AKTIEN IM FOKUS: Salzgitter sacken ab - Konjunktursorgen belasten ganze Branche
19.03.2026 - 17:29:22 | dpa.deSie büßten am Nachmittag 12,1 Prozent auf 35,64 Euro ein und sackten auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember. Die bisherigen Jahresgewinne sind damit Geschichte.
Mitte Februar waren die Papiere des Stahlherstellers noch auf ein Hoch seit Dezember 2018 geklettert. Da hatte Salzgitter mitgeteilt, den Dessauer Spezialisten für Sicherheitsstahl Thyrolf & Uhle zu übernehmen, um seine Kompetenzen in der Verteidigung zu erweitern.
Im Tagesverlauf haben aber einmal mehr die hohen Ölpreise und die damit verbundene Aussicht auf eine schwächere Konjunktur belastet. Der Stoxx Europe 600 Basis Resources EU0009658624 war der schwächste Sektor Europas. Er sackte auf ein Tief seit Januar. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israel auf den Iran Ende Februar ist er um fast 14 Prozent eingebrochen, nachdem er kurz zuvor noch ein Rekordniveau erreicht hatte.
Branchengrößen wie der Stahlwert ArcelorMittal LU1598757687 oder der Bergbaukonzern Anglo American GB00B1XZS820 verloren fast ein Viertel an Wert. Salzgitter büßten 35 Prozent ein, Thyssenkrupp DE0007500001 25 Prozent. Sie waren alle auch am Donnerstag schwach.
Für ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde am Donnerstagnachmittag 112 Dollar gezahlt, am Morgen waren es sogar 119 Dollar. Damit wurde fast wieder das Panik-Niveau vom 9. März erreicht, als der Ölpreis auf rund 120 Dollar und damit den höchsten Stand seit 2022 geschossen war. Die Sorgen vor einer Stagflation - also einer Stagnation der Wirtschaft bei gleichzeitiger Inflation - nehmen rapide zu.
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