche Bank in ihrem jüngsten Quartalsbericht ein operativ gesteigertes Ergebnis und eine weiterhin solide Kapitalausstattung berichtet hat, wobei der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich zulegte und die harte Kernkapitalquote weiterhin klar über den regulatorischen Mindestanforderungen lag. Diese Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund eines anspruchsvollen Marktumfeldes mit veränderten Zinsniveaus und strengeren Eigenkapitalvorgaben relevant, weil sie zeigt, dass die Bank ihre interne Transformation hin zu einem robusteren Geschäftsmodell vorantreibt. Ergänzend zu diesen Bilanzkennzahlen hat der Konzern seine Jahresguidance bekräftigt und signalisiert, dass die angestrebten Renditeziele im laufenden Geschäftsjahr erreichbar bleiben, sofern das Marktumfeld nicht drastisch einbricht.

Aktuellste Quartalszahlen und Gewinnentwicklung

Die jüngste Quartalsberichterstattung der Deutschen Bank liefert konkrete Zahlen zur Profitabilität und gibt einen tiefen Einblick in die Geschäftsbereiche, die den Konzern treiben. So hat das Institut im aktuellsten gemeldeten Quartal einen spürbar höheren Vorsteuergewinn erzielt, der gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um einen zweistelligen Prozentbetrag gestiegen ist, was insbesondere auf eine verbesserte Kostenstruktur sowie eine robuste Ertragslage in wichtigen Segmenten zurückgeführt wurde. Dieser zweistellige prozentuale Anstieg des Vorsteuerergebnisses gegenüber dem Vorjahr verdeutlicht, dass die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, etwa bei Personal- und Sachkosten, zunehmend Wirkung entfalten und sich im Zahlenwerk niederschlagen.

Für Anleger besonders wichtig ist, dass dieser Ergebnisanstieg nicht allein aus Sondereffekten stammt, sondern auf einer stabilen oder wachsenden operativen Basis fußt. Die Bank hat im jüngsten Quartal im Privatkundengeschäft und im Unternehmensbankbereich solide Nettozinserträge erzielt, wobei die höhere Zinslandschaft im Euroraum dazu beitrug, dass die Nettozinsmargen über dem Niveau der Niedrigzinsjahre liegen. Zugleich konnte das deutsche Institut im Investmentbanking im Vergleich zum Vorjahresquartal ein verbessertes Ergebnis aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen erzielen, was die Volatilität auf den Kapitalmärkten reflektiert. Der kumulierte Quartalsumsatz des Konzerns liegt damit deutlich über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr, sodass die positive Gewinnentwicklung breiter abgesichert erscheint.

Ein weiterer zentraler Punkt der jüngsten Quartalszahlen ist die Entwicklung der Kostenquote. Die Deutsche Bank hat ihre bereinigten Kosten im aktuellen Bericht gegenüber dem Vorjahresquartal gesenkt, sodass die Cost-Income-Ratio, also das Verhältnis von operativem Aufwand zu Ertrag, prozentual zurückging. Dieser Rückgang ist für Anleger ein wichtiges Signal, da er belegt, dass die strategisch eingeleiteten Effizienzprogramme, etwa die Vereinfachung der IT-Struktur, die Reduzierung von Komplexität und der selektive Rückzug aus wenig rentablen Aktivitäten, finanzielle Wirkung zeigen. Die Kombination aus steigenden oder stabilen Erträgen und sinkenden Kosten stützt das Ziel der Bank, eine nachhaltig wettbewerbsfähige Eigenkapitalrendite zu erreichen.

Kapitalquote, Risikovorsorge und Guidance

Die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) der Deutschen Bank liegt im aktuellsten Berichtsquartal weiterhin klar über den regulatorischen Mindestanforderungen und markiert damit einen wichtigen Stabilitätsanker. Die Bank strebt mittelfristig eine CET1-Quote an, die oberhalb der vom Regulator geforderten Schwellen liegt, um gleichzeitig die Möglichkeit für Ausschüttungen und interne Investitionen zu sichern. Im jüngsten Bericht hat der Konzern eine harte Kernkapitalquote ausgewiesen, die prozentual nur geringfügig unter dem Vorjahreswert liegt, was hauptsächlich auf die steigende risikogewichtete Aktiva-Basis durch Wachstum in bestimmten Kreditbuchsegmenten zurückzuführen ist. Diese leichte Veränderung bleibt jedoch im Rahmen der strategischen Planung, denn die Bank hatte bereits kommuniziert, dass sie einen Teil ihres Kapitalpuffers zur Unterstützung profitabler Kredit- und Handelsaktivitäten nutzen werde.

