Diageo, Aktie

Diageo Aktie: Kapitalmarkttag am 6. August

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 12:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der neue Diageo-Chef kündigt tiefe Einschnitte an, um die Profitabilität zu steigern. Bis zu 30 Prozent der Stellen könnten in einigen Bereichen wegfallen.

Diageo-CEO Dave Lewis plant drastischen Stellenabbau und Sparkurs
Hochwertiges Glas mit bernsteinfarbenem Getränk in einer eleganten Bar bei stimmungsvoller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Dave Lewis, der seit Januar 2026 als CEO an der Spitze von Diageo steht, bereitet den britischen Spirituosenriesen auf eine tiefgreifende Restrukturierung vor. Unter dem in Medienberichten zitierten Beinamen „Drastic Dave“ plant der neue Konzerchef offenbar erhebliche Einschnitte bei den Personalkosten, um die Profitabilität des Herstellers von Marken wie Johnnie Walker, Smirnoff und Guinness zu sichern. Die Einzelheiten dieser Strategie werden mit Spannung für den Kapitalmarkttag am 6. August 2026 erwartet.

Harter Sparkurs unter neuer Führung

Medienberichten zufolge ordnete Lewis bereits umfassende Kürzungen der Gemeinkosten an. Ein zentraler Bestandteil dieser Maßnahmen ist die Reduzierung der Belegschaft um bis zu 30 Prozent in bestimmten Geschäftsbereichen. Betroffen ist insbesondere die Ebene der Führungskräfte: Das rund 100 Personen umfassende Senior-Leader-Team soll um etwa 20 bis 30 Prozent schrumpfen. In einigen regionalen Einheiten werden laut Reuters Kürzungen von 25 bis 30 Prozent vorbereitet, während in einer zentralen globalen Einheit sogar eine Reduzierung der Stellen um die Hälfte im Raum steht.

Die Sparmaßnahmen zeigen sich auch an den Standorten des Unternehmens. In Edinburgh wurden Mitarbeiter bereits über erhebliche Einschnitte informiert, die auch die Schließung einzelner Büros beinhalten könnten. Barclays-Analyst Laurence Whyatt geht davon aus, dass das Kostensenkungsprogramm sowohl größer als auch schneller ausfallen wird, als der Markt es bisher unterstellt hat. Das Unternehmen, das zum Ende des Geschäftsjahres 2025 noch mehr als 29.000 Mitarbeiter beschäftigte, reagiert damit auf eine schwächelnde Nachfrage in wichtigen Märkten. Für das laufende Jahr wird ein organischer Umsatzrückgang von 2 bis 3 Prozent erwartet.

Fokus auf Premium-Marken und Vorstandsumbau

Während der Konzern in Europa weiterhin eine robuste Nachfrage nach Guinness verzeichnet, steht das Kerngeschäft mit Spirituosen in Nordamerika unter Druck. Dort sank der organische Umsatz in einem früheren Quartal um 9,4 Prozent. Parallel zum Stellenabbau treibt Chairman John Manzoni die Umgestaltung des Board of Directors voran. Ziel ist es, das Gremium mit mehr Erfahrung aus der Getränkeindustrie zu verstärken. Derzeit verfügt von elf nicht geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern lediglich Valerie Chapoulaud-Floquet, die früher für Remy Cointreau tätig war, über spezifische Expertise im Spirituosensektor.

Ein wichtiger Wachstumsimpuls kommt derweil aus Asien. Die indische Tochtergesellschaft United Spirits (Diageo India) konnte zum Auftakt des Geschäftsjahres 2027 einen deutlichen Erfolg vermelden. Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal, das am 30. Juni 2026 endete, um 51,6 Prozent auf 3,91 Milliarden Rupien. Besonders das Premium-Segment („Prestige & Above“) erwies sich als Wachstumstreiber und steuerte über 90 Prozent zum Nettoumsatz bei. CEO Praveen Someshwar sprach von einem starken Start in das neue Geschäftsjahr.

Herausforderungen in Afrika und Marktumfeld

Im krassen Gegensatz zur positiven Entwicklung in Indien stehen die Schwierigkeiten in Kenia. Der geplante Verkauf der 65-prozentigen Beteiligung an East African Breweries (EABL) an die japanische Asahi Group für umgerechnet rund 2,3 Milliarden US-Dollar ist ins Stocken geraten. Rechtliche Auseinandersetzungen vor dem High Court in Kenia verzögern die Transaktion, die ursprünglich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein sollte. Dabei geht es unter anderem um die Aufhebung der Geheimhaltung eines Schiedsspruchs und Vorwürfe im Zusammenhang mit der Unternehmensführung.

An der Börse wird die angekündigte Rosskur des CEOs bislang verhalten, aber konstruktiv aufgenommen. Die Aktie notiert aktuell bei 18,07 € und konnte heute ein leichtes Plus von 0,31 % verzeichnen. Dennoch bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 24,70 €, das am 20. August 2025 markiert wurde, mit einem Minus von 26,84 % beträchtlich. JP Morgan bestätigte zuletzt am 22. Juli 2026 die Einstufung des Wertes mit „Neutral“. Anleger blicken nun auf den 6. August, wenn Lewis die Details seines „Accelerate“-Programms vorstellen wird, das bis 2028 Einsparungen in Höhe von 625 Millionen US-Dollar vorsieht.

Anzeige

Diageo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Diageo-Analyse vom 24. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Diageo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Diageo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Diageo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | GB0002374006 | DIAGEO | boerse | 69861256 |