Diageo Aktie: Zehnjahrestief erreicht
20.03.2026 - 17:30:22 | boerse-global.deDiageo kämpft mit einem historischen Tiefstand. Der Spirituosen-Riese leidet unter einer schwachen Nachfrage in den USA und China, während gesundheitsbewusstere Konsumenten teurem Tequila zunehmend den Rücken kehren. Unter neuer Führung versucht der Konzern nun, das Ruder durch Verkäufe von Unternehmensteilen und eine angepasste Dividende herumzureißen.
Schwache Nachfrage belastet Bilanz
Die Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 verdeutlichen die aktuelle Misere. Der Nettoumsatz sank um 4,0 Prozent auf 10,46 Milliarden Dollar. Besonders schmerzhaft ist der Rückgang bei einstigen Wachstumstreibern wie den Premium-Marken Don Julio und Casamigos. Viele Kunden greifen angesichts steigender Lebenshaltungskosten vermehrt zu günstigeren Alternativen.
Zusätzlich belasten strukturelle Trends das Geschäft. Marktbeobachter verweisen auf den Erfolg von Abnehmmedikamenten und ein steigendes Gesundheitsbewusstsein jüngerer Zielgruppen, was den Alkoholkonsum langfristig dämpfen könnte. Der operative Gewinn sank in diesem schwierigen Umfeld um 1,2 Prozent auf rund 3,12 Milliarden Dollar.
Strategischer Umbau unter neuem CEO
CEO Dave Lewis, der das Amt im Januar 2026 übernahm, hat bereits tiefgreifende Maßnahmen eingeleitet. Ein zentraler Baustein ist die Veräußerung von Randbereichen, um die Verschuldung zu reduzieren. So verkaufte Diageo kürzlich seine Anteile an den East African Breweries für rund 2,3 Milliarden Dollar an die Asahi Group.
Gleichzeitig wurde die Dividendenpolitik angepasst, um die Bilanz zu stabilisieren. Der Konzern legte eine neue Untergrenze von 50 Cent pro Jahr fest. Künftig soll die Ausschüttungsquote zwischen 30 und 50 Prozent des Gewinns liegen. Diese Neuausrichtung spiegelt die Bemühungen wider, finanzielle Flexibilität für den laufenden Turnaround zurückzugewinnen.
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Analysten bleiben gespalten
Am Markt herrscht Uneinigkeit darüber, wie schnell der Konzern wieder in die Spur findet. Die Aktie notiert derzeit bei 16,30 Euro und hat damit auf Jahressicht rund 34,6 Prozent an Wert verloren. Trotz der operativen Hürden hält das Management an seinem Ziel für einen freien Cashflow von 3 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr fest.
Die Einschätzungen der Bankhäuser gehen weit auseinander:
- Royal Bank of Canada: GBX 2.000 (Outperform)
- Deutsche Bank: GBX 1.790 (Hold)
- Analysten-Konsens: Moderate Buy bis Hold
Der Fokus liegt nun auf der zweiten Jahreshälfte 2026. Dann muss sich zeigen, ob die geplanten Kosteneinsparungen von 465 Millionen Dollar und die Stabilisierung im wichtigen US-Markt erste Früchte tragen. Das Unternehmen setzt darauf, dass die hohe Bruttomarge von etwa 60 Prozent als Puffer für die laufende Restrukturierung dient.
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