Die AMD-Aktie profitiert von starkem KI-Wachstum und höheren Margen
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 17:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die AMD-Aktie des US-Chipherstellers Advanced Micro Devices (ISIN US0079031078) steht aktuell im Zeichen dynamischen Wachstums im KI-Geschäft: Für das erste Quartal 2025 meldete der Konzern laut Investor-Relations-Unterlagen einen Umsatz von rund 5,5 Milliarden US-Dollar, nach etwa 5,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal, und damit ein leichtes Plus gegenüber dem Q1 2024.
KI-Serverchips treiben das Wachstum
Im Data-Center-Segment, in dem AMD unter anderem seine KI-fähigen Serverprozessoren und Beschleuniger verkauft, erzielte das Unternehmen im ersten Quartal 2025 einen Umsatz von grob 2,9 Milliarden US-Dollar, nachdem der Bereich im ersten Quartal 2024 noch bei rund 2,3 Milliarden US-Dollar gelegen hatte. Das entspricht einem Zuwachs von in der Größenordnung von 26 Prozent binnen Jahresfrist und verdeutlicht, wie stark insbesondere KI-Workloads die Nachfrage nach AMD-Chips antreiben.
Parallel dazu konnte AMD im selben Zeitraum seine bereinigte operative Marge im Konzernverbund verbessern. Der bereinigte Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 lag bei etwa 3,50 US-Dollar, nach rund 2,65 US-Dollar im Jahr 2023, was einem Anstieg um gut 32 Prozent entspricht. Diese Entwicklung spiegelt zum einen das höhere Volumen im margenstärkeren Server- und KI-Geschäft wider, zum anderen auch die konsequente Kostenkontrolle im klassischen PC- und Gaming-Segment.
Marge und Guidance rücken in den Mittelpunkt
Für das laufende Geschäftsjahr 2025 hatte AMD auf Basis der jüngsten Unternehmensprognose ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich in Aussicht gestellt. Im Zentrum stehen dabei die KI-Beschleuniger und Epyc-Serverprozessoren, die den Data-Center-Umsatz weiter erhöhen sollen. Im Vergleich zum Gesamtumsatz von rund 22,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024, der bereits etwa 3 Prozent über dem Niveau des Jahres 2023 lag, ist damit eine weitere Beschleunigung möglich, sofern die Nachfrage aus Cloud- und Hyperscale-Rechenzentren anhält.
Für Anleger ist dabei besonders relevant, dass AMD die Bruttomarge im Jahr 2024 auf ungefähr 51 Prozent steigern konnte, nach grob 50 Prozent im Jahr 2023. Ein Prozentpunkt klingt zunächst gering, wirkt sich bei einem Umsatz von mehr als 20 Milliarden US-Dollar aber signifikant auf den absoluten Gewinn aus. Hält die Dynamik im KI-Segment an und verschiebt sich der Produktmix weiter zugunsten hochpreisiger Beschleunigerkarten, könnte sich dieser Margentrend im Jahr 2025 fortsetzen.
Ryzen-Prozessoren bleiben wichtiges Standbein
Neben den Serverchips tragen weiterhin die Client-Prozessoren für Notebooks und Desktops einen wesentlichen Teil zum Geschäft bei. Im PC-Segment setzte AMD im Geschäftsjahr 2024 nach Unternehmensangaben Produkte der Ryzen- und Ryzen-AI-Reihen in Milliardenhöhe ab und profitierte von einer allmählichen Erholung im weltweiten PC-Markt. Auch wenn dieses Geschäft im Vergleich zum Data-Center-Bereich marginenschwächer ist, trägt es zur Stabilisierung der Gesamtumsätze bei.
Aktienkurs im Vergleich zur Historie
Die Marktkapitalisierung von AMD lag zuletzt bei deutlich über 250 Milliarden US-Dollar und hat sich damit in wenigen Jahren vervielfacht. Verglichen mit einer Marktkapitalisierung von unter 100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 zeigt sich der enorme Wertzuwachs, den der Markt dem Unternehmen und seiner strategischen Position im KI-Chipmarkt beimisst. Für die AMD-Aktie ist dieser Sprung Ausdruck des gestiegenen Gewinnpotenzials aus hochpreisigen Rechenzentrums- und KI-Produkten.
AMD auf einen Blick
- Unternehmen: Advanced Micro Devices Inc.
- ISIN: US0079031078
- Ticker: AMD
- Handelsplatz: NASDAQ
- Sektor / Branche: Halbleiter / Technologie
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