Auch die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle bleibt im aktuellen Quartal auf einem moderaten Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete die Deutsche Bank nur einen begrenzten Anstieg der Risikovorsorge, wobei das Volumen in Relation zum gesamten Kreditbuch überschaubar bleibt. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass das Ausfallrisiko in den wichtigsten Portfolios bislang kontrollierbar ist. Die Bank hat betont, dass sie ihr Kreditportfolio diversifiziert und stärker auf risikoarme Bereiche ausgerichtet hat, um die Volatilität der Risikovorsorge zu begrenzen. Gleichzeitig wird die Risikovorsorge von der Bank konservativ gesteuert, um im Falle eines konjunkturellen Abschwungs oder sektoraler Stressphasen ausreichend Puffer zu haben.

Für das laufende Geschäftsjahr hat die Deutsche Bank eine Guidance formuliert, die eine bestimmte Zielgröße für die Eigenkapitalrendite und den Vorsteuergewinn vorgibt. Das Management strebt eine Rendite auf das materielle Eigenkapital an, die prozentual deutlich über dem Niveau früherer Transformationsjahre liegt, und sieht sich auf Kurs, dieses Ziel zu erreichen, sofern das operative Umfeld stabil bleibt und keine außergewöhnlichen Belastungen auftreten. Gleichzeitig hat der Konzern eine Obergrenze für die bereinigten Kosten kommuniziert, die im laufenden Jahr nicht überschritten werden soll, um die angestrebte Profitabilität zu sichern. Durch diese Kombination aus Renditeziel und Kostenrahmen entsteht für Anleger ein kalkulierbarer Erwartungskorridor, der die Bewertung der Deutsche-Bank-Aktie am Markt mitprägt.

Die Guidance stützt auch die Ausschüttungspolitik der Bank. Das Institut hat angekündigt, seine Aktionärsrendite über einen Mix aus Dividenden und Aktienrückkäufen zu gestalten, wobei der Umfang der Kapitalrückführung stets in Einklang mit regulatorischen Anforderungen und internen Kapitalzielen stehen soll. Historisch betrachtet war die Dividendenpolitik der Deutschen Bank teilweise von der Transformation und regulatorischen Auflagen geprägt, doch mit der verbesserten Kapitalposition hat der Konzern Spielraum gewonnen, Ausschüttungen sichtbar zu erhöhen. Die aktuell kommunizierte Ausschüttungspolitik knüpft damit an das Ziel an, die Gesamtrendite für Anteilseigner zu steigern, ohne die Kapitalausstattung zu schwächen.

Konsensschätzungen und Analystenblick

Die Einschätzung der Deutsche-Bank-Aktie durch Analysten spiegelt die Balance zwischen Fortschritten in der Transformation und strukturellen Herausforderungen wider. Im aktuellen Konsens für das laufende Geschäftsjahr erwarten viele Bankexperten einen steigenden Gewinn je Aktie im Vergleich zum Vorjahr, wobei der Durchschnitt der Gewinnschätzungen für das laufende Jahr über dem historischen Ergebnis früherer Transformationsjahre liegt. Diese Erwartungen basieren auf der Annahme, dass die Deutsche Bank ihre Kostendisziplin beibehält, im Zinsgeschäft weiterhin von der veränderten Zinslandschaft profitiert und im Investmentbanking eine stabile oder leicht wachsende Ertragsbasis erhält.

Ein Kernpunkt in den Konsensschätzungen ist die Frage, wie nachhaltig die derzeit erreichte Profitabilität ist. Viele Analysten betonen, dass die Bank ihre Eigenkapitalrendite im laufenden und folgenden Geschäftsjahr weiter steigern muss, um im internationalen Vergleich mit großen US-Banken und führenden europäischen Wettbewerbern wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Konsens sieht für die Eigenkapitalrendite der Deutschen Bank einen Zielkorridor, der über den Werten der jüngeren Vergangenheit liegt, jedoch noch hinter den Spitzenrenditen der globalen Top-Banken zurückbleibt. Dies zeigt, dass der Markt zwar Fortschritte anerkennt, aber zugleich eine weitere konsequente Umsetzung der Strategie einfordert.

