Ceconomy, DE0007257503

Die Ceconomy-Aktie profitiert von höherer Prognose und solidem Wachstum im Handelsjahr 2024

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 17:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Ceconomy-Aktie reagiert auf Xetra positiv auf die angehobene Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2023/24. Umsatzwachstum, besserer operativer Gewinn und der Fokus auf Kostenkontrolle rücken das MDAX-Unternehmen erneut in den Blick langfristig orientierter Anleger.

Isometrische 3D-Illustration der Lieferkette im Elektronikhandel: Fabrik, Lager, Markt, Kunde
Ceconomy AG DE0007257503 isometrisches 3D-Diagramm der Wertschöpfungskette vom Hersteller über Lager zum Kunden, Illustration mit AI erstellt.

Ceconomy (ISIN DE0007257503) hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 angehoben und rückt damit erneut in den Fokus am deutschen Aktienmarkt. Laut einer Mitteilung des Handelskonzerns vom 14.05.2024 erwartet das Unternehmen nun ein bereinigtes EBIT zwischen 280 und 320 Millionen Euro, nachdem zuvor lediglich von einem Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich die Rede war. Diese Zielspanne liegt spürbar über dem bereinigten EBIT des Vorjahres von 243 Millionen Euro und unterstreicht den Anspruch des Konzerns, die Profitabilität nach der Restrukturierung weiter zu steigern.

Prognoseanhebung stützt die Ceconomy-Aktie

Die neue Prognose basiert auf einem moderaten Umsatzwachstum und weiteren Fortschritten bei der Effizienz. Im Geschäftsjahr 2022/23 erzielte Ceconomy einen Umsatz von rund 21,8 Milliarden Euro, womit der Konzern im Vorjahresvergleich nahezu stabil blieb, zugleich aber das bereinigte EBIT deutlich auf 243 Millionen Euro verbessern konnte, nachdem im Geschäftsjahr 2021/22 nur 138 Millionen Euro erreicht worden waren. Der geplante Sprung auf 280 bis 320 Millionen Euro im laufenden Jahr würde damit einem Plus von bis zu rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr entsprechen und die Wirkung der laufenden Kostenprogramme sichtbar machen.

Nach Angaben des Unternehmens setzt Ceconomy im laufenden Geschäftsjahr verstärkt auf Profitabilität statt auf reines Umsatzwachstum. Die Anhebung der EBIT-Prognose wird flankiert von der Erwartung, dass der Konzern trotz eines nach wie vor verhaltenen Konsumumfelds im Bereich Consumer Electronics Marktanteile behaupten oder punktuell ausbauen kann. Dass Ceconomy die eigene Zielspanne konkretisiert und nach oben zieht, dient vielen Investoren als Signal, dass die Restrukturierung von MediaMarkt und Saturn operativ greift und die Ergebnisqualität steigt.

Solide Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2023/24

Für das laufende Geschäftsjahr 2023/24, das bei Ceconomy bis zum 30.09.2024 läuft, hat das Management neben der operativen Ergebnisverbesserung auch eine stabile Entwicklung des Free Cashflow in Aussicht gestellt. In der Prognose verweist Ceconomy darauf, dass der bereinigte Free Cashflow mindestens das Niveau des Vorjahres erreichen soll, in dem der Konzern im zweistelligen Millionenbereich positiv abschloss. Damit bleibt das Unternehmen bei seiner finanzpolitischen Linie, zuerst das operative Fundament zu stärken und zugleich die Verschuldung im Blick zu behalten.

Die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2023/24 zeigen, dass dieser Kurs bislang gehalten werden kann. Ceconomy berichtet für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres einen Umsatz von deutlich über 16 Milliarden Euro, was im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode einem moderaten Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich entspricht. Gleichzeitig wurde das bereinigte EBIT zum Stichtag der Neunmonatszahlen im zweistelligen Millionenbereich verbessert, wodurch die neue Zielspanne von 280 bis 320 Millionen Euro beim Jahresergebnis als ambitioniert, aber erreichbar erscheint.

MDAX-Mitglied mit veränderter Struktur

Ceconomy ist im MDAX gelistet und zählt damit zu den bedeutenden mittelgroßen Unternehmen des deutschen Aktienmarkts. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren tiefgreifende Strukturmaßnahmen umgesetzt, unter anderem die Vereinfachung der Beteiligungsstrukturen bei MediaMarkt und Saturn sowie Programme zur Senkung der Fixkosten in Verwaltung, Logistik und Filialnetz. Historisch gesehen erzielte Ceconomy im Geschäftsjahr 2018/19 noch einen Umsatz von über 21 Milliarden Euro bei einer deutlich niedrigeren Ertragsbasis, was den Transformationsdruck der vergangenen Jahre verdeutlichte.

Im Zuge der Neuaufstellung rückte die operative Steuerung über Kennzahlen wie bereinigtes EBIT und Free Cashflow stärker in den Vordergrund als reine Wachstumsziele. Mit der nun erhöhten Prognose signalisiert das Management, dass die wichtigsten Effizienzhebel - etwa bessere Warensteuerung, optimierte Filialnetze und ein stärker integrierter Online-Vertrieb - zunehmend Wirkung zeigen. Für Investoren spielt dabei auch eine Rolle, dass Ceconomy seine Guidance aus eigener Kraft anhebt und nicht primär von Sondereffekten getragen wird.

