Die Deere-&-Co.-Aktie bleibt vom hohen Auftragsbestand und stabilen Margen gestützt
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 18:24 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Deere & Co. (ISIN US24419L1061) hat für das Geschäftsjahr 2024 einen Nettogewinn im hohen einstelligen Milliardenbereich ausgewiesen und unterstreicht damit die starke Ertragskraft seines Maschinen- und Servicegeschäfts; laut Unternehmensangaben für das Fiskaljahr 2024 lag der Gewinn nach Steuern bei rund 8,8 Milliarden US?Dollar, nachdem im Geschäftsjahr 2023 bereits knapp 10 Milliarden US?Dollar erzielt worden waren. Als Folge der soliden Zahlen notierte die Deere-&-Co.-Aktie an der New Yorker Börse zuletzt im Bereich von rund 370 US?Dollar je Anteilsschein, nur wenige Prozent unter dem 52?Wochen?Hoch von etwa 425 US?Dollar. Für Anleger sind damit sowohl die Profitabilität als auch die Kursbewertung des US-Konzerns ein wesentliches Thema.
Gewinne bleiben auf hohem Niveau
Im Segment der landwirtschaftlichen Großmaschinen erzielte Deere & Co. im Geschäftsjahr 2024 Unternehmensangaben zufolge einen Umsatz von rund 27 Milliarden US?Dollar und lag damit leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahres, als mehr als 28 Milliarden US?Dollar erreicht wurden. Trotz dieser Normalisierung der Nachfrage hielten sich die Margen stabil: Die operative Marge im Agrarsegment lag im Fiskaljahr 2024 im hohen Zehnprozentbereich und damit nur wenige Zehntelprozentpunkte unter dem Wert des Geschäftsjahres 2023. Für das gesamte Unternehmen meldete Deere & Co. einen Konzernumsatz im Bereich von 60 Milliarden US?Dollar, nachdem im Vorjahr etwas mehr als 61 Milliarden US?Dollar ausgewiesen worden waren; der leichte Rückgang reflektiert vor allem eine abgekühlte Nachfrage nach Landmaschinen in einigen Kernmärkten.
Besonders im Blick steht der Vergleich der Ertragskennzahlen zum Vorjahr: Während der Nettogewinn 2023 mit rund 10 Milliarden US?Dollar einen Rekord darstellte, liegt der Wert für 2024 mit etwa 8,8 Milliarden US?Dollar rund 12 Prozent darunter. Der Gewinn je Aktie har sich entsprechend entwickelt und ging von knapp 34 US?Dollar im Geschäftsjahr 2023 auf gut 30 US?Dollar im Jahr 2024 zurück, bleibt damit aber klar über dem Niveau von 2022. Für institutionelle Investoren ist dieser Rückgang vor allem deshalb akzeptabel, weil er aus einer Normalisierung nach einem außergewöhnlich starken Investitionszyklus in der Landwirtschaft resultiert und nicht aus strukturellen Problemen.
Ausblick und Investitionsprogramm
Für das laufende Geschäftsjahr 2025 stellt das Management von Deere & Co. eine weiterhin solide, aber moderater wachsende Geschäftsentwicklung in Aussicht. In seiner Prognose für 2025 erwartet der Konzern einen Nettogewinn zwischen rund 7,5 und 8,5 Milliarden US?Dollar und signalisiert damit, dass die Profitabilität trotz zyklischer Gegenwinde auf einem hohen Niveau bleiben soll. Gleichzeitig will Deere & Co. die Investitionen in Forschung und Entwicklung im mittleren einstelligen Milliardenbereich halten, um die Produktpalette bei landwirtschaftlichen Großmaschinen, Baumaschinen und Präzisionstechnologien weiter auszubauen.
Wichtiger Baustein des Ausblicks ist der hohe Auftragsbestand: Deere & Co. berichtet für die Kernsegmente Landwirtschaft und Bau für 2024 einen Orders-Backlog im zweistelligen Milliardenbereich, der einen erheblichen Teil des erwarteten Umsatzes für 2025 bereits abdeckt. Im Vergleich zu 2022 liegt der Auftragsbestand damit deutlich höher, was dem Konzern bei möglichen kurzfristigen Nachfrageschwankungen zusätzlichen Puffer verschafft. Anleger achten hier besonders darauf, dass die Produktionskapazitäten effizient ausgelastet bleiben und die Margen durch Preisanpassungen gegenüber steigenden Kosten verteidigt werden können.
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Präzisionstechnik als Wachstumstreiber
Ein zentrales Produktfeld von Deere & Co. sind hochautomatisierte Traktoren und Erntemaschinen mit integrierter Präzisionslandtechnik. In diesem Bereich steigerten sich die Erlöse im Geschäftsjahr 2024 nach Unternehmensangaben auf einen Wert im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich und lagen damit spürbar über den Umsätzen von 2022, als erst ein mittlerer einstelliger Milliardenbetrag erzielt worden war. Die Zahl der mit vernetzten Systemen ausgerüsteten Maschinen im Feld wächst kontinuierlich, was zusätzlich wiederkehrende Umsätze aus Software?Abonnements und Datenservices generiert.
Deere-&-Co.-Aktie im Marktvergleich
Die Deere-&-Co.-Aktie wird an der New Yorker Börse NYSE gehandelt und ist im US-Leitindex S&P 500 vertreten. Auf Basis des jüngsten Kursstands von rund 370 US?Dollar errechnet sich bei einem Gewinn je Aktie von gut 30 US?Dollar für das Geschäftsjahr 2024 ein Kurs-Gewinn-Verhältnis im Bereich von etwa 12 bis 13. Im Vergleich zu anderen großen Industrie- und Investitionsgüterherstellern liegt Deere & Co. damit im unteren zweistelligen Bewertungsbereich, nachdem das KGV in den Jahren 2021 und 2022 zeitweise über 20 gelegen hatte. Für langfristig orientierte Anleger ist neben der Bewertung auch die Dividendenkontinuität ein Argument: Deere & Co. zahlt seit vielen Jahren regelmäßig eine Dividende und hat diese im Zeitraum 2020 bis 2024 mehrfach moderat angehoben.
Steckbrief Deere & Co.
- Unternehmen: Deere & Co.
- ISIN: US24419L1061
- Ticker: DE
- Handelsplatz: NYSE
- Kurs (Stand 17.07.2026, 16:00 Uhr): 370 US?Dollar
- Marktkapitalisierung: ca. 100 Milliarden US?Dollar (Stand 17.07.2026)
- Sektor / Branche: Industrie / Land- und Baumaschinen
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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