Gleichzeitig wird die Risikoseite im Analystenblick weiterhin kritisch begleitet. Die Deutsche Bank hat ihre Risikokontrollsysteme in den vergangenen Jahren ausgebaut und Transparenzinitiativen gestartet, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und die internen Abläufe zu verbessern. Dennoch bleibt der Konzern wegen seiner historischen Probleme bei Rechtsstreitigkeiten und Compliance-Themen unter genauer Beobachtung. Analysten berücksichtigen bei ihren Bewertungen potenzielle Belastungen aus Rechtsfällen und möglichen regulatorischen Maßnahmen, auch wenn das Volumen neuer Fälle im Vergleich zu den Spitzenjahren deutlich zurückgegangen ist. Diese Faktoren fließen in die Bewertungsabschläge ein, die einige Marktbeobachter in ihren Kurszielen berücksichtigen.

Im Durchschnitt wird die Deutsche-Bank-Aktie von vielen Analysten auf Basis der aktuellen Gewinnschätzungen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis bewertet, das unter dem Mittel der globalen Bankenpeergroup liegt. Dieser Bewertungsabschlag reflektiert die Einschätzung, dass die Bank zwar Fortschritte in ihrer Transformation gemacht hat, aber noch nicht das volle Vertrauen des Kapitalmarkts zurückgewonnen hat. Für langfristig orientierte Investoren bedeutet ein solches Bewertungsniveau, dass der Markt weiterhin Risiken in Bezug auf Ertragsstabilität, Kostenkontrolle und mögliche außerordentliche Belastungen einpreist.

Geschäftsbereiche und Ertragsquellen

Die Deutsche Bank gliedert ihr Geschäft in mehrere Kernbereiche, die unterschiedliche Ertragsprofile und Risikostrukturen aufweisen. Im Privatkundengeschäft, das in Deutschland und ausgewählten internationalen Märkten aktiv ist, bilden Girokonten, Einlagen, Kredite sowie Vermögensverwaltung das Fundament. Hier profitiert die Bank von einem breiten Kundenstamm und der Möglichkeit, Zins- und Gebühreneinnahmen zu kombinieren. Die jüngste Quartalsberichterstattung zeigt, dass die Erträge im Privatkundensegment durch das höhere Zinsniveau und eine stabile Nachfrage nach Kreditprodukten, etwa Immobilienfinanzierungen und Konsumentenkredite, gestützt werden.

Daneben spielt der Unternehmensbankbereich eine zentrale Rolle. Die Deutsche Bank bietet Firmenkunden ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen, von der klassischen Kreditvergabe über Cash-Management und Trade Finance bis hin zu strukturierter Finanzierung. In diesem Segment ist die Bank besonders eng mit dem exportorientierten deutschen Mittelstand vernetzt, aber auch mit internationalen Großkunden. Die jüngsten Zahlen belegen, dass die Unternehmensbank solide Erträge erzielt und von der anhaltenden Nachfrage nach Liquiditäts- und Absicherungslösungen profitiert, insbesondere in einem Umfeld, in dem Wechselkurs- und Zinsvolatilität zunimmt.

Das Investmentbanking ist ein weiterer Ertragspfeiler der Deutschen Bank, wobei der Schwerpunkt auf dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Derivaten liegt. In den jüngsten Quartalszahlen zeigte sich, dass dieses Segment im Umfeld bewegter Kapitalmärkte robuste Resultate liefern konnte, insbesondere im Bereich Fixed Income und Währungen. Gleichzeitig ist das Investmentbanking aber auch jener Bereich, in dem das Risiko- und Kapitalmanagement besonders anspruchsvoll ist, weil die Volatilität der Märkte sich unmittelbar im Handelsbuch niederschlagen kann. Die Bank steuert ihre Risikopositionen deshalb mit engen Limits und setzt auf Diversifikation, um unerwartete Verlustspitzen zu vermeiden.

Ergänzt werden diese Kernbereiche durch das Asset-Management, das über eine eigenständige Einheit verwaltet wird und institutionellen wie privaten Anlegern Fondsprodukte und Mandate anbietet. Die verwalteten Vermögen tragen über Gebühreneinnahmen zur Stabilität der Ertragslage bei. Im aktuellen Marktumfeld ist das Asset-Management mit Themenfonds, etwa Nachhaltigkeitsstrategien oder Anleihenportfolios mit spezifischen Laufzeiten, positioniert, um den veränderten Anlegerinteressen gerecht zu werden. Insgesamt ergibt sich aus dieser Geschäftsbereichsstruktur ein diversifiziertes Ertragsprofil, das die Abhängigkeit von einzelnen Segmenten reduziert und den Konzern gegenüber konjunkturellen Schwankungen widerstandsfähiger machen soll.

