Die Applied-Materials-Aktie zeigt Stärke nach soliden Quartalszahlen
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 13:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Applied Materials Inc. (ISIN US0382221051) hat mit seinen jüngsten Zahlen im Geschäftsjahr 2024 den Halbleiterzyklus genutzt und den Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2024 auf rund 6,65 Milliarden US-Dollar gesteigert, nachdem im Vorjahresquartal etwa 6,63 Milliarden US-Dollar erzielt wurden, was einem leichten Plus entspricht und die Stabilität der Nachfrage unterstreicht.
Ergebnisse im Halbleiterzyklus
Der Nettogewinn von Applied Materials wurde für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2024 mit rund 1,6 Milliarden US-Dollar angegeben, nachdem im Vorjahreszeitraum knapp 1,6 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren, womit das Unternehmen trotz eines anspruchsvollen Umfelds eine stabile Profitabilität behauptete. Das verwässerte Ergebnis je Aktie lag im gleichen Zeitraum bei ungefähr 1,90 US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal etwa 1,86 US-Dollar je Aktie erzielt worden waren, was einen moderaten Anstieg des Gewinns je Anteilsschein zeigt.
Für Anleger ist besonders relevant, dass Applied Materials im Geschäftsjahr 2024 eine operative Marge im Bereich von rund 30 Prozent ausweisen konnte, nachdem im Geschäftsjahr 2023 eine Marge um die 29 Prozent erreicht worden war, womit die Effizienz im Halbleiteranlagen-Geschäft leicht verbessert wurde. Die Kombination aus stabilem Umsatzniveau und leicht steigender Marge signalisiert, dass das Unternehmen seine Kostenstruktur im Zyklus konsequent im Griff behält.
Marktumfeld und Bewertung
Die Applied-Materials-Aktie reagierte in den Wochen nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen mit einer positiven Tendenz und notierte zuletzt mit einer Marktkapitalisierung von rund 120 Milliarden US-Dollar, während der Wert ein Jahr zuvor etwa bei 90 Milliarden US-Dollar gelegen hatte, was einem Anstieg der Börsenbewertung um grob ein Drittel entspricht. Der Kurs bewegte sich dabei nahe einer 52-Wochen-Spanne, deren Obergrenze im Bereich von etwa 250 US-Dollar und deren Untergrenze im Bereich von rund 130 US-Dollar lag, sodass Anleger den deutlichen Bewertungsaufschlag im Kontext eines insgesamt starken Halbleitersegments einordnen müssen.
Im Vergleich zu anderen Ausrüstern der Halbleiterindustrie profitiert Applied Materials von einem breiten Portfolio an Fertigungsanlagen für Logik-, Speicher- und Spezialchips, was sich auch in den Auftragseingängen widerspiegelt. Diese wurden im Geschäftsjahr 2024 auf einen Wert im hohen einstelligen Milliardenbereich beziffert, nachdem sie im Vorjahr noch im mittleren einstelligen Milliardenbereich lagen, womit der Auftragseingang im Jahresvergleich merklich zulegte und den Investitionsplan der Kunden für zukünftige Fertigungskapazitäten abbildet.
KI-Trend und langfristige Nachfrage
Ein zentraler Treiber bleibt der Ausbau von Kapazitäten für Hochleistungsrechner, Grafikkarten und spezialisierte KI-Chips, für deren Fertigung Applied-Materials-Anlagen benötigt werden. Das Unternehmen verwies im Geschäftsjahr 2024 darauf, dass ein signifikanter Anteil des Umsatzes aus Systemen stammt, die für fortgeschrittene Strukturbreiten im unteren Nanometer-Bereich ausgelegt sind, was die strategische Bedeutung des High-End-Segments unterstützt. Gleichzeitig bleibt das Geschäft mit Anlagen für Speicherchips und Power-Semiconductors ein stabiler Pfeiler, der die Volatilität der einzelnen Endmärkte etwas ausgleicht.
Für langfristig orientierte Anleger ist wichtig, dass Applied Materials seine Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2024 auf einen Betrag im Milliardenbereich ausgedehnt hat, nachdem im Vorjahr ebenfalls rund ein Milliardenbetrag investiert worden war; dadurch sichert sich der Konzern seine Position bei neuen Prozessgenerationen und Materialien. Der Fokus auf Innovation, etwa bei neuen Beschichtungs- und Strukturierungsverfahren, zielt darauf ab, den Kunden Mehrwerte in Form von höherer Ausbeute und besserer Energieeffizienz in der Chipproduktion zu bieten.
Fertigungstechnik als Kernprodukt
Zu den prägenden Produktfamilien von Applied Materials zählen Anlagen für die PVD- und CVD-Beschichtung sowie für die strukturierende Bearbeitung von Wafern, die in modernen Halbleiterfabriken zum Einsatz kommen. Diese Systeme tragen wesentlich dazu bei, dass Foundries und IDM-Hersteller Wafer mit immer feineren Strukturen und engem Toleranzband produzieren können, was die Grundlage für leistungsfähige Prozessoren und Speicherprodukte ist. Ein großer Teil der Erlöse stammt aus dem Verkauf dieser Anlagen an führende Chiphersteller weltweit, ergänzt um Service- und Ersatzteilumsätze, die im Geschäftsjahr 2024 ebenfalls im Milliardenbereich lagen und im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegten.
Kurs und Anlegerperspektive
Die Applied-Materials-Aktie spiegelt mit ihrer Marktkapitalisierung von rund 120 Milliarden US-Dollar und der 52-Wochen-Spanne zwischen etwa 130 und 250 US-Dollar die Erwartung wider, dass der Bedarf an Halbleiterfertigungstechnik im KI- und Cloud-Zeitalter weiter wächst. Für Anleger steht dabei weniger der kurzfristige Kursausschlag im Vordergrund als die Frage, ob das Unternehmen seinen Margenvorteil und die steigenden Auftragseingänge im kommenden Geschäftsjahr halten kann.
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