Diageo Aktie: Dividende halbiert!
26.02.2026 - 02:39:28 | boerse-global.deDer britische Spirituosengigant Diageo hat am Mittwoch mit drastischen Maßnahmen auf die anhaltende Schwäche in seinen wichtigsten Märkten reagiert. Die Zwischendividende wurde von 40,5 auf 20 Cent je Aktie mehr als halbiert – und das ist erst der Anfang. Die Aktie verlor daraufhin über 6 Prozent an Wert.
Die Zahlen zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 fielen ernüchternd aus: Der organische Umsatz sank um 2,8 Prozent auf 10,46 Milliarden Dollar. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, aber nur mit 2 Prozent. Besonders dramatisch: Nordamerika, mit rund 35 Prozent der größte Einzelmarkt, brach um 6,8 Prozent ein.
US-Konsumenten meiden Premiummarken
Die Probleme in den USA treffen Diageo hart. Don Julio Tequila verzeichnete einen Umsatzrückgang von 20,9 Prozent, Casamigos stürzte sogar um 30,9 Prozent ab. CEO Dave Lewis, der erst im Januar die Führung übernommen hat, macht die angespannte Einkommenssituation der Konsumenten und den verstärkten Wettbewerb durch günstigere Alternativen dafür verantwortlich.
Die Tequila-Kategorie, lange Zeit ein wichtiger Wachstumstreiber für Diageo, erweist sich plötzlich als Schwachstelle. Konsumenten greifen zunehmend zu preiswerten Produkten – ein Trend, der die Premiumstrategie des Konzerns untergräbt.
China verschärft die Lage
Auch in China läuft es nicht besser. Der Umsatz in Großchina brach um 42,3 Prozent ein, getrieben von einem 50,4-prozentigen Volumenrückgang bei chinesischen Weißbränden nach Änderungen der Marktpolitik. Ohne diese Sparte wäre der Konzernumsatz etwa 2 Prozent höher ausgefallen.
Immerhin: Europa lieferte mit einem organischen Umsatzwachstum von 2,7 Prozent einen Lichtblick. Guinness legte in allen Regionen außer Asien-Pazifik um 10,9 Prozent zu. Afrika wuchs ebenfalls um 10,9 Prozent, Lateinamerika und Karibik um 4,5 Prozent.
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Prognose erneut gesenkt
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Diageo nun mit einem organischen Umsatzrückgang von 2 bis 3 Prozent – die zweite Senkung innerhalb von vier Monaten. Zuvor hatte das Management noch flaches bis leicht rückläufiges Wachstum in Aussicht gestellt. Beim organischen Betriebsgewinn wird jetzt bestenfalls ein niedriger einstelliger Zuwachs erwartet, statt dem zuvor prognostizierten niedrigen bis mittleren einstelligen Wachstum.
Die Nettoverschuldung lag Ende Dezember bei 21,7 Milliarden Dollar, das Verhältnis zum bereinigten EBITDA bei 3,4. Im Dezember vereinbarte Diageo den Verkauf seiner Beteiligung an East African Breweries an Asahi Group Holdings für geschätzte 2,3 Milliarden Dollar netto. Die Transaktion soll die Verschuldung um etwa 0,25 reduzieren, wenn sie in der zweiten Hälfte 2026 abgeschlossen wird.
Die neue Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent vor, mit einem jährlichen Mindestniveau von 50 Cent. Lewis kündigte an, sich auf drei Prioritäten zu konzentrieren: wettbewerbsfähige Kategoriestrategien entwickeln, Kundenbeziehungen stärken und das Betriebsmodell neu gestalten. Ein vollständiges Strategie-Update soll im Sommer 2026 folgen.
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