Produktbeispiel und Kundenperspektive

Ein für viele Privatkunden gut sichtbares Produkt der Deutschen Bank ist das klassische Girokonto mit zugehöriger Debitkarte, das durch digitale Angebote wie eine mobile Banking-App ergänzt wird. Während die genaue Ausgestaltung der Kontomodelle von Gebührenstruktur, Zusatzleistungen und Zielgruppe abhängt, bleibt die Attraktivität solcher Produkte für Anleger indirekt relevant, weil sie die Breite der Kundenbasis und damit die Stabilität der Einlagenseite beeinflusst. Je breiter die Bank im Privatkundensegment aufgestellt ist, desto verlässlicher können Zins- und Gebühreneinnahmen fließen, was wiederum die Berechenbarkeit von Ertrags- und Cashflow-Profilen im Konzern erhöht.

Für die Kunden ist insbesondere die digitale Funktionalität wichtig. Die Deutsche Bank investiert in Apps, Online-Banking-Funktionen und Sicherheitsmechanismen, um den veränderten Erwartungen gerecht zu werden. Im Wettbewerb mit Direktbanken und Fintechs ist dieser Aspekt entscheidend, weil Nutzer zunehmend intuitiv bedienbare Lösungen erwarten. Aus Investorensicht ist relevant, dass Digitalisierungsprojekte zwar zunächst Kosten verursachen, langfristig aber Kosteneinsparungen durch effizientere Prozesse und geringere Filialnetze ermöglichen können. Eine erfolgreiche digitale Transformation kann damit gleichzeitig die Kundenzufriedenheit steigern und die Cost-Income-Ratio verbessern.

Kursniveau und Marktbewertung der Deutsche-Bank-Aktie

Der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie spiegelt die Mischung aus Fortschritten und verbleibenden Risiken wider. Auf dem deutschen Handelsplatz Xetra notiert das Papier des Frankfurter Instituts mit Stand des jüngsten Handelstages in einer Spanne, die im Rahmen seiner 52-Wochen-Entwicklung liegt. Die Marktkapitalisierung des Konzerns, gemessen am Xetra-Schlusskurs, entspricht einem hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag in Euro, was die Bedeutung des Instituts im nationalen und europäischen Finanzsystem unterstreicht. Im Vergleich zu früheren Krisenjahren steht die Aktie damit höher, während sie sich im langfristigen Vergleich zu historischen Höchstständen weiterhin unterhalb dieser frühen Spitzenwerte bewegt.

Innerhalb der 52-Wochen-Spanne hat die Deutsche-Bank-Aktie sowohl Phasen deutlich höherer Kurse als auch Rücksetzer erlebt, die auf allgemeine Marktschwankungen, sektorale Faktoren und unternehmensspezifische Nachrichten zurückzuführen sind. Der aktuelle Kurs bewegt sich relativ zu diesem Band in einem Bereich, der weder ein extremes Hoch noch ein ausgeprägtes Tief markiert, was auf eine gewisse Normalisierung der Bewertung hindeutet. Die Tagesperformance der Aktie verläuft im Normalfall im Rahmen der Marktvolatilität, wobei Nachrichten zu Zinsentscheidungen, regulatorischen Maßnahmen oder unternehmensspezifischen Entwicklungen zu spürbaren Ausschlägen führen können.

Im deutschen Leitindex DAX ist die Deutsche Bank als repräsentativer Finanzwert vertreten. Damit wird das Papier automatisch in vielen Indexfonds und ETFs gehalten, was den Handel verstetigt und die Liquidität am Markt erhöht. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen liegt auf einem Niveau, das es institutionellen wie privaten Investoren ermöglicht, Positionen aufzubauen oder abzubauen, ohne den Markt übermäßig zu beeinflussen. Diese hohe Liquidität ist für Anleger relevant, weil sie den Einstieg und Ausstieg aus der Position erleichtert und die Geld-Brief-Spanne in der Regel eng hält.

Im Schlussabschnitt lässt sich festhalten, dass die Deutsche-Bank-Aktie derzeit von einer Kombination aus solidem Kapitalpolster, verbesserten Quartalszahlen und einem fortschreitenden Transformationsprogramm getragen wird. Gleichzeitig bleibt die Bewertung durch Faktoren wie regulatorische Anforderungen, Rechtsrisiken und den internationalen Wettbewerb geprägt. Für Anleger kommt es deshalb darauf an, die veröffentlichten Quartals- und Jahreszahlen, die Guidance und den Analystenkonsens laufend im Blick zu behalten, um die mittelfristige Entwicklung der Aktie fundiert einordnen zu können.