Onlinegeschäft und Services gewinnen an Gewicht

Neben der Filialoptimierung setzt Ceconomy strategisch auf den Ausbau des Onlinegeschäfts sowie margenstärkerer Dienstleistungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Onlineanteil am Gesamtumsatz im unteren zweistelligen Prozentbereich und erreichte damit einen deutlich höheren Wert als noch vor der Pandemie. Gleichzeitig legten Service-Umsätze, etwa aus Garantien, Reparaturen und Installationsleistungen, prozentual stärker zu als das klassische Produktgeschäft und stützten damit die Bruttomarge.

Der Konzern verfolgt die Strategie, das stationäre Geschäft mit digitalen Angeboten zu verzahnen, um Kunden beispielsweise eine nahtlose Online-Bestellung mit Abholung im Markt zu ermöglichen. Dieser sogenannte Omnichannel-Ansatz hat sich laut den jüngsten Berichten als zentraler Differenzierungsfaktor im Wettbewerb mit reinen Online-Händlern erwiesen. Gerade im höherpreisigen Segment der Unterhaltungselektronik profitieren die Märkte von Beratung vor Ort, während der Online-Kanal für Preisvergleich und schnelle Verfügbarkeit sorgt.

Analysten sehen Erholung der Ertragslage

Der Kapitalmarkt honoriert vor allem, dass Ceconomy seine operative Ergebnisbasis verbreitert. Verschiedene Analysten verweisen in ihren aktuellen Einschätzungen darauf, dass der Konzern mit einem bereinigten EBIT von 280 bis 320 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2023/24 einen wichtigen Zwischenschritt in Richtung einer nachhaltig zweistelligen EBIT-Marge in einzelnen Kernsegmenten machen könnte. Zugleich bleibt die Bewertung im Vergleich zu anderen europäischen Einzelhandelswerten moderat, was Investoren Spielraum für positive Überraschungen lässt.

Der Konsens der Markterwartungen für den Gewinn je Aktie im laufenden Geschäftsjahr bewegt sich nach diesen Einschätzungen weiterhin im unteren zweistelligen Cent-Bereich, während für die Folgejahre eine schrittweise Steigerung erwartet wird. Entscheidend ist für viele Beobachter, dass Ceconomy seine prognostizierte EBIT-Spanne auch in einem Umfeld schwächerer Konsumdynamik erreichen kann. Gelingt dies, könnte der Markt dem Titel wieder eine höhere Bewertung zugestehen und den Abstand zu besser positionierten Sektorwerten ausgleichen.

MediaMarkt und Saturn als Ertragsanker

Kerngeschäft von Ceconomy sind die Elektronikhandelsketten MediaMarkt und Saturn, die zusammen den überwiegenden Teil des Konzernumsatzes erwirtschaften. Im vergangenen Geschäftsjahr 2022/23 trugen sie den Großteil der rund 21,8 Milliarden Euro Umsatz, wobei die Märkte in Deutschland, Österreich, Spanien und Italien zu den wichtigsten Regionen zählen. Das Unternehmen investiert gezielt in modernisierte Filialkonzepte, kleinere City-Formate und eine flexiblere Personalsteuerung, um die Profitabilität pro Quadratmeter zu steigern.

Darüber hinaus arbeitet Ceconomy an der weiteren Integration von Online- und Offline-Vertrieb über ein einheitliches Warenwirtschaftssystem, das Bestände und Preise über alle Kanäle hinweg synchronisiert. Mit dieser technischen Basis sollen sowohl Click-and-Collect-Modelle als auch Same-Day-Delivery-Angebote breiter ausgerollt werden. Solche Services sind nicht nur aus Kundensicht attraktiv, sondern ermöglichen es Ceconomy auch, Zusatzumsätze mit Liefer- und Installationsleistungen zu erzielen und damit die Marge im Vergleich zum reinen Produktverkauf aufzubessern.

Ceconomy-Produktbeispiel: Haushaltsgroßgeräte im Fokus

Ein repräsentatives Beispielsegment im Portfolio von Ceconomy sind Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Geschirrspüler. Diese Produkte gehören zu den margenstärkeren Kategorien im Sortiment der MediaMarkt- und Saturn-Märkte, weil Kunden hier besonders auf Energieeffizienz, Langlebigkeit und Serviceleistungen achten. Ceconomy bietet in diesem Bereich häufig erweiterte Garantien und Installationsservices an, die zusätzliche Erlöse und eine engere Kundenbindung ermöglichen.

Die Ceconomy-Aktie im Marktüberblick

Die Ceconomy-Aktie wird vor allem auf Xetra gehandelt und gehört dem MDAX an, der die mittelgroßen deutschen Werte abbildet. Die Marktkapitalisierung bewegt sich im mittleren einstelligen Milliarden-Euro-Bereich und spiegelt damit die Rolle des Konzerns als bedeutender, aber nicht dominanter Player im europäischen Einzelhandel wider. Für Anleger ist neben der Ertragsentwicklung besonders relevant, wie stabil der Free Cashflow bleibt und ob Ceconomy mittelfristig wieder eine verlässliche Dividendenpolitik etablieren kann.

Fakten zur Ceconomy-Aktie

  • Unternehmen: Ceconomy AG
  • ISIN: DE0007257503
  • WKN: 725750
  • Ticker: CEC
  • Handelsplatz: Xetra
  • Kurs (Stand 28.07.2026, 15:00 Uhr): 3,50 EUR
  • Marktkapitalisierung: 1,50 Mrd. EUR (Stand 28.07.2026)
  • Sektor / Branche: Einzelhandel / Unterhaltungselektronik
  • Indexzugehörigkeit: MDAX
  • Nächstes Earnings-Datum: 15.08.2026

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