Der jüngste Kurs der Deutsche-Bank-Aktie auf Xetra mit Stand des letzten Handelstages zeigt damit eine stabilisierte Lage, während sich die langfristige Perspektive an der weiteren Umsetzung der Strategie und der Fähigkeit des Managements entscheidet, Renditeziele, Kostenrahmen und Kapitalanforderungen dauerhaft in Einklang zu bringen.

Historisch betrachtet war die Deutsche-Bank-Aktie von teils erheblichen Schwankungen gekennzeichnet, insbesondere in Phasen, in denen Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Eingriffe oder globale Finanzkrisen das Vertrauen des Marktes belasteten. Die aktuelle Situation stellt im Vergleich zu diesen Episoden eine Phase dar, in der das Institut die Auswirkungen früherer Belastungen weitgehend bilanziell verarbeitet hat und verstärkt darum bemüht ist, planbare Ertragsströme und klar definierte Kapitalziele zu kommunizieren.

Für Anleger, die die Deutsche-Bank-Aktie verfolgen, sind neben den genannten Kennzahlen auch makroökonomische Variablen wie das Wachstum im Euroraum, die Zinsstruktur und die Stabilität des Finanzsystems relevant. Eine anhaltend robuste Konjunktur und ein ausgewogenes Zinsumfeld können die Kreditnachfrage stützen und die Ertragslage verbessern, während konjunkturelle Abschwünge oder stark schwankende Zinsen die Risikovorsorge erhöhen und die Handelsaktivitäten erschweren können. Die Fähigkeit der Bank, in verschiedenen Szenarien stabil zu agieren, bleibt somit ein Schlüsselfaktor für die Bewertung der Aktie.

Die Deutsche Bank selbst betont in ihrer Kommunikation, dass sie ihre interne Kontrolle, Compliance-Systeme und Abläufe kontinuierlich weiterentwickelt, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Vertrauen aufzubauen. Für Investoren ist dies insofern bedeutsam, als eine gute Governance helfen kann, unerwartete Belastungen zu vermeiden oder zumindest frühzeitig zu erkennen. Die Verbindung aus starken Kapitalquoten, soliden Quartalszahlen, einer klar formulierten Guidance und einer kontinuierlich verbesserten Governance könnte langfristig dazu beitragen, Bewertungsabschläge, die aus früheren Problemen herrühren, zu verringern.

Aus mittel- bis langfristiger Perspektive steht die Deutsche Bank vor der Aufgabe, ihre Rolle im europäischen und globalen Finanzsystem neu zu definieren, indem sie einerseits ein profitabler, risikoangepasster Universalbankkonzern bleibt und andererseits in ausgewählten Bereichen, etwa im Corporate Banking oder im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Kompetenzschwerpunkte setzt. Die Deutsche-Bank-Aktie bildet diese strategische Richtung über die Zeit ab, sodass Investoren auch die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche, die Kapitalallokation und die Ausschüttungspolitik im Blick behalten sollten.

Damit ergibt sich insgesamt ein Bild, in dem die Deutsche-Bank-Aktie derzeit durch verbesserte operative Kennzahlen und eine solide Kapitalbasis gestützt wird, während gleichzeitig strukturelle Herausforderungen und Marktunsicherheiten im Kursniveau reflektiert werden. Die aktuelle Bewertung im DAX-Kontext sowie die Analysteneinschätzungen zeigen, dass der Markt Fortschritte anerkennt, aber noch weitere bestätigte Quartals- und Jahreszahlen sehen möchte, um die Bank nachhaltig in einem höheren Bewertungssegment zu verankern.

Für Anleger, die sich mit der Deutschen-Bank-Aktie beschäftigen, lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Zusammensetzung des Ergebnisses, die Segmentberichte und die Detailinformationen zu Risikovorsorge, Kapitalquote und Cost-Income-Ratio. Diese Kennzahlen werden in den kommenden Berichtsperioden maßgeblich darüber entscheiden, ob die laufende Transformation des Konzerns in eine dauerhaft stärkere Eigenkapitalrendite mündet und damit die Bewertung am Markt weiter anheben kann.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | DE0005140008 | DEUTSCHE BANK | boerse | 69868098 | bgmi